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Posts Tagged ‘Getaggt Deutschland’


Gemäß Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig unterstehen auch ausländische Banken der deutschen Bankenaufsicht, sobald sie Kredite an Deutsche vergeben. Nur mit Genehmigung der Bankenaufsicht dürfen ausländische Banken in Deutschland Kunden bedienen. Diese Entscheidung erging Ende April 2009.

 

MITTEILUNG AN KUNDEN IN DEUTSCHLAND

Wir bedanken uns für Ihr Interesse. Derzeit können wir Ihren Kreditwunsch nicht realisieren. In der Vergangenheit haben wir uns durch eine schnelle, professionelle und unbürokratische Vergabe von Schufa-freien Verbraucherkrediten hervorgehoben. Bestätigt wurde uns dies von einer Vielzahl von Neukunden und – hierauf sind wir besonders stolz – auch durch die grosse Anzahl von Altkunden, nicht nur aus Deutschland.

Aufgrund der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 22.04.2009 (Az. 8 C 2.09) ist uns die Kreditvergabe an deutsche Kunden nur unter bestimmten Umständen erlaubt. Als international tätiges Unternehmen mit Sitz in der Schweiz, das über alle notwendigen Erlaubnisse nach Schweizer Recht verfügt, respektieren wir selbstverständlich diese Entscheidung. Wir bitten insoweit unsere deutschen Kunden um Verständnis. Es entsprach stets unserer Geschäftspolitik, auch ihnen das passende Kreditangebot anzubieten. Eben das wurde uns nunmehr untersagt. Das gezielte Bewerben deutscher Kunden mit einem Kreditangebot aus der Schweiz stellt nach Auffassung der deutschen Richter einen erlaubnispflichtigen Vertriebsweg, mithin unzulässige Werbung, dar. Wegen der insoweit eingetretenen Rechtsunsicherheit sehen wir uns derzeit veranlasst, keine Kredite mehr an Kunden mit Wohnsitz in Deutschland zu vergeben.

Selbstverständlich ändert dies nichts an Ihren eigenen Rechten als deutscher Verbraucher. Deutsche Bundesbürger sind als Verbraucher, geschützt durch das Recht der Europäischen Union, völlig ungehindert in ihrer freien Entscheidung, aus eigener Initiative nachzufragen und wirksame Kreditverträge mit Anbietern aus dem In- oder Ausland abzuschliessen.

Nach der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 22.04.2009 (Az. 8 C 2.09)

http://www.fidium.ch/
FIDIUM FINANZ AG
Neumarkt 2, Postfach 632, 9001 St. Gallen, Schweiz
Telefon 0041 71 228 51 11, Telefax 0041 71 228 51 10

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16.03.11 14:00:29

Live aus Japan

Tag 5 nach dem Beben.
Ich bin immer noch in Tokyo and meine Familie – zumindest Frauen und Kinder – sind in Kōbe. Soweit, so gut.

Zur Lage:
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Die Leute – Ausländer wie Japaner – sind scheinbar in zwei Lager geteilt: Die, die mehr Angst vor den Nachbeben haben, und die, die mehr Angst vor dem AKW haben. Ich gehörte zur zweiten Gruppe, aber die kräftigen Beben gestern Abend (Yamanashi/Shizuoka) und heute mittag (Chiba) lassen mich auch momentan zur ersten Gruppe abdriften.
Was kann man zum AKW noch sagen. Alles ist schlimm, und nachdem auch die letzten Leute abgezogen wurden, wird es bestimmt nicht besser. Laut etlicher vertrauenerweckender Expertenberichte ist Tokyo wohl ziemlich sicher. Wetten abschliessen möchte ich darauf nicht, aber an irgend etwas muss man ja glauben.

Versorgung:
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Japan hat rund 30% seiner Raffinerien „verloren“ – sie sind entweder zerstört oder vorsichtshalber geschlossen. Das macht sich vor allem im Norden bemerkbar.
Der Strom wird in und um Tokyo nachwievor mehr oder weniger planmässig abgeschaltet, aber es herrscht viel Verwirrung darüber, da sich die Zeiten ständig ändern.
In den vergangenen Tagen kam man zudem problemlos ohne Heizung aus, aber ab heute gibt es einen Kälteeinbruch im gesamten Land, was die Lage vor allem im Norden, energietechnisch aber auch um Tokyo verschärfen lassen dürfte.
Immerhin bemühen sich fast alle, Energie zu sparen – verkürzte Öffnungszeiten und Teilbeleuchtung sind zwei populäre Massnahmen.
Wie es in meiner Stadt/Wohnung nun aussieht, weiss ich nicht, aber die Darstellung, ab Donnerstag wieder Wasser liefern zu können, wurde zurückgenommen und auf einen unbestimmten Termin verschoben.

Ach ja; Während es gestern noch nahezu unmöglich war, in einem Convenience Store hier in Ebisu etwas essbares zu finden, sah es heute wesentlich besser aus. Es gab Sachen – mehr als ich gedacht hatte. Bis zum Normalzustand ist es aber noch ein weiter Schritt, aber das ist erstmal zweitrangig.

Sonstiges
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Mittlerweile gab es schon die erste Spende eines treuen Lesers an mich. Vielen Dank! Sicher wird dieses Ereignis auch in unsere Haushaltskasse mehr oder weniger tiefe Löcher reissen, aber ich hoffe, zum jetzigen Zeitpunkt, dass wir schon damit fertig werden. Unter anderem deswegen bin ich ja auch noch in Tokyo.
Wer spenden möchte, dem würde ich deshalb lieber „Ärzte ohne Grenzen“ anempfehlen. Ich unterstütze die Organisation seit Jahren allmonatlich und glaube fest, dass die Organisation sehr, sehr viel leistet. Momentan sind sie übrigens auch im Erdbebengebiet in Japan aktiv. Und zwar noch lange nach dem THW. Das hätte man dort wirklich gut gebrauchen können.

Nebenbei:
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– Zu den Medien und Meldungen aus Deutschland äussere ich mich vorerst lieber nicht, denn Meldungen wie „Geigerzähler in Deutschland ausverkauft“ etc. machen mich kirre.
http://www.tabibito.de

 

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Update 16.3.2011 um 20.41 Uhr:

+++ Briten rufen alle Landsleute zur Flucht aus der Gefahrenzone in TOKIO auf ( bitte beachten Sie den Hintergrund – um 10.07 Uhr heute meldeten wir noch: Abgesprochene beruhigende Mitteilungen der US-Botschaft und vom GB-Handelsattachee in Tokio sollen weitere Panik vermeiden: Angeblich keine Gefahr in Tokio) +++

Update 16.3.2011 um 18.44 Uhr:

+++ Pazifikfisch könnte in Deutschland nach Angaben des Johann Heinrich von Thünen-Instituts (vTI), das nach dem Strahlenschutzvorsorgegesetz von 1986 als Leitstelle für die Überwachung der Umweltradioaktivität in Fischen und Fischereiprodukten zuständig ist, künftig möglicherweise als Risiko gelten. Das hängt ab von der weiter austretenden Radioaktivität und ob diese über dem Pazifik abregnet  +++

 

Update 16.3.2011 um 18.03 Uhr:

+++ Unbemannte US-Spionageflugzeuge im Einsatz (zudem wurde vor 15 Stunden eine amerikanische U-2 aus Südkorea abgezogen und in den Fukushima-Aufklärungseinsatz geschickt / hier Hintergrund zur U-2)  +++ Pentagon-Anordnung: US-Soldaten müssen jetzt mindestens 50 Meilen (80 km) Abstand zum Havarie-Reaktor halten +++  EU-Kommission empfiehlt jetzt allen EU-Staaten, Lebensmittel aus Japan auf Radioaktivität hin zu untersuchen ++ EU warnt vor Nuklear-Katastrophe in Japan, Reaktor „außer Kontrolle“ ++ Jetzt schon 25.000 Tote erwartet +++ Eiskälte im Norden des Landes quält die Überlebenden der Katastrophe (hier auch ein BBC-Bericht dazu) ++ in dieser Nacht werden wieder viele Überlebende in Ermangelung von Unterkünften und Decken auf den Straßen erfrieren ++ Nikkei-Ticker: Ein Reaktor außer Kontrolle ++ Mit zwei Armeeflugzeugen werden tschechische Bürger aus Japan ausgeflogen +++

Update 16.3.2011 um 16.31 Uhr:

++ Reaktor-Bruch in Fukushima verschlimmert Lage weiter +++ GAU für Feinschmecker in USA? Sushi-Restaurants haben Nachschub-Probleme ++ Polizei in Korea geht gegen jene vor, die Gerüchte über angeblich erhöhte radioaktive Werte im Land verbreiten +++

Update 16.3.2011 um 15.42 Uhr:

++ Auch in Kanada leckt ein Kernreaktor in der Provinz Ontario – 73.000 Liter radiokatives Wasser ausgelaufen +++ USA warnten vor Japan-Katastrophe schon 1990 ++ Dia-Vortrag: Radioaktivität in unserem täglichen Leben ++ Die Flucht der Banker aus Tokio ++

Update 16.3.2011 um 14.52 Uhr:

++ Frankreich wirft Japan vor, Wahrheit über Ausmaße der Nuklear-Katastrophe zu verschweigen +++

Update 16.3.2011 um 14.22 Uhr:

+++ Strahlung zu hoch: Militär-Hubschrauber können kein Wasser mehr in Reaktor ablassen ++ EU-Geheimdienste vergleichen zu erwartende Folgeabschätzung in Hinblick auf Fukushima mit einer nicht mehr zu vermeidenden „schmutzigen Bombe“ –  Folgen angeblich weitaus schlimmer als bei einem Terrorangriff mit einer „schmutzigen Bombe“ ++ Jene, die jetzt in Fukushima arbeiten, seien auf einem „Selbstmord-Kommando“ und wüssten das auch, es gibt demnach keine Strahlenschutzanzüge, die die Strahlung in Fukushima ausreichend abschirmen könnten  +++ Japaner lassen Fachleute aus Tschernobyl nicht ins Land ++

Update 16.3.2011 um 07.15 Uhr:

++ hier Strahlenwerte in Japan alle 10 Minuten (jap. Strahlenticker) +++ Rettungskräfte aus Australien und Neuseeland mussten dekontaminiert werden +++ Japan braucht Rettungssanitäter und Ärzte aus dem Ausland +++

Update 16.3.2011 um 06.35 Uhr:

+++ WikiLeaks-Dokumente enthüllen: Die japanische Regierung wurde 2008 von der Wiener Atombehörde IAEA darüber informiert, dass die Sicherheitsstandards an jap. Atomkraftwerken veraltet seien und ein Erdbeben zu einer Katastrophe führen könne +++ Japanische Reaktoren waren demnach nur auf Erdbeben bis zu einer Stärke von maximal 7,0 ausgelegt (das schwere Erdbeben hatte aber Stärke 9,0) +++ Die Japaner weigerten sich demnach, ihre Sicherheitsstandards zu verbessern +++ IAEA sprach in den WikiLeaks-Kabeln von Gefahr atomarer Verseuchung in Japan bei Erdbeben ab Stärke 6,5 +++

Update 16.3.2011 um 05.56 Uhr:

Worst Case Szenario ++ Frankreich fordert Franzosen zum Verlassen Japans auf +++ neue Explosionen in Fukushima ++  US-Mediziner empfehlen Westküstenbewöhnern Jod-Tabletten ++ Wind bläst erneut austretende Radioaktivität in Richtung US-Westküste ++ Run auf Jod-Tabletten in den USA ++ Japaner erwägen, Reaktor-Kühlung möglicherweise an US-Militärs abzugeben +++ Panik-Käufe in Tokio +++ Obdachlose Japaner schutzlos im (strahlenden ) Schnee +++ Chaos und Verwirrung ++

Update 15.3.2011 um 18.52 Uhr:

Wiener Atombehörde: Das Schlimmste kommt jetzt wohl erst noch ++ EU-Kommissar Oettinger spricht von „Apokalypse“ ++ Russischer Nuklearchef geht von sechs Kernschmelzen aus ++ Russischer Nuklearfachmann: Wiener Atombehörde hat total versagt ++ Atom-Alarm jetzt schon für 12 (!) Reaktoren ++ Japaner leiten radioaktiv verseuchtes Kühlwasser ins Meer ++ Radioaktivität in 2 Wochen in Europa ++ Verstrahlter Schnee in Japan +++  Auch Swiss Air überprüft Flugzeuge jetzt auf Strahlung ++ Scientific American: Das eingeleitete Seewasser zerstört jetzt den Kühlkreislauf noch schneller und führt zur radioaktiven Belastung des Meerwassers +++ US-Soldaten auf japanischen Militärbasen müssen in Häusern bleiben +++ Hasenfuß? Bundesumweltminister Röttgen verbot Live-Übertragung: Der Umweltausschuss des Bundestages hat die Live-TV-Übertragung der Befragung von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) vor dem Gremium verboten ++ Weil Deutschland nach der Abschaltung der Kernkraftwerke Kohlekraftwerke hochfahren muss, explodieren nun die Kohlepreise +++

Update 15.3.2011 um 16.19 Uhr:

++ Staatsbankrott und Schulden-Tsunami: Finanzielle Kernschmelze Japans +++ Flucht aus Tokio ++ Massenevakuierung unmöglich +++ Radioaktivität steigt weiter +++ Fachleute warnen vor steilem Anstieg der Krebserkrankungen +++ Hubschrauber sollen Wasser in havarierte Reaktoren spritzen +++  Wohin weht der radioaktive Wind? ++

http://info.kopp-verlag.de/index.html;jsessionid=DB55633FE1C576D6E9BF2F8733A5F9F5

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Update 15.3.2011 um 16.19 Uhr:

++ Staatsbankrott und Schulden-Tsunami: Finanzielle Kernschmelze Japans +++ Flucht aus Tokio ++ Massenevakuierung unmöglich +++ Radioaktivität steigt weiter +++ Fachleute warnen vor steilem Anstieg der Krebserkrankungen +++ Hubschrauber sollen Wasser in havarierte Reaktoren spritzen +++  Wohin weht der radioaktive Wind? ++

 

++ Japan Update ++ Tokio: Lautsprecherdurchsagen, Fenster geschlossen halten +++ Regierung wusste seit 2007 von der Gefahr +++ Nuklearkatastrophe nicht versichert +++ Gefahr für Kreuzfahrtpassagiere im Pazifik? ++
Redaktion

Update 15.3.2011 um 14.51 Uhr:

++ Österreich verlegt Botschaft von Tokio nach Osaka +++ Während Deutschland AKWs stillegt, baut Polen neue +++

Update 15.3.2011 um 14.08 Uhr:

USA fliegen weitere Atomexperten nach Japan +++ Die französische Nuklearsicherheitsbehörde sieht in Fukushima jetzt die atomare Katastrophenstufe 6 erreicht (Tschernobyl war am Ende Maximalstufe 7) ++ Immer mehr ausländische Journalisten, die vor wenigen Stunden noch den beschwichtigenden Propaganda-Regierungsangaben der Japaner vertrauten, fliehen nun aus Tokio ++ Die New York Times hat eine gute Animation zum atomaren GAU in Japan, die genau erklärt, was da eigentlich passiert +++ Lufthansa stellt Flüge nach Tokio ein +++ Für einen der noch verfügbaren Plätze in einem Flugzeug werden nun Horror-Preise verlangt +++

Update 15.3.2011 um 11.44 Uhr:

++ Obwohl Japan gerade jetzt die Häfen für eingehende Hilfslieferungen brauchte, sind viele Terminals und Häfen zerstört – Import und Export nicht möglich +++ Hier ein weiterer Überblick über den Zustand der Häfen ++ TIME-Hintergrund-Bericht: Welche Gefahr besteht tatsächlich in anderen asiatischen Ländern? ++

Update 15.3.2011 um 11.22 Uhr:

+++ Experten: Lebensmittel in der Region möglicherweise langfristig kontaminiert, Lebensmittelkrise droht ++ Plutonium in Reaktor-3 erhöht Atomgefahr +++ Run auf Jod-Pillen jetzt auch in Russland +++ US-Pazifikkommando erwägt für den Fall von Plutonium-Austritt Evakuierung der Misawa Air Base +++ es droht globale Rezession ++ Drohen weitere schwere Erdbeben? Echtzeit Erdbeben-Ticker weltweit +++ New York Times: Mögliche Atomkatastrophe ++ China bereitet sich auf steigende Radioaktivität vor ++

Update 15.3.2011 um 10.28 Uhr:

++ Israelischer Nuklearexperte erhebt schwere Vorwürfe gegen Japan: Das Gebiet könnte für tausende Jahre unbewohnbar werden! +++ Hintergrund: Im September 2010 waren die Japaner noch stolz darauf, in Fukushima Plutionium (MOX) einzusetzen – heute spielen sie es herunter, leugnen es sogar!!! +++ Deutschland: Gutachten (von 2008): AKW Biblis-B nicht ausreichend gegen durchschnittliche lokale Beben in Deutschland gesichert +++

Update 15.3.2011 um 09.42 Uhr:

+++ Russland bereitet Evakuierungen der Inselgruppen Kurilen und Sachalin vor +++ Kalifornien richtet Hotline ein für den Fall, dass die radioaktive Wolke die Westküste der USA erreicht +++ Nuklearer Alptraum? („nuclear nightmare„) +++  Nukleare Katastrophe möglich? +++

Update 14.3.2011 um 17.45 Uhr:

+++ Spekulanten treiben Preise für Hilfsgüter an den Börsen in die Höhe: Weil Japan auf absehbare Zeit dringend auf Lebensmittelimporte angewiesen ist, explodieren die Preise für Reis, Soja und Getreide +++

Update 14.3.2011 um 17.08 Uhr:

Strahlenwerte steigen DRAMATISCH an +++ Wiener Atombehörde IAEA geht jetzt intern davon aus, dass in den Havarie-Reaktoren wegen der Strahlung frühestens in fünf (!) Jahren mit den Aufräumarbeiten begonnen werden kann +++ interaktive Karte: drohender Super-GAU +++ Geheimdienstkreise: Großraum Tokio müsste jetzt DRINGEND evakuiert werden +++ Asiatische Länder kontrollieren Einfuhren aus Japan jetzt mit Geigerzählern +++ Schweizer Atomphysiker über die Situation in einigen Tagen: Dann beginnt das nächste Problem +++ Die Umweltorganisation Greenpeace befürchtet, dass durch die im japanischen Atomreaktor Fukushima 3 eingesetzten Plutonium-haltigen Brennstäbe, die Folgen eines Super-Gaus noch schlimmer sind als bisher angenommen.

Update 14.3.2011 um 16.48 Uhr:

+++ Preise für japanische Elektronik-(Ersatz)-Teile explodieren +++ ein Beispiel: Toshiba NAND Flash Memory steigen in 24 Stunden um 20 Prozent!!! +++ DRAM um 5 Prozent in 24 Std. +++ NOKIA Kurse fallen wegen Furcht vor fehlenden japanischen Elektronik-Teilen +++ RIA Novosti (Moskau) bereitet Russen auf Nachricht über drei Kernschmelzen in Japan vor +++

Update 14.3.2011 um 16.43 Uhr:

++ Weltweit kaufen Menschen Jod-Tabletten (etwa Run auf Jod-Tabletten in Finnland) ++ Experten warnen in Deutschland vor unüberlegter Einnahme von Jod-Tabletten ++  Japanische Regierung gibt Jod-Tabletten aus ++ Trotz aller Not: Keine Plünderungen in Japan +++

Update 14.3.2011 um 15.28 Uhr:

+++ NYT interaktive Karte zu den Erdbeben-Schäden +++ nochmals: radioaktive Partikel ziehen von Japan mit Windrichtung USA über Pazifik, Kreuzfahrt-Passagiere und Schiffsbesatzunbgen sollten sich im Pazifik nicht unnötig länger an Deck aufhalten +++ Japan-Katastrophe treibt Goldpreis in die Höhe +++  künftig Gefahr durch Import gebrauchter Fahrzeuge aus der näheren Umgebung von Japan: Luftfilter konzenrieren von sofort an auch geringe Mengen von Radioaktivität und speichern diese, gebrauchte Luftfilter (nicht nur PKW betreffend, auch Luftfilter in Flugzeugen der Region, Klimaanlagen etc. ) sind in der Umgebung von Japan ab sofort radioaktiver Sondermüll (weil eben auch geringe Radioaktivität in ihnen extrem stark konzentriert wird) +++

Update 14.3.2011 um 14.15 Uhr:

+++ Transkontinental-Internet-Kabel beschädigt +++ Es droht teilweiser Zusammenbruch des Internet beim nächsten schweren Beben +++ 21.41 Ortszeit sagt Tokios Regierungssprecher gerade: Kernschmelze in Fukushima-3 steht bevor, laut Kyodo-Nachrichtenagentur +++ Nächste Gefahr: Nord-Japan nach Überschwemmungen großflächig mit Ölrückständen aus Raffinerien, havarierten Schiffen und Tanks verseucht +++

Update 14.3.2011 um 13.20 Uhr:

+++ Geheimdienste: Amerikanische Botschaft evakuiert vor Ort nicht unbedingt benötigtes Führungspersonal über die Misawa Air Base, ein US-Militärstützpunkt im Norden Japans. Von dort aus bereiten die Amerikaner unter Ausschluß der EU und anderer Bündnispartner weitere Evakuierungen vor, vor allem Mitarbeiter von Geheimdiensten und US-Firmenleiter sollen unter Umgehung des überfüllten Tokioter Flughafens von hier ausgeflogen werden +++

Update 14.3.2011 um 13.06 Uhr:

+++ Japanische Regierung wurde 2007 von einem der führenden Wissenschaftler vor drohender Nuklearkatastrophe beim nächsten schweren Erdbeben vorgewarnt: Professor Ishibashi Katsuhiko von der Kobe University zeigte die unkalkulierbaren nuklearen Folgen eines Erdbebens für die japanischen AKWs auf und empfahl dringende Schritte, aber nichts passierte seither… +++ Aktuelle Reisewarnungen +++ Evakuierte westlich von Fukushima strahlenbelastet +++ Lautsprecher-Durchsagen in Tokio: Fenster ab sofort geschlossen halten +++ japanische Agentur warnt vor radioaktiver Wolke Richtung Tokio +++

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Als wäre nicht schon alles schlimm genug, gibt es bei den Horrormeldungen im Minutentakt Nachschlag. Besonders sind hier eine Lagerstätte für Brennstäbe und massive anhaltende Beben im Auge zu behalten. Droht womöglich ein weiteres verheerendes Beben? Die seismischen Aufzeichnungen lassen zumindest schlimmes befürchten. Es droht allerdings nicht nur geologisches Ungemach, auch im Finanzsektor ist einiges im Gange.

Die Liste der Beben bei Japan ist heftig und lang. Beschränkt man sich nur auf die Beben mit einer Stärke ab 5,0 bleibt immer noch eine beängstigende Menge über. Ansehen können Sie sich diese unter folgendem Link :

http://earthquake.usgs.gov/earthquakes/recenteqsww/Quakes/quakes_big.php

Selbst Experten befürchten ein verheerendes Nachbeben, wenn man dieses überhaupt als Nachbeben bezeichnen möchte. Schon jetzt ist beispielsweise die Wiederaufbereitungsanlage Rokkasho eine erhebliche Gefahr, hier einige Zeilen dazu aus dem Spiegel :

Die Naturkatastrophe hat auch eine weitere Atom-Anlage beschädigt. Im Erdbebengebiet wird auch die Wiederaufbereitungsanlage Rokkasho derzeit mit Notstrom gekühlt. “Hier liegen rund 3000 Tonnen hochradioaktiver abgebrannter Brennstoff”, sagte der Atomexperte Mycle Schneider. Das entspreche etwa der Menge an Brennstoff, die in 25 bis 30 Atomreaktoren gelagert wird. “Wenn die Brennstäbe nicht gekühlt werden, entzünden sie sich selbst”, erklärte Schneider.
[…]
Das japanische Atom-Informationsforum bestätigte am Freitag, dass auch die Anlage in Rokkasho mit Dieselgeneratoren betrieben werde. Die Notgeneratoren seien allerdings nicht darauf ausgelegt, langfristig zu laufen, sagte Schneider, der mehrere Dutzend Male als Atomexperte in Japan war. “Wenn so eine Wiederaufbereitungsanlage in Brand gerät, weil die Kühlung versagt, entweicht Radioaktivität.” [1]

Was, wenn ein weiteres Beben dort endgültig für Chaos sorgt? Im Augenblick ist Japan eine tickende Zeitbombe mit wahrlich schlimmen Risiken. Nicht nur vom geologischen Sektor geht eine massive Gefahr aus, auch die Finanzbranche birgt das Potential eines Tsunamis.

Japan will die Geldschleusen öffnen. Die BoJ hat schon so eine sehr lockere Geldpolitik an den Tag gelegt, jedoch gab man heute bekannt, dass dort mit einem erheblichen Nachschlag zu rechnen sei. Reuters meldet dazu folgendes :

Japanische Notenbank will Milliarden in Markt pumpen

Wie die Nachrichtenagentur Jiji am Samstag (MEZ) berichtete, sollen dem Geldmarkt mehrere Billionen Yen zur Verfügung gestellt werden. Dies sei die erste kurzfristige Operation dieser Art seit Mai vergangenen Jahres. Damals hatte die Bank von Japan zwei Billionen Yen (umgerechnet 17,1 Milliarden Euro) in die Märkte gepumpt, um die Belastungen durch die Schuldenkrise Griechenlands aufzufangen.[2]

Wie allseits bekannt ist, besitzt Japan erhebliche Posten an T-Bonds. Sollte Japan sich von erheblichen Teilen trennen, um den eigenen Absturz zu bremsen, dürfte das in Kombination mit den Meldungen der letzten Tage massive Auswirkungen auf den Dollar und die Börsen haben. Die Salami-Taktik der japanischen Regierung sorgt auf jeden Fall nicht für Vertrauen. Opferzahlen völlig unklar, Zustand der Reaktoren völlig unklar, Kernschmelze ja oder nein auch unklar, ein echtes Desaster.

Eben wurde gemeldet, dass in einem weiteren Kraftwerk der nukleare Notstand ausgerufen wurde.

Carpe diem

[1] http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,750459,00.html
[2] http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE72C00I20110313

Quelle

http://www.infokriegernews.de/wordpress/2011/03/13/japan-droht-noch-schlimmeres/

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Update 13.3.2011 um 19.43 Uhr:

Im Unglücksreaktor Fukushima hat es jetzt zwei Kernschmelzen geben. Noch in 150 Kilometern Entfernung wird 400-fach überhöhte Strahlung gemessen. ++++ Das ist die Strahlendosis, die ein Mensch in Tokio jetzt pro Stunde hat, aber nur pro Jahr maximal haben dürfte +++

 

Vulkan in Japan schleudert Gestein in die Luft

Nach Erdbeben, Tsunami und Atomunfällen jetzt auch noch das: Im Südwesten Japans hat am Sonntag der Vulkan Shinmoedake Asche und Gestein in die Luft geschleudert. Die Asche sei bis in eine Höhe von 4.000 Metern gelangt, teilten die Behörden mit. Sie beschränkten zugleich den Zugang im Gebiet um den Vulkan. Der 1.420 Meter hohe Shinmoedake war im Jänner erstmals seit 52 Jahren wieder ausgebrochen.

Quelle: APA

Update 13.3.2011 um 17.33 Uhr:

Japanischer Vulkanausbruch Shinomeodake schleudert Radioaktivität in die Stratosphäre +++ Wahrscheinlichkeit, dass die Radioaktivität Europa erreicht, steigt damit dramatisch +++ Kühlpumpen im AKW Tokai No 2 fallen aus (120 km nördlich von Tokio) +++ Ballungsgebiet Tokio damit von möglichen Kernschmelzen eingekreist +++

Update 13.3.2011 um 16.43 Uhr:

Japanische F-2-Kampfflieger-Schwadron zerstört +++ Japanische Regierung warnt jetzt vor noch extremerem Erdbeben binnen drei Tagen (Wahrscheinlichkeit angeblich 70 Prozent!!!) +++ Monster-Nachbeben für die nächsten Tage prognostiziert +++ Elektrizitätsgesellschaft warnt vor völligem Stromausfall in ganz Japan, totaler Blackout +++ Vulkanausbruch +++ Australier erwarten endlich wahrheitsgemäße Angaben von Tokio +++

Update 13.3.2011 um 16.15 Uhr:

Notstand für zweites AKW ausgerufen +++ Immer mehr Radioaktivität +++ Zahl der möglichen Kernschmelzen steigt immer höher +++ Paris fordert Franzosen zum Verlassen des Landes auf ++++ Kühlung versagt auch in der Wiederaufbereitungsanlage Rokkasho +++ dort lagert auch Plutonium +++

Update 13.3.2011 um 14.39 Uhr:

Rückversicherer sprechen von derzeit bis zu 25 Milliarden Euro Sachschäden, die sie finanzieren müssen +++ Nach anderen Berichten sind die Schäden drei Mal so hoch +++ Lebensmittel werden knapp +++

Update 13.3.2011 um 12.47 Uhr:

Info-Grafik: Atomkraftwerke in Europa ++++ Pressekonferenz in Japan: Fukushima-Betreiber teilt mit, dritter Reaktor möglicherweise außer Kontrolle – Kühlung funktioniert nicht mehr  +++

Update 13.3.2011 um 12.01 Uhr:

Zehn deutsche Fachleute entkamen Havarie-Reaktor +++ Code Red +++ Air Foirce/US Special Forces bereiten mögliche Luftbrücke nur für US-Amerikaner vor +++ Großraum-Transporter könnten von Diego Garcia und anderen US-Militärbasen Richtung Japan starten und dort auf Militärbasen landen +++ Washington besorgt nach Nachrichtensperre über Zustand des Schnellen Brüters (mit Plutonium) in Monju (Tsuruga/Japan) +++ Europäische Airlines streichen Flüge nach Japan +++ EU wartet untätig ab +++ Interaktive Karte +++ Hintergrund: Wie gefährlich ist radioaktive Strahlung für Menschen?

Update 13.3.2011 um 11.12 Uhr:

Die USA erstellen derzeit eine Liste jener Amerikaner, die im möglichen Ernstfall bevorzugt aus Tokio evakuiert werden sollten +++ Führende US-Geschäftsleute und Angehörige der US-Botschaft in Tokio wurden informiert +++ Brüssel verhält sich abwartend, bislang keine Vorbereitungen für Evakuierungen von Europäern +++ Brüssel vertraut weiterhin den japanischen Propagangameldungen, man habe alles im Griff, die Radioaktivität gehe zurück +++ Lage unterdessen immer unübersichtlicher +++

Update 13.3.2011 um 10.06 Uhr:

+++ Angst in Nachbarstaaten vor radioaktiver Wolke +++ +++ Erhöhte Radioaktivität im Großraum Tokio (trotz entgegengesetzter Windrichtung) ++++ drohende Explosion in drittem Reaktor +++ Japanische Touristen und Geschäftsleute in der EU erhalten vorerst Aufenthaltsrecht +++ Wirtschaft in der EU warnt vor Folgen des Ausfalls der Ersatzteilversorgung ++++ Angst vor nuklearer Katastrophe: Die veralteten japanischen Siedewasserreaktoren in Fukushima verdampfen Wasser im Reaktordruckgefäß. Der unter Druck stehende Wasserdampf treibt direkt eine Dampfturbine an, die dann den Generator zur Stromerzeugung antreibt. Bei Siedewasserreaktoren entfällt die Trennung in Primär- und Sekundärkreislauf der aktuellen Druckwasserreaktoren. Die Freisetzung von Radioaktivität ist dadurch bei einem Erdbeben wesentlich wahrscheinlicher als bei modernen Reaktortypen. +++ Die veralteten Havarie-Reaktoren sollten eigentlich am 24. März 2011 vom Netz!!! +++++

Update 13.3.2011 um 6.43 Uhr:

++++ Kernschmelze in zweitem Reaktor? +++++ USA gehen von Katastrophe ähnlich Tschernobyl aus. ++++ In weiterem Reaktor droht Kernschmelze. +++++ Japanische Nachrichtenagentur Kyodo: Immer mehr Radioaktivität ++++  entweicht unkontrolliert. ++++ Kommt die radioaktive Wolke nach Europa?

Update 12.3.2011 um 21.58 Uhr:

Weitere Berichte über Kernschmelze +++ Folgen des “Meltdown” (“Kernschmelze“) +++ Zehntausende Tote erwartet +++ Tokio liefert Wiener Atombehörde IAEA keine aktuellen Informationen mehr +++ Toyota, Nissan, Honda schließen alle Fabriken +++ Ersatzteilversorgung in Europa vor dem Zusammenbruch +++ Der Großraum Tokio müsste eigentlich vorbeugend evakuiert werden, doch wohin mit 35 Millionen Menschen…? +++

Update 12.3.2011 um 21.02 Uhr:

++++ Bevölkerung wird auf Radioaktivität gescannt ++ Angst vor dem GAU ++ Jetzt schon 12.000 Tote erwartet +++

Update 12.3.2011 um 19.12 Uhr:

++++++ Nach der Aussage der japanischen Atombehörde NISA, dass es eine ++++ Kernschmelze +++++ gegeben haben könnte, ++++++ brach Panik aus. Jetzt beginnen die Japaner mit Hamsterkäufen, sind verzweifelt auf der Jagd nach (noch unverstrahlten) Lebensmitteln. +++++ Enthüllt: ++++ Der Havarie-Reaktor sollte eigentlich genau jetzt (März 2011) vom Netz!!! +++++

Update 12.3.2011 um 17.37 Uhr:

Kernschmelze jetzt offiziell bestätigt. Unterdessen werden erste Strahlenopfer in Krankenhäuser eingeliefert. Nikkei.com berichtet, dass die japanischen Fischer nicht mehr aufs Meer dürfen und auch keine Fische mehr verkaufen dürfen. Vor den wenigen noch geöffneten Geschäften bilden sich endlose Schlangen von hungrigen Menschen. Nach der Bestätigung der Kernschmelze droht nun eine weitere Exlosion der Lebensmittelpreise (zunächst in Asien). Und sechs Millionen Japaner sind jetzt ohne Strom.

Update 12.3.2011 um 16.37 Uhr:

Auch die weiter nördlich gelegene japanische Wiederaufbereitungsanlage Rokkasho muss jetzt mit Notstrom gekühlt werden. Dort liegen rund 3.000 Tonnen hochradioaktiver abgebrannter Brennelemente. Das entspricht etwa der Menge an Brennstoff, die in 25 bis 30 Atomreaktoren gelagert wird. Wenn die Brennstäbe nicht gekühlt werden, entzünden sie sich selbst, Radioaktivität wird dann freigesetzt. Die Notgeneratoren sind nicht darauf ausgelegt, langfristig zu laufen.

Update 12.3.2011 um 14.50 Uhr:

Die Bevölkerung bekommt jetzt Jod-Tabletten. Es herrscht Verwirrung, ob es nun eine Kernschmelze gegeben hat oder nicht. Der japanische Kabinettssekretär Yukio Edano behauptet, durch das Absinken des Kühlwasserstandes in dem Siedewasserreaktor habe sich Wasserstoff gebildet, der in das Reaktorgebäude ausgetreten, beim Kontakt mit Sauerstoff entzündet und explodiert sei, dann sei das Reaktorgebäude eingestürzt. Im Inneren der Stahl-Reaktorhülle habe es keine Explosion gegeben. Es sei aber Radioaktivität ausgetreten.

Update 12.3.2011 um 13.07 Uhr:

Eine radioaktive Wolke aus Japan wird in etwa 7 Tagen über Deutschland erwartet, in 4 Tagen ist sie nach Berechnungen des Physikers und Meteorologen Dr. Volker Jaenisch zunächst in der US-Westküstenstadt Seattle. Genauere Karten und lokale Vorhersagen zu Japan finden sich im Internet, danach werden die radioaktiven Partikel in absehbarer Zeit nicht durch Regen behindert, kommen in große Höhe der Stratosphäre und werden möglicherweise (wenn sie den Pazifik ohne Regen überwinden können) erst über den USA, dem Atlantik und Europa abregnen. In den öffentlich-rechtlichen Medien werden derzeit noch keine Hinweise auf die Wolke gegeben. Das war im Falle Tschernobyls in den ersten Tagen auch so. Die japanischen Kraftwerksbetreiber weisen jetzt allerdings ausdrücklich auf die radioaktive Wolke hin. Als Folge der befürchteten Kernschmelze wird ein (asiatischer) Börsencrash erwartet. Eine Chronlologie der schwersten Atomunfälle findet sich hier.

Update 12.3.2011 um 11.46 Uhr:

Im Reaktor Atomkraftwerk Fukushima I in Japan ist die nukleare Katastrophe eingetreten. Die Aussenhülle wurde zerstört. Radioaktivität tritt aus. Die Japaner selbst gehen jetzt von der Kernschmelze aus. Das alles gab es schon einmal: 1986 in Tschernobyl. Olga Kapustina hat es als Kind miterlebt. Der Ernstfall ist nun auch in Japan eingetreten: Die Explosion hat das Atomkraftwerk Fukushima 1 zerstört. Teile des Gebäudes wurden abgesprengt, Decken und Wände sind eingestürzt, viele Arbeiter verletzt. Weißer Rauch steigt auf, die Menschen fliehen im weiten Umfeld und wissen nicht wohin, denn der Atomnotstand wurde jetzt schon für 5 (!) Kernkraftwerke ausgerufen.

Update 12.3.2011 um 9.16 Uhr:

Um 8.33 deutscher Zeit meldet die russische Agentur RIA Novosti, die Kernschmelze sei verhindert worden. Zeitgleich berichteten japanische Medien über eine Exlposion im Reaktorgebäude und eine mögliche Kernschmelze. Greenpeace begrüßt, dass die Betreiber gezielt radioaktiven Dampf in die Umgebung abgelassen haben. Der Betreiber des Kernkraftwerkes teilt mit, es gebe keine Kettenreaktion mehr, aber noch Nachzerfallswärme. Der Betreiber gilt allerdings als unzuverlässig.

Update 12.3.2011 um 6.45 Uhr:

Die USA evakuieren jetzt Amerikaner aus Japan. Die japanischen Atombehörden halten die Kernschmelze für möglich. Nach Angaben der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo ist Radioaktivität ausgetreten. Durch die Überhitzung sollen die Brennstäbe im Reaktor von Fukushima Daiichi schon beschädigt sein. Die Radioaktivität ist 1000 Mal höher als normal und 45.000 Menschen werden jetzt in der Umgebung des Reaktors evakuiert, während die Behörden noch immer behaupten, es gebe keine Gesundheitsgefahr.  Die Japaner haben US-Hilfe mit Kühlgeräten und Notgeneratoren zur Verhinderung der Reaktor-Kernschmelze aus Stolz und Ehrgefühl zurückgewiesen. (Die weiter unten im Text erwähnte Hilfe der US Air Force wurde demnach abgelehnt).
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Artikel auf: kopp-verlag

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Die japanische Regierung schließt nicht aus, dass eine Kernschmelze in den beiden beschädigten Reaktoren des Kraftwerks Fukushima Eins eingetreten ist. Ministerpräsident Kan bezeichnete die Katastrophe als größte Krise des Landes seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs.

Im Reaktor drei des beschädigten Atomkraftwerks Fukushima Eins (Daiichi) ist es am Sonntag nach Angaben eines Regierungssprechers zu einer teilweisen Kernschmelze gekommen. Wie bereits zuvor am Reaktor Nummer eins sei die Kühlfunktion ausgefallen. Durch das schwere Erdbeben vom Freitag waren in Fukushima Eins sowohl am Block 1 als auch am Block 3 die Kühlsysteme beschädigt worden. Die Regierung schloss nicht aus, dass eine Kernschmelze in den beiden Reaktoren eingetreten sei.

Bei diesem Vorgang überhitzen die Brennstäbe so stark, dass sie sich verflüssigen und in eine unkontrollierbare, hochradioaktive Schmelze verwandeln. Einsatzkräfte pumpten deshalb Meerwasser in die beschädigten Reaktoren, um den Ausfall der Kühlsysteme zu kompensieren.

Durch Salzwasserzufuhr seien die Brennstoffstäbe inzwischen wieder im Wasser, sagte der Sprecher. Es könne allerdings sein, dass sich dadurch Wasserstoff unter dem Dach angesammelt habe. Sollte es wie beim Reaktor Nummer Eins zur Explosion kommen, könne der Reaktor dem widerstehen. Es gebe keine Notwendigkeit neuer Evakuierungsmaßnahmen. Am Samstagnachmittag hatte sich in dem Atomkraftwerk Fukushima bereits eine Explosion ereignet, die das Gebäude rund um Block eins zerstörte. Rund 215.000 Menschen im Umkreis des Kraftwerkes und des gleichfalls beschädigten Kernkraftwerks Fukushima Zwei wurden bislang evakuiert.

Ministerpräsident Kan: Größte Katastrophe seit 1945

Ministerpräsident Naoto Kan wandte sich am Sonntag in einer Fernsehansprache an die Bevölkerung. Er rief zum Energiesparen auf. Die Regierung plane, am Montag in Tokio zeitweise den Strom abzuschalten. Kan bezeichnete die Erdbebenkatastrophe als größte Krise des Landes seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Probleme in den japanischen Atomanlagen unterschieden sich aber grundlegend von der Katastrophe im ukrainischen Tschernobyl vor 25 Jahren.

Derweil steigt die Zahl der Opfer weiter an. Nach dem Erdbeben und dem darauffolgenden Tsunami rechnet die japanische Polizei allein im Nordosten des Landes mit mehr als zehntausend Toten. Mehr als zehntausend Menschen könnten in der Provinz Miyagi ums Leben gekommen sein, sagte der örtliche Polizeichef am Sonntag. Miyagi lag dem Epizentrum des Bebens vom Freitag am nächsten. Bereits am Samstag hatten japanische Medien berichtet, dass allein in der Hafenstadt Minami Sanriku in Miyagi 9500 Menschen vermisst würden.
400 Mal höhere Radioaktivität

Unterdessen haben Atomexperten in der Provinz Miyagi eine 400 Mal höhere Radioaktivität als normal gemessen. Die massiv erhöhten Strahlenwerte meldete die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf die Betreibergesellschaft Tohoku. Ein Sprecher des Unternehmens sagte, die Reaktoren in der Region seien aber stabil. Um das Kernkraftwerk Onagawa sei eine erhöhte Radioaktivität festgestellt worden. Man gehe davon aus, dass dies nicht von dem Reaktor stamme. Experten vermuten, dass der Wind Radioaktivität aus der Provinz Fukushima herübergeweht habe.

Im Atomkraftwerk Fukushima Eins pumpten Experten seit Samstagabend ein Gemisch aus Meerwasser und Borsäure in den Reaktor Nummer Eins. Bor kühlt den Reaktor zusätzlich ab. Damit soll eine Kernschmelze verhindert werden. Nach Angaben der Atomsicherheitsbehörde wird die Möglichkeit als groß angesehen, dass es in dem Atomkraftwerk Fukushima Eins schon vor der Explosion vom Samstag zu einer teilweisen Kernschmelze gekommen ist. Es sei das erste Mal, dass es in Japan zu einer Kernschmelze kam, wie die japanische Nachrichtenagentur Jiji Press weiter berichtete. Bei diesem Vorgang überhitzen die Brennstäbe so stark, dass sie sich verflüssigen und in eine unkontrollierbare, hochradioaktive Schmelze verwandeln.

Kernschmelze

Wenn bei einem Atomkraftwerk die Kühlung versagt und sämtliche Sicherheitsvorkehrungen ausfallen, erhitzen sich die Brennstäbe im Reaktorkern. Im schlimmsten Fall schmelzen zunächst die Metallhülsen der Brennstäbe, später auch der Uran- oder Plutoniumbrennstoff selbst. Die Kettenreaktion erfolgt dann „unkontrolliert“. Steht der Reaktordruckbehälter noch unter Druck, kann es bei der Reaktion mit Wasserdampf zu einer Explosion kommen. Dadurch können hochradioaktive Spaltprodukte nach außen dringen und sich in der Umgebung ausbreiten.

Als bekanntestes Ereignis mit einer Kernschmelze gilt der Reaktorunfall im Block 4 des Kraftwerks von Tschernobyl am 26. April 1986. Nach einer Explosion im Reaktorkern wurde eine große Menge radioaktiver Stoffe freigesetzt. Die radioaktive Wolke verbreitete sich damals über weite Teile Europas. (dapd)

Text: FAZ.NET
Bildmaterial: AFP, dapd, dpa, F.A.Z., REUTERS

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