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Greenpeace-Studie

Ostereier mit Gentechnik

Von Nils Klawitter

Verunsicherung zu Ostern: Einer Greenpeace-Studie zufolge stammen die meisten Eier von Hennen, die mit gentechnisch verändertem Soja gefüttert wurden. Für den Kunden ist das oft nicht zu erkennen – die Produzenten nehmen es mit der Kennzeichnung nicht so genau.

Hamburg – Pünktlich zu Ostern gibt es von Greenpeace eine Studie – zu Eiern. Die Umweltschützer untersuchten darin die Eier sowie die Fütterung deutscher Legehennen. Das Ergebnis: Noch immer stammt ein Großteil der Eier im Handel von Hennen, die mit gentechnisch veränderten Pflanzen gefüttert wurden, meist Soja.

Die Greenpeace-Umfrage zeigt, dass die Verbraucher sich einzig bei Bio-Eiern wirklich auf Gentechnikfreiheit verlassen können. Aber auch bei konventionellen Eiern scheinen die gentechnikfreien Produkte auf dem Vormarsch.

Häufig ist es jedoch für den Verbraucher schwierig zu erkennen, was in dem Ei steckt. Inzwischen gibt es zwar die Kennzeichnung „Ohne Gentechnik“ (eine grüne Raute), aber die Geflügelindustrie bremst diese noch immer aus. Die Unternehmen fürchten offenbar, den Kennzeichnungsschwellenwert von 0,9 Prozent Verunreinigung nicht einhalten zu können.

Alexander Hissting vom Verband Lebensmittel ohne Gentechnik sieht das grüne Verbandssiegel dennoch auf einem guten Weg: Für über 20 Prozent aller Legehennen hätten Landwirte oder Eierhändler bereits eine Nutzungslizenz beantragt.

Auch einige Ketten wie Tegut haben entsprechende Ware mit der grünen Raute bereits im Angebot. Discounter wie Lidl und Globus verweigerten Aussagen zum Umfang ihres Angebots.

Quelle

http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,757434,00.html#ref=rss

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Der heimische Anbau hinkt der Nachfrage bei Bio-Lebensmitteln hinterher. Die Hälfte der Bioware stammt nicht aus der Region sondern aus dem Ausland.

          Obst und Gemüse mit Bio-Label ist in Deutschland stark gefragt.

Obst und Gemüse mit Bio-Label ist in Deutschland stark gefragt.
Foto: Andreas Arnold

Zu wenig Angebot aus heimischer Produktion bremst hierzulande das Marktwachstum bei Bio-Lebensmitteln. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Münchner Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung.

„Die Verbraucher haben eindeutig eine Vorliebe für regional erzeugte Produkte“, schreibt Ifo-Experte Matthias Balz über die heimische Bio-Produktion. Die aber halte mit der steigenden Nachfrage immer weniger Schritt, weshalb 2010 schon die Hälfte der Bio-Ware aus dem Ausland importiert werden musste. Mangels Bio-Produkten aus deutschen Landen betrage der Marktanteil für Bio-Lebensmittel hierzulande nur knapp vier Prozent. Damit liege Deutschland im europäischen Mittelfeld, so die Studie.

In Ländern wie Dänemark, der Schweiz, Österreich oder Schweden werden pro Kopf teils mehr als doppelt so viel Bio-Lebensmittel verzehrt. Spanien, Schweden oder Tschechien würden zudem gezielt ihre Öko-Landwirtschaften fördern, um nach Deutschland zu exportieren. Deutsche Importe hätten sich binnen drei Jahren verdoppelt. „Dem Bio-Boom in Deutschland darf nicht seine regionale Basis und somit seine Glaubwürdigkeit abhandenkommen“, warnt Balz. Vor allem Zwiebeln, Ölsaaten, Frischgemüse, Getreide sowie Kartoffeln aus heimischer Bio-Produktion würden knapp.

Verschärft wird die Situation durch eine in Deutschland nach dem Dioxin-Skandal Anfang des Jahres sprunghaft gestiegene Nachfrage nach Bio-Ware. Das gelte vor allem für Eier, aber auch Geflügelfleisch. „Vor Ostern wird es einen Run auf Bio-Eier geben“, schätzt Balz. Verbraucher wollten sicher sein, dass sie keine verseuchten Frühstückseier essen.

Bio-Verbände schätzen zumindest für das erste Quartal prozentual zweistellige Wachstumsraten für den deutschen Bio-Markt. Voriges Jahr wurden hierzulande mit Bio-Lebensmitteln knapp sechs Milliarden Euro umgesetzt. Das ist eine Verdreifachung binnen zehn Jahren.

Getragen werde die deutsche Bio-Welle vor allem auch durch Kantinen und Gastronomie. Die Zahl gewerblicher Küchen mit Bio-Zertifikat habe sich binnen fünf Jahren fast vervierfacht. Kindergärten und Schulen seien zur Domäne für Bio-Caterer geworden.

Immer mehr Deutsche verbrächten zudem einen Bio-Urlaub mit entsprechender Ernährung. Um die wachsende Bio-Nachfrage zu befriedigen, müssten mehr Bauern auf Bio-Landwirtschaft umstellen, sagt Balz. Die entsprechende Förderung wurde bis zuletzt aber von der Politik zurückgefahren.

Quelle

http://www.fr-online.de/wirtschaft/bio-wird-langsam-knapp/-/1472780/8324982/-/index.html

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Eine drastische Warnung vor den katastrophalen Folgen der Gentechnik kommt nun aus dem „Mutterland“ dieser Risikotechnologie: Der renommierte US-amerikanische Forscher Don Huber warnt vor einem „Kollaps der landwirtschaftlichen Infrastruktur“. Schuld sei ein krankmachender, völlig neuer Organismus, der u.a. große Ernteausfälle bei Gensoja und Genmais verursachte. Bei der Verfütterung dieser Pflanzen sei es zu Unfruchtbarkeit und Fehlgeburten von Tieren gekommen. Generell steht das vielfach im Zusammenhang mit der Gentechnik eingesetzte Totalpflanzengift Glyphosat bzw. Produkte wie Roundup® im Mittelpunkt des Interesses. Die Zulassung neuer Gentechnik-Pflanzen sollte weitgehend sofort gestoppt werden, fordert Huber.

Huber schrieb zwei Briefe: Lesen Sie die deutsche Übersetzung des Briefes von Ende März 2011 an  die – Gentechnik befürwortenden – EU-Verantwortlichen und Hubers ersten Brief an US-Landwirtschaftsminister – und natürlich ebenso glühenden Gentechnik-Befürworter – Tom Vilsack von Mitte Jänner 2011. Was soll noch alles passieren, bis in Österreich und überall anders ein Gentechnik-Verbot beschlossen wird?

Brief von Prof. Don Huber an die EU-Verantwortlichen
Jose-Manuel Barroso, EU-Kommissionspräsident
in Kopie an Präsident Herman Van Rompuy, Präsident Jerzy Buzek, Kommissar John Dalli und an manche EU-Parlamentarier (MEPs)
25. März 2011

Dieses Begleitschreiben soll die Argumentation und die Anliegen erklären, die in einem Brief übermittelt wurden, den ich am 17. Jänner 2011 an Landwirtschaftsminister Tom Vilsack schickte (Anhang 1). Der Brief war nicht für die Öffentlichkeit bestimmt; wie auch immer, der Brief „sickerte durch“ und wurde danach ins Internet gestellt, woraufhin er bald weltweit bekannt wurde. Sobald er weit verbreitet war, gab ich die Zustimmung für weitere Veröffentlichungen im Internet, um ihn einheitlich zu halten. Mein ausgelasteter Termin- und Reisekalender verzögerte die Weitergabe weiterer Information in dieser Angelegenheit an viele Personen, die danach fragten. Die wissenschaftlichen Daten über diesen neu entdeckten Organismus wird für eine formale Veröffentlichung vorbereitet.

Ich schrieb den Brief an Minister Vilsack aus einem sehr einfachen Grund: Wir haben in den USA eine große Zahl an Problemen in der produzierenden Landwirtschaft, die sich anscheinend verstärken und manchmal direkt mit gentechnisch veränderten Pflanzen (GMO) zusammenhängen und/oder den Produkten, auf die sie resistent gemacht wurden – vor allem in Bezug auf Glyphosat (die aktive Chemikalie im Roundup®-Herbizid und in Nachahmeprodukten dieses Herbizides). Wir haben in letzter Zeit eine Verschlechterung in der Pflanzengesundheit bei Mais, Sojabohnen, Weizen und anderen Kulturen festgestellt mit ungeklärten Epidemien des „Sudden Death Syndroms“ (= Plötzliches Todes-Syndrom) bei Sojabohnen, „Goss’ wilt“ (Anm.:

Welken) bei Mais und „Schwarzbeinigkeit“ bei Getreidepflanzen (Weizen, Gerste, Hafer, Triticale und Roggen) in den vergangenen zwei Jahren.

In derselben Zeit sind zunehmend eine zuvor unerklärliche Unfruchtbarkeit bei Tieren (Rind, Schwein, Pferd, Geflügel) und Fehlgeburten aufgetreten. Diese Gegebenheiten bedrohen die wirtschaftliche Grundlagen sowohl der Pflanzen- als auch der Tierproduzenten.

Hohe Unfruchtbarkeit und Fehlgeburten bei den verschiedenen Tierarten treten immer häufiger auf. Häufig können alle bisher bekannten Gründe als Faktoren für diese Zustände in diesen bestimmten Landwirtschaftsbetrieben ausgeschlossen werden (Anhang 2). Eine genaue Untersuchung hatte ergeben, dass dieser kürzlich erkannte Organismus in allen Fällen anwesend war. Die Koch´schen Postulate sind für Tiere ergänzt worden, um die Ursache/Wirkungs-Beziehung mit dem neuerdings kultivierbaren Organismus zu bestätigen. Eine Nachforschung nach dem Ursprung von Tierinfektionen enthüllte eine hohe Population dieses neu entdeckten elektronenmikroskopisch kleinen Organismus im Sojamehl und in Maisprodukten. Der Organismus erscheint vergleichbar und möglicherweise synergistisch mit anderen Mikroorganismen wie Fusarium solani fsp. Glycines, dem Grund des SDS bei Sojabohnen und auch mit dem grampositiven Bakterium Clavibacter michiganensis subsp. nebraskensis.

Obwohl die meisten Maishybriden genetisch resistent auf „Goss´s wilt“ (Welke) gewesen sind, zeigten vorläufige Untersuchungen im Jahr 2010, dass die Anwendung des Glyphosat-Herbizids oder des Netzmittels der Glyphosat-Rezepturen die Resistenz aufhoben und sie (die Maishybride) gänzlich anfällig für dieses Pathogen machten (Abbildung 1). Diese Krankheit wurde 2009 und 2010 allgemein in vielen US-Feldern des Mittleren Westens beobachtet, wo Roundup-Ready-Mais gepflanzt wurde, während angrenzender gentechnikfreier Mais ganz leichte bis keine Infektionen aufwies, trotz der hohen Inokulum-Präsenz (Impfbakterien) in nicht gepflügten Rückständen (Abbildung 2). Die erhöhte „Goss´ Wilt“ (Welke) 2010 war ein Hauptfaktor für den Verlust von geschätzt rund einer Milliarde Bushel Mais (Anm.: ca. 25 Mio. Tonnen) im vergangenen Jahr (basierend auf die im August von der USDA geschätzten Erträge und das eigentlich  geerntete Getreide nach Angaben der USDA im Jänner) trotz allgemein guter Erntebedingungen.

Die zunehmende Schwere von Pflanzenkrankheiten nachdem Glyphosat angewendet wurde (Abb. 3), ist gut dokumentiert, und obwohl selten zitiert, ist die verstärkte Krankheitsanfälligkeit auf die herbizide Wirkungsweise von Glyphosat zurückzuführen (Johal and Rahe,1988, 1990; Johal and Huber, 2009; Schafer et al, 2009, 2010). Der Verlust der Widerstandskraft gegenüber Krankheiten bei Roundup Ready®-Zuckerrüben nach der Anwendung von Glyphosat, veranlasste Forscher der USDA-Zuckerrüben-Versuchsanstalt, in ihrem Papier eine Vorsorge-Anweisung einzufügen, z.B.: „Vorsichtsmaßnahmen müssen bei vorhandenen Bodenkrankheiten getroffen werden, wenn das Unkrautmanagement bei Zuckerrüben eine Nachauflauf-Glyphosat-Behandlung mit einschließt.“

Der Verlust der genetischen Widerstandskraft bei Roundup Ready® Maishybriden auf Goss’ wilt (Clavibacter michiganensis subsp. nebraskensis) (Abb. 2, 3), die synergistische Beziehung des neulich erkannten elektromikroskopischen Organismus, der Unfruchtbarkeit und Fehlgeburten bei Tieren mit grampositiven Bakterien auslöst, und große Populationen des neuen EM-Organismus in Roundup-Ready-Maisblättern und Silage, schafft Besorgnis über die Freigabe von Roundup-Ready®-Luzerne, die nur wegen ihrer genetischen Widerstandskraft auf Bakterienwelke durch den Clavibacter michiganensis subsp. Insidiosum in vielen Gebieten ertragreich ist. Wenn der EM-Organismus in der Luzerne gleich wirkt wie bei Mais, könnte diese Krankheit die Luzernenproduktion ebenso unprofitabel wie unsicher für Tierfutter und die damit verbundenen Produkte wie Mich für die menschliche Ernährung machen. Der Verlust der Luzerne, der wertvollsten Futterpflanze der USA und der betriebswirtschaftlich viertwichtigsten Feldfrucht, könnte den sich abmühenden Milch- und Rindermastbetrieben einen tödlichen Schlag versetzen.

Ausgedehnte Forschungsarbeit hat gezeigt, dass Glyphosat, dieses wirksame Instrument für Unkrautmanagement, auch ein starker Immobilisierer (chelatbildende Verbindung) essenzieller Pflanzennährstoffe ist, um die Nährstoffaufnahme, den Nährstofftransport und die  physiologische Leistungsfähigkeit bei nur einem Bruchteil des beschrifteten Herbizidanteils Ekers, Ozturk, Cakmak, Zobiole, Jolly et al., 2004) zu beeinträchtigen. Glyphosat ist ein starkes Biozid, das Bodennützlinge schädigt, die wichtig für die Nährstoffverwertung, Stickstofffixierung, Nährstoffverfügbarkeit und die natürliche Krankheitsbekämpfung sind (Kremer & Means, Zobiole et al, Dick et al), mit einer dadurch resultierenden Zunahme von Krankheiten bei Mais, Sojabohnen (Abb. 3), Weizen und anderen Feldfrüchten. Die enge Verbindung zwischen der Versorgung mit Mineralstoffen und der Schwere der Erkrankung ist gut dokumentiert (Datnoff et al, 2007). Diese Abläufe können schädliche Auswirkungen auf die Nährstoffaufnahme der Pflanzen, Krankheitsanfälligkeit und die Nährstoffqualität der erzeugten Pflanzen haben.

Die schädlichen Wirkungen von Gentechnik-Pflanzen sind auch eindringlich in Berichten von Tierproduzenten in den USA aufgezeigt worden. Obwohl einige dieser Berichte anekdotenhaft sind aufgrund der begrenzten analytischen Techniken, die zur Verfügung stehen, um die Ursache zu verifizieren, konnten einige Produzenten den wirtschaftlichen Betrieb wieder aufnehmen, indem sie die Fütterung auf gentechnikfreie Pflanzen umstellten. Wiederholte unabhängige Replikationsforschung ist in diesem Bereich nötig, besonders im Licht der ernsthaften kürzlich erhobenen toxikologischen Bedenken, die das Giftigkeits-Potenzial für Tier und Mensch ausgehend von sehr niedrigen Glyphosatgehalten in Nahrungs- und Futtermitteln zeigt, die um ein Vielfaches niedriger sind als die erlaubten Werte in US-Lebens- und Futtermittelprodukten (Seralini et al., 2011). Die kürzliche unabhängige Analyse und Rechtssprechung des Indischen Höchstgerichtes, das gentechnisch veränderte Melanzani (Auberginen) ein bedeutsames (signifikantes) Gesundheitsrisiko für Menschen darstellen, verlangt nach weiteren Ermittlungen in den USA (AgroNews, 2011).

Ich habe das Gefühl, ich wäre gänzlich unverantwortlich, wenn ich meine eigenen Untersuchungen und die nun verfügbare enorme Menge veröffentlichter Forschungsarbeiten ignorieren würde, die die Bedenken unterstützen, die wir in der produzierenden Landwirtschaft sehen, ohne sie ins Bewusstsein des Landwirtschaftsministers zu bringen mit dem Aufruf an ihn, die so sehr nötige unabhängige Forschung in die Wege zu leiten. Viele Produzenten können nicht weitere 3-10 Jahre auf jemanden warten, der die Geldmittel und das neutrale Umfeld bereitstellt, um eine solche kritische Forschung durchzuführen (Anhang 2. Entomologists letter to EPA).

Basierend auf die sich momentan ansammelnden wissenschaftlichen Belege glaube ich nicht, dass es im besten Interesse der landwirtschaftlichen Produzenten oder der konsumierenden Öffentlichkeit ist, wenn Aufsichtsbehörden mehr Gentechnik-Pflanzen zulassen, insbesondere Roundup-Ready®-Luzerne und –Zuckerrüben, bis unabhängige Forschung einwandfrei ihre Produktivität – wenn sie für potenziell schwere Krankheiten anfällig sind –, sowie die Belanglosigkeit der neuen EM-Organismen und ihrer Nährstoff-Gleichwertigkeit feststellen kann. In meinem Brief, bat ich den Minister, die dafür notwendigen Mitteln bereitzustellen und forderte ihn auf, äußerst vorsichtig bei der Freigabe dieser Pflanzen vorzugehen, bis solche Erkenntnisse die in dem Brief ausgedrückten Sorgen beseitigen, so sie es tun.

Don M. Huber

Professor Emeritus, Purdue University

9322 Big Foot Road

Melba, Idaho 83641  USA

(Übersetzung: Klaus Faißner, Inititiative Gentechnikverbot http://www.gentechnikverbot.at )

References cited

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Datnoff, L.E., elmer, W.H., and Huber, D.M. 2007. Mineral Nutrition and Plant Disease. APS Press, St. Paul, Mn. 278. 278 pages.

Eker, S., Ozturk, L., Yazici, A., Erenoglu, B., Roemheld, V., and Cakmak, I. 2006. Foliar-applied glyphosate substantially reduced uptake and transport of iron and manganese in sunflower (Helianthus    annuus L.) plants. J. Agric. Food Chem. 54:100019-10025.

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Johal, G.R. and Rahe, J.E. 1990. Role of  phytoalexins in the suppression of resistance of Phaseolus vulgaris to Colletotrichum lindemuthianum by glyphosate. Canad. J. Plant Pathol. 12:225-235.

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Anhang 1: Brief an US-Landwirtschaftsminister Thomas Vilsack

Landwirtschaftsminister, US-Regierung

VERTRAULICH und DRINGEND

17.1.2011

Sehr geehrter Herr Minister Vilsack,
ein Team von führenden Pflanzen- und Tierwissenschaftlern machte mich kürzlich auf die Entdeckung eines elektronenmikroskopischen Pathogenes aufmerksam, das einen erheblichen Einfluß auf Pflanzen, Tiere und wahrscheinlich auch auf Menschen hat. Nach Durchsicht der Daten ist es weit verbreitet, sehr gravierend und in viel höheren Konzentrationen in Roundup-Ready- (RR) Sojabohnen und -Mais, was auf eine Verbindung mit den RR-Genen oder wahrscheinlicher der Anwesenheit von Roundup hinweist.
Dieser Organismus tritt NEU in der Wissenschaft auf!

Das ist eine sehr heikle Information, die einen Kollaps des Soja- und Mais-Exportes und eine erhebliche Störung des heimischen Lebensmittel- und Futterangebotes zur Folge haben könnte. Auf der anderen Seite können neue Organismen bereits für großen Schaden verantwortlich sein (siehe unten). Meine Kollegen und ich untersuchen deshalb schnell und diskret und ersuchen die USDA und andere Stellen um Hilfe, um die Herkunft der Pathogene, die Verbreitung, die Auswirkungen und die Gegenmittel zu bestimmen.

Wir informieren die USDA in diesem frühen Stadium über unsere Ergebnisse, namentlich wegen Ihrer bevorstehenden Entscheidung hinsichtlich der Genehmigung von RR-Luzernen. Naturgemäß kann eine solche Genehmigung, wenn entweder das RR-Gen oder Roundup selbst ein Katalysator oder Co-Faktor dieses Krankheitserregers ist, eine Katastrophe sein. Basierend auf den derzeitigen Hinweisen, wäre zur Zeit die einzige angemessene Aktion, die Freigabe zu verschieben, zumindest bis genügend Daten das RR-System entlasten, wenn dem so ist.

In den vergangenen 40 Jahren war ich Wissenschaftler der Fach- und Militärbehörden, die natürliche und menschengemachte biologische Gefahren beurteilen und entsprechende Vorbereitungen treffen, eingeschlossen biologische Kriegsführung und Krankheitsausbrüche. Mit dieser Erfahrung glaube ich, dass die Bedrohung, die von diesem Erreger ausgeht, einzigartig und hoch riskant ist. Für Laien sollte man es als Ernstfall (bzw. Gefahr) beschreiben.

Verschiedene Forscher, die an diesem Problem arbeiten, haben verschiedene Teile zu diesem Puzzle beigetragen, welche zusammen das folgende beunruhigende Szenario ergeben:

Einzigartige physikalische Eigenschaften

Dieser zuvor unbekannte Organismus ist nur unter dem Elektronenmikroskop (36.000x) sichtbar, seine ungefähre Größe ist die eines mittelgroßen Virus. Es ist in der Lage, sich fortzupflanzen und scheint ein Organismus ähnlich eines Mikro-Pilzes zu sein. Wenn das so wäre, dann wäre dies der erste solche Mikro-Pilz, der je identifiziert worden wäre. Es gibt überzeugende Beweise, daß dieser Infektionserreger Krankheiten sowohl bei Pflanzen als auch bei Säugern fördert, was sehr selten vorkommt.

Ort und Konzentration der Krankheitserreger

Er wird in hoher Konzentration in Roundup-Ready-Sojabohnen-Mehl und in Mais, Destillationsprodukten, vergärten Futterprodukten, Schweinemagen-Inhalt und Schweine- und Rinder-Plazentas gefunden.

Verbunden mit dem Ausbruch von Pflanzenkrankheiten

Der Organismus ist überaus produktiv in Pflanzen enthalten, die mit zwei überall vorhandenen Krankheiten infiziert sind, was die Erträge und die Einkommen der Farmer verringert – das plötzliche Absterben von Soja (SDS) und Welken von Mais. Der Erreger wird auch in dem Pilzerreger von SDS (Fusarium solani fsp glycines) gefunden.

Zusammenhang mit Störungen bei der Fortpflanzung der Tiere

Labortests haben die Präsenz dieser Organismen breitgefächert im Viehbestand bestätigt, bei dem Spontanaborte und Unfruchtbarkeit auftraten. Laufende Forschungen, bei denen vorläufige Ergebnisse vorliegen, waren auch in der Lage, in einer klinischen Situation Fehlgeburten hervorzubringen.

Der Krankheitserreger kann die steigende Häufigkeit von Unfruchtbarkeit und spontanen Fehlgeburten der vergangenen Jahre bei US-Rinder-, Milchvieh-, Schweine- und Pferdebetrieben erklären. Dies unterlegen auch Berichte über Unfruchtbarkeitsraten bei Färsen (jungen Milchkühen) von über 20% und spontanen Fehlgeburten bei Rindern von 45%.

Zum Beispiel erlitten 450 von 1000 schwangeren Färsen, die mit Weizensilage gefüttert wurden eine Fehlgeburt. Zur gleichen Zeit hatten andere 1000 Färsen aus der gleichen Herde, die mit Heu aufgezogen wurden, keine Aborte. Hohe Konzentrationen der Krankheitserreger wurden im Weizen bestätigt, welcher wahrscheinlich mit einem Glyphosat-Unkrautbekämpfungsmittel behandelt wurde.

Empfehlungen

Zusammenfassend ersuchen wir aufgrund der hohen Titer dieses neuen Tier-Pathogens in RR-Pflanzen und seiner Verbindung mit Pflanzen- und Tierkrankheiten, welche epidemische Ausmaße erreichen, um die Teilnahme der USDA an einer Untersuchung unter Beteiligung verschiedener Kommissionen und ein sofortiges Moratorium für die Freigabe von RR-Pflanzen, bis die ursächliche Beziehung mit Glyphosat und/oder RR-Pflanzen als Gefahr für die Pflanzen- und Tierproduktion und die menschliche Gesundheit ausgeschlossen werden kann.

Es ist vordringlich, zu untersuchen, ob die Nebenwirkungen von Glyphosat das Wachstum dieses Krankheitserregers ermöglicht haben oder größeren Schaden an geschwächten Pflanzen und Tier-Wirten verursachen konnten. Es ist gut dokumentiert, daß Glyphosat Pathogene des Bodens begünstigt und bereits mit dem Ansteigen von mehr aus 40 Pflanzenkrankheiten in Verbindung steht, es baut die Abwehr der Pflanzen ab und es reduziert die biologische Verfügbarkeit der Nährstoffe im Futter, was wiederum die Beschwerden der Tiere verursachen kann. Um diese Faktoren genau auswerten zu können, beantragen wir Zugang zu den relevanten USDA-Daten.

Ich habe seit mehr als 50 Jahren Pflanzenkrankheiten studiert. Wir sehen jetzt eine noch nie dagewesenen Trend des Anwachsens von Krankheiten und Beschwerden bei Pflanzen und Tieren. Dieses Pathogen kann hilfreich sein, dieses Problem zu verstehen und zu lösen. Es verdient umgehende Zuwendung mit erheblichen Ressourcen, um einen allgemeinen Kollaps unserer entscheidenden landwirtschaftlichen Infrastruktur zu verhindern.

Mit freundlichen Grüßen,

COL (Ret.) Don M. Huber
Emeritus Professor, Purdue University
APS Coordinator, USDA National Plant Disease Recovery System (NPDRS)

(Die Rohübersetzung stammt von http://tinyurl.com/3cch787 , die „Feinarbeit“ von der Initiative Gentechnikverbot http://www.gentechnikverbot.at , alle Übersetzungen ohne Gewähr)

http://www.gentechnikverbot.at/index.php?option=com_content&view=article&id=31:don-huber&catid=5:nachrichten&Itemid=2

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Der Biospritboom in Europa macht uns krank, sagen nicaraguanische Landarbeiter. In Deutschland suchen sie Beistand gegen das mächtigste Unternehmen ihres Landes.

„Für uns sind die Zuckerrohrfelder die Mutter der Krankheit“. Carmen Rios sagt es in der leisen, sanften Tonlage der Landbevölkerung. Die kleine, etwas füllige Frau stammt aus dem kleinen Örtchen El Viejo in der Provinz Chinandega an der nicaraguanischen Pazifikküste. Dort erstrecken sich die Plantagen des nicaraguanischen Zuckerimperiums Pellas, die für Carmen Rios untrennbar verbunden sind mit dem schleichenden Tod. Vor neun Jahren starb ihr Mann, vor fünf Jahren der Bruder, vor nicht einmal einem Jahr raffte es den Vater dahin. Zwei andere Brüder sind erkrankt, sagt sie. Immer dieselbe Diagnose: IRC. Es ist  das spanische Kürzel für chronisches Nierenversagen (Insuficiencia Renal Crónica).

Carmen Rios ist unsicher, ob sie selbst die Krankheit, die erst im späten Stadium Beschwerden macht, nicht ebenfalls in sich trägt. In Deutschland will sie sich untersuchen lassen. Denn die 55-Jährige hat zwar nicht in den Plantagen gearbeitet, aber sie hat das Brunnenwasser getrunken, in dem Gutachter verschiedenste Pestizide nachgewiesen haben. Sie hat den Qualm eingeatmet, der entsteht, wenn vor dem Schneiden des Zuckerrohrs die chemikaliengetränkten Blätter der Pflanzen abgebrannt werden.

Hitze, verseuchte Brunnen, Pestizide

Carmen Rios führt heute die „Vereinigung an Niereninsuffizienz Erkrankter“ ANAIRC (Asociación Nicaragüense de Afectados por Insuficiencia Renal Crónica) an. Es ist der Zusammenschluss von über 300 betroffenen ehemaligen Zuckerrohrarbeitern, die sich mit der wirtschaftlich mächtigsten Familie Nicaraguas anlegen, den Pellas. Sie haben Klage eingereicht, veranstalten seit fast zwei Jahren ein Protestcamp in der Nähe des Unternehmenssitzes in Managua und fordern im Internet zum Boykott der beliebten Pellas-Rumsorte „Flor de Cana“ auf.

Rumflasche Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  Boykottaufruf gegen Nicaraguas beliebtesten RumDem Unternehmen Nicaragua Sugar Ltd. werfen die IRC-Opfer vor, dass die Schinderei in glühender Hitze, ohne sauberes Trinkwasser und inmitten der von Chemikalien verseuchten Zuckerrohrplantagen daran schuld sei, wenn in der Pazifikregion um die Städte Chinandega und León massenhaft Menschen an chronischem Nierenversagen dahinsiechen. Sie wollen Entschädigung, bessere Arbeitsbedingungen und einen völligen Verzicht auf Pestizide beim Zuckerrohranbau. Das Problem für die Opfer-Vereinigung: Bisher gibt es kein wissenschaftliches Gutachten, das die Arbeit in der Zuckerfabrik San Antonio als eindeutige Ursache für das Siechtum Tausender definiert.

Wieviel Schuld haben die Europäer?

Die Indizien dafür hält jedoch nicht nur Carmen Rios für ausreichend, auch zahlreiche entwicklungspolitische Organisationen in Deutschland tun das. Und so tourt Carmen Rios derzeit gemeinsam mit einem Journalistikstudenten aus Managua, der mit den Landarbeitern sympathisiert, auf Einladung des Heidelberger Nicaragua-Forums durch Deutschland, um freundlich aber bestimmt aufzuklären: „Den Biospritboom in Europa bezahlen wir Nicaraguaner mit unserer Gesundheit. Denn ihr Europäer seid schuld daran, wenn statt Mais, Weizen und Reis immer mehr Zuckerrohr angebaut wird, und zwar auf gesundheitschädliche Weise.“

Nicaraguaner Carmen Rios und Camilo Navas auf dem Balkon des Berliner Pressehauses (Foto: DW)  Foto:Bernd GräßlerBildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  Carmen Rios und Camilo Navas: Suche nach Unterstützung
Eine Logik, der sich wohl zahlreiche Nicaragua-Sympathisanten und Biosprit-Gegner vorbehaltlos anschließen, nicht aber der Bundestagsausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, wie die beiden ANAIRC-Abgesandten beim Besuch im Berliner Regierungsviertel erfahren. Vier Abgeordnete sind gekommen: zwei von der SPD, einer von den Grünen, eine von den Linken. CDU, CSU und FDP glänzen durch Abwesenheit.

„Egal ob Rum oder Biosprit“

Der Wunsch der Nicaraguaner, die deutschen Politiker mögen sich für ein vollständiges Importverbot von nicaraguanischem Bioethanol nach Europa einsetzen, weil sonst der gesundheitsschädliche Zuckerrohranbau überhand nehme, ist schnell vom Tisch. „So geht das nicht, mit der Einführung von E10 hat das nichts zu tun“, meint der SPD-Abgeordnete Sascha Raabe, denn egal ob man Zuckerrohr für Rum oder für Biosprit anbaue, die Arbeitsbedingungen blieben schließlich die gleichen.

Ebenso wenig Gnade vor den deutschen Parlamentariern findet die Meinung von Carmen Rios, die eigene Regierung sei zu schwach und deshalb sollten die Europäer Druck auf die Pellas-Gruppe machen, um die Arbeits- und Umweltbedingungen in den nicaraguanischen Zuckerfabriken zu verbessern. Es sei die Verantwortung der regierenden Sandinisten, die Rahmenbedingungen für Gesundheits- und Arbeitsschutz schaffen, werden die Nicaraguaner ziemlich barsch belehrt. Und erfahren bei dieser Gelegenheit, dass ihre Regierung noch nicht einmal die fast drei Jahrzehnte alte Konvention der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) über Arbeitsschutz und Arbeitsumwelt unterzeichnet hat. Deshalb könne man beispielsweise keine Abordnung nach Nicaragua schicken, um das zu überprüfen. „Wenn die Sandinisten sagen, sie tun alles für das Volk, dann sollen sie das auch tun“, bemerkt leicht süffisant der Sozialdemokrat Raabe.

Nicaraguas Botschafter soll berichten

Die beiden Abgesandten aus dem mittleren Amerika blicken zunächst, als wären sie im falschen Film. Das war „ziemlich hart“, sagt Carmen Rios hinterher. Doch die deutschen Politiker sind durchaus gewillt, ihnen Unterstützung angedeihen zu lassen, allerdings auf ihre Weise. Eine Stunde lang nehmen sie sich Zeit für ihre Gäste. Auf Vorschlag der SPD-Abgeordneten Karin Roth soll demnächst der nicaraguanische Botschafter eingeladen und befragen werden, ob in seinem Land die Standards der Weltgesundheitsorganisation eingehalten werden. Außerdem will man bei der Bundesregierung nachfragen, ob überhaupt nicaraguanisches Bioethanol auf den deutschen Markt gelangt und inwieweit Deutschland bei bilateralen Regierungskonsultationen Einfluss nehmen kann auf die Einhaltung von Gesundheits- und Arbeitsschutzstandards in der Zuckerrohrproduktion in Nicaragua.

Porträt der SPD-Abgeordneten Karin Roth (Archivbild: dpa)Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  SPD-Abgeordnete Karin Roth: Nicaraguas Regierung zum Handeln drängenBekannt ist, dass Nicaragua seit drei Jahren Bioethanol nach Europa liefert, in der Saison 2009/2010 rund 80 Millionen Liter. Nach den Richtlinien der Europäischen Union muss dieser Biosprit nachhaltig produziert sein, wie es im Bundestagsausschuss beruhigend heißt. Doch über den Gesundheitsschutz derjenigen, die das Zuckerrohr ernten, aus dem später der Sprit entsteht, steht in der europäischen Nachhaltigkeitsrichtlinie nichts.

Wer krank ist, wird entlassen

5341 IRC-Tote hat die nicaraguanische Opferorganisation ANAIRC seit 2005 registriert. Mehr als 8000 Erkrankte gebe es, sagt Carmen Rios. Laut einer Studie der Universität Boston liegt die IRC-Rate in den Regionen Chinandega und Leon zehnmal höher als in den USA. Der nicaraguanische Staat hat in den letzten Jahren einiges getan, um das Schicksal der Kranken zu erleichtern. So gibt es im Krankenhaus von Chinandega mittlerweile immerhin 40 Dialyse-Plätze und eine bessere Medikamentenversorgung.

Zuckerunternehmer Pellas lässt im Internet verbreiten, heute setze man auf seinen Plantagen gar keine oder kaum noch Pestizide ein, es gebe Schutzkleidung und die Arbeiter müssten nicht mehr stundenlang in der Mittagshitze schuften, um zu ihrem Geld zu kommen. Doch Carmen Rios hält das für unwahr.

Auf den Feldern von „San Antonio“ habe sich nicht viel geändert, behauptet sie. Die Pflanzenblätter würden weiter vor dem Schnitt abgebrannt, erkrankte Arbeiter berichteten immer wieder, mit welchen Chemikalien sie zu tun gehabt hätten. Allerdings untersuche das Unternehmen regelmäßig die Blutwerte der Beschäftigten: Um sie beim Anzeichen einer Erkrankung zu entlassen.

Quelle

http://www.dw-world.de/dw/article/0,,14973223,00.html

Autor: Bernd Gräßler
Redaktion: Wim Abbink

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