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Archive for März 2011


der legendäre Psychoanalytiker spricht offen über die kranke Gesellschaft

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Über aufgeweichte Strahlengrenzwerte und zweifelhafte Bürgschaften für Schrottreaktoren

Seit Jahren rechtfertigen die in die Defensive geratenen  Kernkraftbefürworter unter den hiesigen Politikern ihr Festhalten an der Technologie mit dem Argument, dass das Risiko der  friedlichen Nutzung der Atomenergie in sogenannten Schwellenländern durch den Export der hohen deutschen Sicherheitsstandards minimiert werden könnte.

Wie leichtsinnig deutsche Behörden und Politiker aber tatsächlich verfahren, wenn es um Atomkraftwerke anderer Staaten geht, zeigt das Beispiel Brasilien. Im Zuge der vom dortigen Parlament in Reaktion auf die Katastrophe von Fukushima angeordneten Sicherheitsüberprüfungen stellte sich nämlich heraus, dass das mit einer Hermesbürgschaft geförderte  Atomkraftwerk Angra 2 zehn Jahre lang betrieben wurde, ohne dass dafür bis heute eine dauerhafte Genehmigung vorliegt.

Die fehlende Lizenz belege, dass es in Brasilien gängige Praxis sei, sich nicht um die Einhaltung von Auflagen zu kümmern und Nuklearanlagen trotzdem in Betrieb zu nehmen, heißt es dazu  in einer Pressemeldung der atomkritischen Nichtregierungsorganisation urgewald e.V. vom Mittwoch.  Der Vorsitzende der brasilianischen Atomaufsichtsbehörde CNPE, Odair Dias Gonçalvez , habe deshalb jetzt sein Amt räumen müssen.

Angesichts dieses Skandals fordert die Umweltorganisation die Bundesregierung dazu auf,  Konsequenzen für die Entscheidung über eine endgültige Hermesbürgschaft für das brasilianische AKW Angra 3 zu ziehen und initiierte gemeinsam mit der Organisation campact eine Online-Protestaktion, um ihrem Anliegen mehr Nachdruck zu verleihen. (1)

Deutschland will sich mit einer Export-Kreditgarantie über rund 1,3 Milliarden Euro an dem Bau des  brasilianischen Atomkraftwerks beteiligen. Bislang sind allerdings  weder der Liefervertrag noch die Finanzierungsverträge unterschrieben worden. Mit sogenannten Hermes-Bürgschaften unterstützt der Staat die deutsche Exportwirtschaft und sichert sie gegen Risiken ab, falls Geschäfte platzen. Angra 3 wird vom französischen Atomkonzern Areva gebaut, an dem Siemens beteiligt ist.

Die Bundesregierung hatte in der vergangenen Woche angekündigt, die bereits beschlossene Milliarden-Bürgschaft für den Bau des Atomkraftwerks noch einmal überprüfen zu wollen. Bis vor Kurzem wertete die Bundesregierung die 60 existierenden Bauauflagen für Angra 3 noch als Gütesiegel dafür, dass die Sicherheitsüberprüfungen in Brasilien sehr streng seien. Von 2001 bis 2010 hatten die Hermes-Umweltleitlinien Bürgschaften für den Export von Nukleartechnologie verboten. Urgewald  e.V. erinnert daran, dass es die  schwarz-gelbe Bundesregierung war, die diese  Umweltleitlinien abschaffte.

Nach Angaben der Grünen-Bundestagsfraktion hat die Regierung zwischen Oktober 2009 und August 2010 insgesamt 10 Bürgschaften für Lieferungen für Atomanlagen in China, Frankreich, Japan, Südkorea, Litauen, Russland und Slowenien grundsätzlich übernommen. Der Gesamtwert liege bei 24 Millionen Euro. Anfragen für Exportgarantien gebe es zudem für AKW-Projekte in China, Frankreich, Finnland, Großbritannien, Südafrika und Vietnam.

Im Bundestag hatten Grüne, Linke und SPD die Bürgschaft für das brasilianische AKW scharf kritisiert. Umweltschützer gaben zu bedenken, dass es sich um eine veraltete Technologie in einem Land mit niedrigem Sicherheitsstandard und ohne unabhängige Atomaufsicht handele. Zudem sei der Standort erdbebengefährdet. Brasilien, das stark auf Wasserkraft setzt, hat bis zum Jahr 2030 den Bau von vier bis acht weiteren Atomkraftwerken ins Auge gefasst.

Notfallverordnung der EU – Grenzwerte für Strahlenbelastung heraufgesetzt

Unterdessen hat die europapolitische Sprecherin der bündnisgrünen Landtagsfraktion in Brandenburg, Sabine Niels, am Mittwoch auf einen weiteren Skandal aufmerksam gemacht. Die  EU hat Anfang der Woche per Notfallverordnung die Grenzwerte für importierte Lebensmittel aus Japan  teilweise um das bis zu 20fache erhöht (2), ohne dass die Bundesregierung die Bevölkerung über den bemerkenswerten Vorgang informiert habe:

„Es ist ein Skandal, wenn die Grenzwerte massiv angehoben werden und die Bevölkerung im Unklaren darüber gelassen wird“, sagte Niels, zumal Deutschland nicht am Rande einer Nahrungsmittelknappheit stehe. Es sei nicht hinnehmbar, dass Lebensmittel, die in Japan nicht mehr in den Handel gelangen dürfen, nun frei in Deutschland verkauft werden können. So liege beispielsweise der Grenzwert für radioaktives Cäsium in Fleisch in Japan bei 500 Becquerel und in der EU nun bei 1250 Becquerel. Fischöl und Gewürze dürften in der EU nun mit bis zu 12.500 Becquerel pro Kilogramm belastet sein – ein 20-faches des bisherigen EU-Grenzwerts. (3)

Die EU-Kommission leugnet dagegen, dass über die Eilverordnung Strahlengrenzwerte für Lebensmittel aus Japan erhöht wurden. „Wir haben überhaupt nichts erhöht“, sagte ein Sprecher am Mittwoch in Brüssel. Am Wochenende seien nur Regelungen in Kraft getreten, auf die man sich bereits 1987 nach der Atomkatastrophe in Tschernobyl geeinigt habe. Warum die Verordnung stillschweigend ausgerechnet im Umfeld der Fukushima-Katastrophe in Kraft tritt, ist damit freilich noch nicht erklärt.

In den vergangenen Monaten gab die Bundesregierung stets die Losung aus, die Sicherheit der Kernkraftwerke habe Vorrang vor allen anderen Erwägungen. Ihr tatsächliches Handeln spricht eine ganz andere Sprache.

(1) http://www.campact.de/atom2/sn12/signer.

(2) Zur EU-Eilverordnung vom 25. März: http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2011:080:0005:0008:DE:PDF

(3) Vgl. http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/eu-tolerant-bei-strahlen/ sowie: http://foodwatch.de/kampagnen__themen/radioaktivitaet/lebensmittel_importe/index_ger.html

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Als wäre die Katastrophe nicht schon schlimm genug, warnt die meteorologische Behörde Japans vor weiteren starken Nachbeben. Auch Tsunamis seien möglich.

08:31
Japans Premierminister Naoto Kan will Pläne für neue Atomkraftwerke «von Grund auf überprüfen». Das meldet die Nachrichtenagentur Kyodo.
08:10
Schlechte Nachrichten von der Meteorologischen Behörde Japans: Sie warnt vor weiteren, starken Nachbeben. Auch weitere Tsunamis seien möglich. Die Tsunami-Opfer müssen weiter frieren. Am Donnerstagmorgen herrschten in Japan noch immer tiefe Temperaturen, ausserdem wurde wieder Regen angekündigt.
07:01
Im Meer steigt die Radioaktivität weiter: Im Meerwasser nahe des Atomkraftwerks seien Jod-Partikel mit einer 4385-fach höheren Konzentration als erlaubt gemessen worden, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo am Donnerstag.
05:59
Japan plant vorerst keine Ausweitung der Evakuierungszone um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima. Es gebe im Moment keine sofortigen Pläne für einen solchen Schritt, sagte Regierungssprecher Yukio Edano am Donnerstag. Er reagierte damit auf Empfehlungen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA). Diese hatte wegen der hohen Strahlenwerte im 40 Kilometer von Fukushima entfernten Iitate zur Räumung der 7000- Einwohner-Stadt geraten. Man werde ausgehend von IAEA-Daten den Boden um das AKW intensiver auf Strahlen untersuchen, sagte der Sprecher.
05:50
Guten Morgen! Wir halten Sie auch heute wieder mit dem News-Ticker auf dem letzten Stand über die Atom-Katastrophe in Japan. Das Team schreibt täglich viele weitere Artikel. Sie sind im Dossier gebündelt.

Die Lage am Donnerstagmorgen:

Die Hoffnungen auf ein baldiges Ende der Atomkatastrophe in Japan sind dramatisch gesunken. Die Situation in den Unglücksreaktoren von Fukushima sei ausser Kontrolle, räumte Regierungssprecher Edano ein.

«Wir sind nicht in einer Situation, in der wir sagen können, dass wir dies in einem bestimmten Zeitraum unter Kontrolle haben werden», sagte Edano mit Blick auf die Eindämmungsversuche an den Reaktor-Ruinen. Bis die überhitzten Reaktoren stabilisiert seien, dürfte nach Angaben des AKW-Betreibers Tepco «noch einige Zeit» vergehen.

Im Meerwasser nahm die radioaktive Belastung noch einmal zu. Das Meerwasser nahe dem Katastrophen-AKW Fukushima enthält laut Berichten vom Mittwoch 3355-mal so viel radioaktives Jod wie gesetzlich erlaubt. Am Donnerstag meldete Kyodo eine 4385-fache Belastung.

Der hohe Jod-Wert sei «besorgniserregend», stelle jedoch keine Gefahr für die Gesundheit dar, sagte Behördensprecher Hidehiko Nishiyama. «Wir werden den Grund ermitteln und unser Möglichstes tun, um einen weiteren Anstieg zu verhindern, sagte Nishiyama. Fischfang gebe es in der Region nicht, sagte er.

Greenpeace: Mehr Schutz

Nach der Veröffentlichung eigener Strahlenmessungen forderte Greenpeace die Behörden auf, die Bevölkerung besser zu schützen und die Sperrzone auf 40 Kilometer zu verdoppeln.

Wegen der hohen Strahlenwerte im 40 Kilometer von Fukushima entfernten Iitate rät die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) zur Räumung der 7000-Einwohner-Stadt. «Eine erste Beurteilung deutet darauf hin, dass eine der IAEA-Kriterien für die Evakuierung überschritten wurde», sagte IAEA-Experte Denis Flory.

Wegen der als zu zögerlich empfundenen Informationspolitik der Regierung gerät Ministerpräsident Naoto Kan innenpolitisch immer stärker unter Druck. Inzwischen schloss Kan nicht mehr aus, dass die Sperrzone nun doch auf 30 Kilometer ausgeweitet werden könnte.

Derzeit ist ein Gebiet im Umkreis von 20 Kilometern um das havarierte Atomkraftwerk evakuiert. Im Umkreis von weiteren 10 Kilometern wurden die Menschen lediglich aufgefordert, ihre Häuser möglichst nicht zu verlassen.

Kunstharz und Planen

Um die Ausbreitung der Radioaktivität einzudämmen, will der japanische Kraftwerksbetreiber Tepco eigenen Angaben zufolge den Boden rund um die schwer beschädigten Reaktoren mit Kunstharz besprühen. Die Behörden überlegen zudem, einige der Reaktoren mit Zelttuch zu überdecken.

Auf diese Weise könnten sich Arbeiter möglicherweise jeweils für längere Zeiträume im Gefahrenbereich aufhalten. Bei den Arbeitern im AKW wächst die Angst vor dauerhaften Gesundheitsschäden. Das sagte ein Manager einer Vertragsfirma des Betreibers Tepco.

Zwar gingen die Einsatzkräfte immer wieder in die zerstörten Blöcke, um die Reaktoren zu kühlen und einen Super-GAU zu verhindern. Doch seien die Arbeiter angesichts der endlosen Schwierigkeiten zunehmend nervöser. Ihnen fehlt es an Essen, Schlafgelegenheiten und Decken.

Fukushima stilllegen

Die japanische Regierung teilte mit, sie wolle alle sechs Reaktoren in Fukushima nie mehr ans Netz gehen lassen. «Das ist sehr klar, wenn man an die gesellschaftlichen Umstände denkt», sagte Regierungssprecher Edano.

Der Atomkonzern Tepco schloss dagegen nicht aus, dass die zwei noch funktionstüchtigen Reaktoren 5 und 6 wieder in Betrieb gehen könnten. Tepco will zunächst nur die irreparabel beschädigten Blöcke 1 bis 4 dauerhaft stilllegen.

Während die Behörden in der Region um Fukushima um die Eindämmung der Atomkatastrophe kämpften, versuchten Hunderttausende im Nordosten Japans, wieder ein geregeltes Leben aufzunehmen. Die offizielle Zahl der Toten lag am Mittwoch bei 11 257. Mehr als 16 300 Menschen werden noch vermisst.

Quelle
http://www.20min.ch/news/dossier/japanbeben/story/Warnung-vor-starken-Nachbeben-und-Tsunami-13221800

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März-Veilchen-Viola odorata


Das März-Veilchen oder auch Wohlriechendes Veilchen genannt, unterscheidet sich von den vielen anderen Arten durch seinen angenehmen Duft. Man findet die Pflanze an Waldrändern, in Gebüschen und lichten Gehölzen. Die Pflanze hat ihre Verbreitung bis Süd-Skandinavien, England und Irland, zu finden ist sie bis in den Kaukasus und Kleinasien.  Eine Verwandte des Veilchens ist übrigens das Stiefmütterchen.
In der Heilkunde findet das März-Veilchen Anwendung bei Bronchialkatarrhen, Husten und Keuchhusten. Man verwendet die Pflanze auch als Gurgelmittel bei Angina. Die Wurzel des Veilchens wirkt brech- und auswurffördernd und ist in ihrer Wirkung mit der südamerikanischen Brechwurz „Ipecacuanha“ vergleichbar.
Das Veilchen ist eine sehr alte Heilpflanze. Schon Hippokrates ( 460 bis 334 v. Chr. ) nutzte seine Heilkräfte, Hieronymus Bock beschreibt sie in seinem Kräuterbuch und auch der Kräuterpfarrer Sebastian Kneipp verwandte das März-Veilchen häufig.
Viola odorata ist der lateinische Name der Pflanze. Das Wort Veilchen ist eine Verkleinerungsform des mittelhoch-deutschen Wortes „veiel“, dieses wiederum entstammt dem lateinischen viola. Viola letztendlich hat seinen Ursprung im griechischen „vion“, das schon Homer für verschiedene Veilchenarten benutzte.
Der Artname odorata heißt wohlriechend.

Das Veilchen ist eine einjährige Staude, die man oft in unseren Gärten findet. Es hat kleine violette Blüten, die im Frühling aus dem Gras wachsen. Man findet es oft an Zäunen, Hecken, Waldrändern und auf schattigen Wiesen. Die Blütezeit ist von März bis April. Die Pflanze wird 10 bis 20 cm groß.

Das Kraut, die Blüten und die Blätter sammelt man von März bis April, Wurzeln kann man im September und Oktober sammeln. Getrocknet wird schattig und luftig.

Viola odorata als Delikatesse

Aufgrund seiner Wirkung ist das Veilchen von jeher eine der beliebtesten essbaren Blumen. Man verspeiste es schon lange bevor Kapuzinerkresse oder Stiefmütterchen die Teller schmückten: Kandierte Veilchen werden bereits seit dem 17. Jahrhundert zum Verzieren von Backwaren verwendet. Ihre Blüten und ihre außergewöhnlich Vitamin-C-haltigen Blätter liegen wieder voll im Trend. Sie eignen sich für Kräutersalat mit Veilchen und als kandierte Veilchenblüten. Rezeptsammlung siehe insbesondere in Duftveilchen.

Volksnamen

Heckenveigerl, Märzveigerl, Osterveigerl, Vegeli, Viole

Wirkung und Anwendung des Veilchen

  • Blutreinigung
  • Bronchitis
  • entzündungshemmend
  • Gelenkrheumatismus
  • Augenerkrankungen
  • Gicht
  • Halsentzündungen
  • harntreibend
  • Hautbeschwerden
  • Hautirritationen
  • Heiserkeit
  • Husten
  • Katarrhe der oberen Luftwege
  • Keuchhusten
  • leicht abführend
  • Magenkatarrh
  • Ohrenschmerzen
  • Rheumatismus
  • schweißtreibend
  • verschiedene Hautkrankheiten

 

Verwendete Pflanzenteile

Verwendet wird das blühende Kraut und die Wurzel

Inhaltsstoffe

Saponine Bitterstoffe Alkaloid Violin Cyamin (blauer Farbstoff) Glykoside Salizylsäuremethylesther Odoratin

Wo findet man Veilchen

Hecken, Waldränder

Anbau

Garten/Haus : ausdauernd, winterhart.
Vermehrung: findet durch Samen (Frühbeet) oder Wurzelteilung im Frühling oder Herbst statt (letzteres ist einfacher).
Wildwachsend : an Hecken und Zäunen.
Im Garten : besondere Ansprüche an Boden und Lage (Halbschatten bevorzugt) werden nicht gestellt.
Die Pflanzen sollen einen Abstand von 30 cm haben.
Im Haus : sehr geeignet.
Pflege : jäten, hacken, wässern.

Ernte:
Die Blütenblätter werden im März/April gepflückt.

Aufbewahrung:
Die Blüten werden an einem schattigen Platz getrocknet und in einem luftdicht schließenden Gefäß aufbewahrt.

Anwendungsbeispiele und alte Rezepte rund das Veilchen

  • Tee
    10 g Wurzeln mit 250 ml kaltem Wasser übergießen, kurz aufkochen und nach 5 Minuten absieben.
    Täglich 3 Tassen trinken.
  • Husten-Sirup
    Nehmen Sie dazu ca. 100 g Veilchenblüten, einen Liter Wasser und 3 Pfund Zucker. Entfernen Sie die kleinen weißen Sporne an den Ansätzen der Blütenblätter, geben Sie dann die Blüten in das bereits siedende Wasser und lassen alles eine Nacht lang ziehen. Dann absieben und den Zucker zugeben. Nochmals leicht erwärmen und dabei ab und an umrühren. Nehmen Sie davon pro Tag vier Esslöffel gegen Husten.

Bevor Sie sich selbst mit Heilkräutern behandeln fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker!

Frauenkräuter – Veilchen für die Schönheit

Das Veilchen findet oftmals in der Schönheitspflege Verwendung, zum Beispiel bei Hautproblemen in der Pubertät. In diesem Fall kann z.B. ein Veilchenwasser das Hautbild sanft verbessern.

Eine Salbe mit Veilchenextrakten hilft u.a. bei Narben, wie sie durch einen Kaiserschnitt entstehen oder auch bei Brustschmerzen.

 

Quellen

commons.wikimedia.org

botanikus.de

http://www.kraeuter-verzeichnis.de/kraeuter/Veilchen.htm

 

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Satire darf alles. Moment, ist das überhaupt eine Satire? Die ganze Sache ist so naheliegend, dass sie gar nicht so absurd erscheint: The Onion hat in einem Video das CIA-Programm Facebook genauer ins Visier genommen. Facebook habe die Kosten des US-Nachrichtendienstes massiv gesenkt und sei dank der Positionsdaten deutlich präziser als das Nebenprogramm Twitter, das getrost eingestellt werden könnte.

“Nach Jahren der geheimen Überwachung der Öffentlichkeit sind wir erstaunt, dass so viele Menschen willens sind zu offenbaren wo sie wohnen, was ihre religiösen oder politischen Ansichten sind, dass sie alphabetische Listen ihrer Familie und Freunde anlegen, deren E-Mail-Adressen und Telefonnummern auflisten, sowie hunderte Fotos von sich selbst dort einstellen würden, nebst Statusmeldungen darüber, was sie in jedem Moment machen”, sagte CIA-Vizepräsident Christopher Sartinsky. “Für die CIA ist das ein Traum, der wahr geworden ist.” CIA-Agent Mark Zuckerberg, Codename “Overlord” hat für seine Dienste einen Orden erhalten.

Klickt auf das Bild unten, um das Video zu starten:
CIA’s ‘Facebook’ Program Dramatically Cut Agency’s Costs

Al-Qaida-Netzwerk Foursquare

Sehr zufrieden ist die CIA auch mit der Operation Farmville, ein Programm, dass 85 Millionen Menschen ruhig gestellt hat, während die Arbeitslosigkeit in astronomische Höhen geschnellt ist. Das Extra “Personen, die du vielleicht kennst” hat der CIA geholfen, das Beziehungsgeflecht möglicher Dissidenten tiefergehend zu analysieren. Politikanalyst Jason Copeland gratuliert der Regierung dazu, dass sie es geschafft habe, die Bevölkerung davon zu überzeugen, dass es erstrebenswert ist, ständig Informationen über sich ins Netz zu stellen. Duncan Birch, Autors des Buches “My Virtual Wife”, zollt vor allem Facebooks Checkindienst Places Respekt: “Es hätte die Regierung Monate gekostet, anhand von Hotelrechnungen und Flugtickets zu überprüfen, wo sich eine Person gerade befindet.” Dank Facebook Places erhält sie nun exklusive Informationen über den Aufenthaltsort nicht nur des Landes und Bundesstaats, sondern auch Ort, Straße und Hausnummer.

Die CIA spare dank Facebook massiv an Personal und dadurch Kosten. Copeland lobte zusätzlich Facebooks Kalenderfunktion: “Dadurch weiß die Regierung jetzt sogar, wo sich Personen in Zukunft aufhalten werden.” Die CIA kann Agenten dorthin schicken und Verdächtige viel leichter festnehmen. Wenig Angst haben die Analysten vor dem Al-Qaida-Netzwerk Foursquare. Die Terroristen können damit zwar sehen, wo sich US-Amerikaner zu jeder Tageszeit aufhielten. Das träfe aber nur Personen, die wohl ohnehin bei einem Anschlag ins Visier genommen worden wären. Die Chinesen hingegen locken derweil immer mehr US-Amerikaner mit dem Startup Wanbee, das Punkte für die Nutzer vergibt, die am meisten vertrauliche Informationen über die USA preis geben.

Lacht ihr oder weint ihr? Ich bin mir gerade nicht ganz sicher, was ich tun soll…

Quelle

http://www.basicthinking.de/blog/2011/03/22/wir-habens-geahnt-facebook-ist-bloss-ein-cia-programm-und-zuckerberg-ein-cia-agent/

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Eva Herman

Wie sagte neulich einmal ein frustrierter EU-Bürger? Wenn Du Bewohner der Europäischen Union bist, brauchst Du eigentlich keine weiteren Feinde mehr. Was der Mann damit meinte, versteht man erst richtig, wenn man sich zwei EU-Entscheidungen aus dieser Woche ansieht:

1. Klonfleisch ist in Europa ab sofort erlaubt und muss nicht gekennzeichnet werden.
2. Die weltweit geltenden EU-Grenzwerte für die radioaktive Belastung von Lebensmitteln aus Japan wurden auf das bis zu Zwanzigfache angehoben.

Wer morgens sein Schnitzel im Supermarkt kauft, könnte mittags Klonfleisch in der Pfanne haben, ob er will oder nicht. Gekennzeichnet werden muss das wissenschaftlich entwickelte Produkt in Europa künftig nicht mehr, es kann jetzt jedem jederzeit überall untergejubelt werden. Dieser »fortschrittliche« Entschluss ist Dienstagnacht in Brüssel gefallen. Gespräche zwischen EU-Mitgliedsstaaten, Europaparlament und EU-Kommission über neue Regeln für Klonfleisch sind damit gescheitert.

Wer künftig Fischöl oder Gewürze aus Japan kauft, der kann unter Umständen Lebensmittel erhalten, die den zwanzigfachen Grenzwert für radioaktive Belastung überschreiten. Auch das muss nicht extra kenntlich gemacht werden, nicht einmal im Kleingedruckten.

Nun stellt sich als Erstes die Frage: Wollen die Europäer eigentlich überhaupt  Klonfleisch? Wollen Sie erhöhte, radioaktive Werte in ihren Lebensmitteln? Die klare Antwort lautet: Nein! Und Nein! Laut einer Umfrage der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit, EFSA, vom vergangenen Herbst müssten in Brüssel spätestens jetzt eigentlich die Alarmglocken schrillen, wenn, ja, wenn die EU-Politiker tatsächlich am Willen der Menschen interessiert wären. Denn nach dieser Befragung sind über zwei Drittel der Europäer, übrigens fast drei Viertel der Deutschen, tief beunruhigt, wenn es um gentechnisch veränderte Organismen in Lebensmitteln geht. »Sehr beunruhigt« ist fast jeder dritte Europäer der EFSA-Umfrage zufolge über chemische Pestizidrückstände, Antibiotika oder Hormone in Nahrungsmitteln. Vier Fünftel meinen übrigens, die öffentlichen Behörden sollten noch mehr für gesunde Nahrung tun. Noch mehr, aber nicht immer noch weniger!

Doch wen wundert es überhaupt noch? Die Ängste und Sorgen der überwältigenden Mehrheit der Bürger scheinen niemanden wirklich zu interessieren, weder in Brüssel, noch in Straßburg. Und auch nicht in Berlin. Nach den Veröffentlichungen der vergangenen Tage, nach denen gleich vier EU-Parlamentarier von Journalisten der Sunday Times des Lobbyismus überführt worden waren, gibt es kaum noch Überraschungen für den mittlerweile völlig resignierten EU-Bürger. Er musste schon viel über sich ergehen lassen in den letzten Jahren, seit die Herrschaften in Brüssel immer mächtiger werden: Ob er stumm dabei zusehen muss, wie die Europäische Union mit seinem Steuergeld vollmundig großzügige Rettungsschirme aufspannt, damit andere EU-Länder, die nicht haushalten können, nicht abstürzen, ob er Abschied von seiner stabilen D-Mark oder von seiner bislang verlässlichen Glühlampe nehmen musste und stattdessen jetzt die hochgiftigen Quecksilber-Umweltlampen einschrauben muss in der Hoffnung, sie mögen ihm nicht aus der Hand flutschen, ob es Euro-Normen sind, nach denen alle 27 Länder ihre sämtlichen Anschlüsse und Einbauten ändern und anpassen müssen, Maße, Größen, Höhen und Tiefen: Alles wird in Brüssel über die Köpfe von 500 Millionen Europäern eigenmächtig hinweg beschlossen, beraten und durchgerechnet von Gremien wie dem Europäischen Parlament, dem Europäischen Gerichtshof, der Europäischen Zentralbank, der Europäischen Investitionsbank und wie sie nicht alle heißen. Meist zum Nachteil der Bürger, aber zur Freude der verschiedenen Lobbys samt ihren heimlichen Mitstreitern, die nicht selten nach außen den besorgten Politiker geben, sich hintenrum jedoch Hände und Taschen vollstopfen.

Bei jedem neuen Beschluss, der den Menschen in den 27 Ländern nicht schmecken will, häufen sich inzwischen unangenehme Gefühle der Hilflosigkeit und des Sich-Ausgeliefert-Fühlens. Wie lange das wohl noch gut gehen mag?

Was ist Klonfleisch?

Doch zurück zum Klonfleisch oder zur Klonmilch. Die Folgen des Verzehrs von Klonfleisch werden derzeit zwar als unbedenklich eingestuft, aber von wem? Lobbyisten? Es werden nicht wenige sein. Und wer hat denn schon jahrelange bzw. jahrzehntelange Erfahrung damit gemacht? Niemand auf dieser Erde. Und deswegen kann auch niemand verlässlich sagen, dass der Verzehr von Klonfleisch langfristig für den Menschen unbedeutend sei. Viele Experten warnen deswegen. Die Kritiker von Klonfleisch sind sich jedoch einig: Es sollte keinesfalls verbreitet werden, schon gar nicht ohne Kennzeichnung. Joyce D’Silva von der britischen Tiergesundheitsorganisation CIWF betont, Klon-Tiere wiesen regelmäßig Immunschwächen auf. Die Welthandelsorganisation (WTO) und EU-Recht erlaubten aus tiergesundheitlichen Gründen Einfuhrverbote, so D’Silva. Der französische Tier-Physiologe Jean Paul Renard sprach den Klon-Tieren zwar eine »Qualität vergleichbar mit normalen Tieren« zu. Er unterstrich in Brüssel zugleich, dass sich Muskelfleisch bei Klonen bis zu zwölf Monate verspätet entwickele und körperliche Fehler aufträten, die erst im Entwicklungsprozess der Tiere zurückgingen. Den Lobbyisten ist es egal.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit, EFSA, die die EU unter anderem berät, hat sich für weitere Studien zum Thema Klonfleisch ausgesprochen. Offenbar handelt es sich hier jedoch um Augenwischerei, denn die Freigabe von Klonfleisch und -milch ist jetzt beschlossene Sache, Studien hin oder her. Außerdem: Wer die Skandale der EFSA kennt, der hat ohnehin den Glauben an die Menschheit aufgegeben: Auch hier: Lobbyisten. Die Nichtregierungsorganisation Corporate Europe Observatory hatte kürzlich eine Studie über die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) veröffentlicht. Diese zeigt, dass vier Mitglieder des Verwaltungsrates und damit des Leitungsgremiums der EFSA-Behörde eng mit der Nahrungsmittelindustrie verbunden sind. Beispiel: Deutschland ist in der EFSA-Leitung mit einem waschechten Industrielobbyisten vertreten: Matthias Horst, dem Geschäftsführer des deutschen Spitzenverbands der Ernährungsindustrie. Das ist aber nur die Spitze des Eisbergs, denn die meisten Fälle werden gar nicht bekannt. Lobbyisten sind überall. Es gibt sie wie Sand am Meer. Sie sitzen in den Gremien, in den Parlamenten, in den Ministerien. Dabei darf auch der derzeitige Bundeswirtschaftsminister Brüderle nicht fehlen, der jüngst für erdrutschartige Wahlverluste der schwarz-gelben Bundesregierung sorgte, weil er den Energielobbyisten  geheime Wahlbotschaften der Bundesregierung verriet, und der immer wieder interessante Rollen zu spielen scheint, wenn es um Lobbyismus geht. Auch ließ er kürzlich, im Schulterschluss mit großen Unternehmen, unter anderem genmanipulierte Kartoffeln  in Deutschland zu. Doch auch beim Klonfleisch hat Brüderle wieder einmal für die Lobbyisten, jedoch gegen die EU-Bürger, entschieden.

Quelle

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/europa/eva-herman/eu-sumpf-europas-buerger-kriegen-jetzt-klonfleisch-und-verstrahlte-lebensmittel-1-.html

 

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Big Brother 2.0
Das EU-Überwachungsprogramm „Indect“

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Von Pierre Hillard, 27.03.2011 23:47

d.a. Bereits 2006 war in der amerikanischen Militärzeitschrift »Armed Forces Journal« (AFJ) über Pläne zur Dekomposition des Nahen und Mittleren Ostens

berichtet worden; diese nahm »German Foreign Policy« zum Anlass, um mit Pierre Hillard ein Interview zu führen. Auf die Frage, ob die ethnizistischen Umsturzversuche im Nahen und Mittleren Osten ernst zu nehmen seien, antwortete dieser: »Diese Versuche müssen selbstverständlich ernst genommen werden. Im Grunde genommen sind sie der Reflex einer sehr umfassenden Politik, die darin besteht, dieses gesamte Gebiet nach ethnischen und religiösen Kriterien umzugestalten – gemäss dem bekannten Prinzip ›teile und herrsche‹.« Hillard legte in diesem Interview schon damals u.a. folgendes dar: Betroffen sind sämtliche Staaten des Grossen Mittleren Ostens. Man muss wissen, dass auch die Staaten Nordafrikas zu Objekten der Zerschlagung gemacht werden. Die Führungsspitzen in Washington und Brüssel begünstigen das Zerbrechen der Staaten im Mittleren Osten, aber auch in Europa. Sie handeln im Geist der sogenannten Globalisierung und ihrer Philosophie angeblich universeller Werte. Die deutsche Politik spielt bei der Propagierung der ethnizistischen Aggression eine grosse Rolle, so zum Beispiel die Bertelsmann-Stiftung, die im Rahmen der Kronberger Gespräche ganze Massnahmenbündel ausarbeitet, um den Mittleren Osten umzugestalten. Der davon ausgehende Einfluss ist bedeutend, unabhängig davon, welche Regierung in Berlin gerade an der Macht ist. Die Berichte der Stiftung aus den Jahren 2002 und 2003 sind sehr lesenswert: »Europe, The Mediterranean and The Middle East, Strengthening Responsibility for Stability and Development« (7. Kronberger Gespräche) sowie »Die Zukunft der europäischen Politik im Nahen Osten nach dem Irakkrieg« (8. Kronberger Gespräche). In diesen Ausführungen ist zu erkennen, dass man eine vollständige Umgestaltung der politischen, wirtschaftlichen und religiösen Institutionen der Länder des Grossen Mittleren Ostens will, um sie fest an die euro-atlantische Achse zu schweissen. Diese Dekomposition zielt auch auf religiöse Werte. Man sieht es an der Idee, einen ›Heiligen Islamischen Staat‹ zu schaffen und dessen Territorium von der herrschenden wahabitischen Saoud-Familie zu trennen. Es geht darum, religiöse Prinzipien zu debattieren, um in der Lage zu sein, sie zu modifizieren. Erklärtes Ziel ist, die Denkweisen der Muslime zu verändern, damit diese die politischen, ökonomischen und philosophischen Prinzipien übernehmen, die den Westen beherrschen. Ethnische Umstrukturierung und Umstrukturierung des religiösen Denkens der Bewohner des Nahen und Mittleren Ostens – das sind die beiden Waffen, die von den Führungsspitzen in Washington und Brüssel benutzt werden, um die gesamte Region umzustürzen. 1

Nachfolgend den die neue Weltordnung skizzierenden Artikel; diese, obwohl von den Regierenden ganz offiziell im Munde geführt, beschäftigt offenbar so gut wie keinen unserer Parlamentarier, geschweige denn, dass sie auf breiter Ebene zum Nachdenken anregen würde.

Die »neue Weltordnung« – ein Angriff auf den Islam – Von Pierre Hillard
Die Babylonische Konstruktion der Blockbildung 2 : Sie ist wesentlich mehr als eine Ideologie,  sie ist eine totalitäre Mystik. Die muslimische Welt, die Ende 2010 erbebte und seit 2011 brodelt, erfährt Umwälzungen, die die diplomatischen Kreise aller Kontinente überrascht haben. Massendemonstrationen erschüttern die aus dem Zweiten Weltkrieg oder der Entkolonialisierung ererbten politischen Strukturen. Auf dem Boden von allgemeiner Armut und Korruption fordern die sunnitischen und schiitischen Massen radikale Veränderungen. Demokratie, freie Wahlen, eine grössere Medienfreiheit und weitere Elemente, die dazu angetan sind, die Entfaltung des Menschen zu fördern, sollen künftig die politischen muslimischen Strukturen bestimmen. Diese Forderungen können den Regierungen und der öffentlichen Meinung in den europäischen und amerikanischen Ländern nur gefallen. Diese idyllische Vorstellung muss jedoch aus dem Blickwinkel der politischen Realität untersucht werden. Denn »die menschliche Komödie«, die Honoré de Balzac in seinen Romanen vielschichtig beschreibt, hat uns gelehrt, dass die grossen Ereignisse immer die Frucht der Handlungen einer Elite sind. Die Massen sind immer als Instrument zugunsten einer wohldefinierten Politik benutzt worden. »Schüttelt das Volk, bevor ihr davon Gebrauch macht«, beliebte der Diplomat Charles-Maurice de Talleyrand zu sagen, der sich in dieser Domäne sehr gut auskannte.

Vorbereitungen für die grundlegenden Strukturen der neuen Weltordnung
Um die Umwälzungen, die in den muslimischen Ländern im Gange sind, besser zu verstehen, müssen wir vom Allgemeinen zum Speziellen gehen. Die entscheidende Grundlage, die all diesen Ereignissen zugrunde liegt, ist die Entwicklung der neuen Weltordnung, die  wesentlich mehr ist als nur eine Ideologie: sie ist eine ›Mystik‹. Es geht darum, überall die Entstehung verschiedener Kontinentalblöcke (Europa, Afrika, Nordamerika, Südamerika), die politisch vereint sind und von den gleichen Gesetzen bestimmt werden, zu bilden. Die Gesamtheit dieser Blocks soll die grundlegenden Strukturen einer Weltregierung bilden, die eine gleichförmige und nomadenhafte Menschheit vereint. Diese Politik nimmt mit der Schaffung einer parlamentarischen Versammlung bei den Vereinten Nationen (United Nations Parliamentary Assembly UNPA) unter der Führung des Deutschen Andreas Bummel schon Form an. Eine Weltwährung soll das Ganze strukturieren. Der IWF hat dies bereits im April 2010 verkündet, als er sich für eine von einer Welt-Zentralbank herausgegeben Weltwährung [den Bancor] ausgesprochen hat [vgl. Bericht IWF vom 13. 4. 2010: »Reserve Accumulation und International Monetary Stability«]. Das bedingt die Aufgabe des Dollars und eine komplette Reform des weltweiten Finanzsystems. Diese babylonische Konstruktion kann jedoch nur unter der Bedingung errichtet werden, dass die Denkweisen vereinheitlicht werden. Neben der Einheit des Denkens müssen die gemeinsamen psychologischen Reflexe, ein Konsumgeist und ein entfesselter Hedonismus in die tiefen Bereiche der menschlichen Seele eingraviert werden. Nun aber fügt sich der Islam in dieses System nicht ein. Dies wird durch einen grundsätzlichen unterschiedlichen Wesenszug des Islams im Vergleich zur westlichen Welt verstärkt. Die Länder, die der christlichen Kultur entstammen, machen eine klare Trennung zwischen dem Weltlichen und dem Religiösen. Der Islam hingegen kennt diese Unterscheidung nicht, da in ihm das Weltliche und das Religiöse eng verbunden sind. Der Islam ist gleichzeitig Glaube und Gesetz. Aus diesem Grund hat sich auf islamischem Boden auch nie eine Zivilgesellschaft herausgebildet. Diese auf Fakten beruhende Darstellung muss unbedingt berücksichtigt werden, da sie verständlich macht, dass die westlichen und islamischen Länder sich in zwei Parallelwelten befinden.

Nach dem Fall der Berliner Mauer haben die angelsächsischen Eliten den Rhythmus beschleunigt, indem sie in Kooperation mit Deutschland die Errichtung einer ihren Interessen unterworfenen Europäischen Union vorangetrieben haben. Diese Europäische Union soll theoretisch bis 2015 eine komplette transatlantische Partnerschaft mit der Neuen Welt bilden, die ihrerseits dazu aufgerufen ist, sich im Rahmen einer Nordamerikanischen Union gemäss den Wünschen des Council on Foreign Relations zu vereinigen. Angesichts des Machtzuwachses der asiatischen, insbesondere der chinesischen Welt wollen sich London und Washington die vollständige Kontrolle des Erdöls der Länder des südlichen Mittelmeerraums und des Nahen Ostens sichern. Die mit eigennütziger angelsächsischer Unterstützung erreichte Unabhängigkeit des Südsudans liegt in den reichen Öl-Reserven begründet, die Peking fortan entzogen sind. Diese Politik in Richtung Nord-Afrika und Naher Osten wurde seit 1995 durch die EU, die den ›Barcelona-Prozess‹ lancierte, unterstützt. Das offizielle Ziel war erstens die Festlegung eines gemeinsamen Raumes für Frieden und Stabilität; zweitens die Errichtung einer gemeinsamen Zone des Wohlstands mit einer stetigen Entwicklung einer Freihandelszone und drittens die Annäherung zwischen den Völkern.

Auf Grund wenig überzeugender Resultate beschleunigte die Europäische Kommission im Jahr 2003 durch die Schaffung der ›Europäischen Nachbarschaftspolitik‹ (ENP) das Tempo. Diese besteht darin, den Ländern des Mittelmeerraums das euro-atlantische Modell aufzuzwingen, indem man ihnen eine ganze Reihe von Normen vorlegt, die zu übernehmen sind: z.B. Marktwirtschaft, Achtung der Menschenrechte [wo? Anmerk. politonline] oder Förderung des Rechtsstaats. Im Geiste der ›Europäisten‹ sollen gemeinsame Normen alle Länder des nördlichen und südlichen Mittelmeerraums lenken. Eine vollständige Integration soll zu einer Vereinigung des ›zivilisierten‹ Westens mit dem ›komplizierten‹ Osten führen. Was uns da vorgeschlagen wird, ist der Versuch einer Wiederherstellung des Römischen Imperiums, nun aber mit einer geographischen Ausstülpung in Richtung Nordamerika. Was die Integration angeht, sind die Texte der ENP unmissverständlich: »Das Konzept, das in der europäischen Nachbarschaftspolitik verankert ist, ist das eines Kreises von Ländern, die die grundlegenden Werte und Ziele der EU teilen und die sich für eine immer enger werdende Beziehung einsetzen, die über die Kooperation hinausgeht, was ein bedeutendes wirtschaftliches und politisches Integrationsniveau impliziert.« Auf Grund dieser Dynamik wurde im Jahr 2007 auf Anregung von Präsident Sarkozy hin die Schaffung einer Mittelmeerunion beschlossen. Das offizielle Ziel war die Verstärkung und Beschleunigung des Integrationsprozesses der nördlichen und südlichen Mittelmeer-Anrainerstaaten. Dieses Projekt wurde jedoch auf Druck von Bundeskanzlerin Merkel – und durch die Bertelsmann-Stiftung unterstützt – grundlegend überarbeitet. Auf Grund des wachsenden Gewichts von Deutschland in Zentral- und Ost-Europa haben die französischen Behörden versucht, dieser Tendenz entgegenzuwirken, indem sie ein weiteres ›Mitteleuropa‹ im südlichen Mittelmeerraum unter ihrer alleinigen Führung schaffen wollten. Beim ersten Entwurf der Mittelmeer-Union sollten lediglich die Anrainerstaaten daran beteiligt werden. Da Berlin witterte, dass dort ein französischer Einflussbereich geschaffen werden könnte, der ihren Interessen zuwiderläuft, forderte und erreichte es Berlin, dass alle EU-Länder in die Mittelmeer-Union integriert wurden. Angela Merkel formulierte dies folgendermassen:
»Wenn wir jetzt aber zum Beispiel eine Mittelmeerunion aufbauen, an der nur die Mittelmeer-Anrainerstaaten teilnehmen, die sich aber zum Beispiel finanzieller Instrumente der Europäischen Union bedient, dann sage ich voraus, dass dann andere sagen werden: Dann müssen wir auch eine Osteuropa-Union, beispielsweise mit der Ukraine, ins Leben rufen. […] Dann wird etwas passieren, was ich für sehr gefährlich halte. Dann könnte es nämlich sein, dass sich Deutschland mehr von der mittel- und osteuropäischen Seite und Frankreich mehr von der Mittelmeerseite tangiert fühlt. Das würde Spannungskräfte innerhalb Europas wachrufen, die ich nicht möchte. Deshalb muss klar sein: Die Mittelmeerverantwortlichkeit ist auch für einen Nordeuropäer vorhanden, genauso wie die Zukunft der Grenzen zu Russland und zur Ukraine auch Sache derer ist, die am Mittelmeer beheimatet sind. Wenn wir diese Kraft nicht mehr aufbringen, dann verfällt aus meiner Sicht die Europäische Union in ihrem Kernbereich.« Präsident Sarkozy gab nach und erlaubte Deutschland, dem grössten europäischen Beitragszahler, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Aufrechterhaltung seines Einflusses in Ost-Europa unter Ausweitung und Verstärkung seiner Verbindungen zum südlichen Mittelmeerraum. Dieser deutsche Sieg, der von nun an ›Barcelona-Prozess: Mittelmeer-Union‹ heisst, wurde zu einer schwerwiegenden Niederlage für die französische Diplomatie.

Die geplante Vernichtung
Der 7. Februar 2004 kann als offizieller Startschuss für die staatliche und zivilisatorische Umstrukturierungspolitik in den muslimischen Ländern von Marokko bis Afghanistan bezeichnet werden. Anlässlich der 40. Münchner Sicherheitskonferenz unter der Ägide der NATO, präsentierte Joschka Fischer, damals Aussenminister von Bundeskanzler Schröder, ein wahrhaft politisches Programm, das in Absprache mit der USA auf die muslimischen Länder anzuwenden sei. Als Berichterstatter über die Tätigkeiten der amerikanischen [namentlich Rand Corporation, Carnergie Endowment for International Peace, National Endowment for Democracy] resp. der deutschen Think tanks [namentlich Bertelsmann-Stiftung], erinnert Fischer an die Notwendigkeit der Schaffung einer gemeinsamen europäisch-amerikanischen Strategie: Erstens: Beginn eines gemeinsamen Mittelmeer-Prozesses zwischen NATO und Europäischer Union, zweitens Lancierung einer ›Erklärung für eine gemeinsame Zukunft‹ für alle Länder des Nahen und Mittleren Ostens. Neben der Auferlegung von Reformen in den Bereichen Politik, Wirtschaft und Militär nach dem Vorbild der NATO, schlug der deutsche Aussenminister eine vollständige Neufassung der Rechtsordnung, des Bildungs- und Sozialbereichs, die Schaffung von NGOs, die Entwicklung von Zivilgesellschaften, die Förderung der Menschenrechte im allgemeinen und die Gleichstellung der Geschlechter im speziellen vor, und dies in der Gesamtheit der  muslimischen Länder. All diese Massnahmen sollen nach den Worten von Fischer »die Integration ihrer Volkswirtschaften« fördern, alles »auf der Überzeugung basierend, dass die Modernisierung des erweiterten Nahen Ostens für unsere gemeinsame Sicherheit im 21. Jahrhundert entscheidend sein wird. Der Einbezug der Bevölkerungen des Nahen und Mittleren Ostens bei den ›Errungenschaften‹ der Globalisierung hat daher für uns grösste Bedeutung.«

Diese revolutionären Massnahmen, die das Ziel verfolgen, die muslimische Welt in die euro-atlantischen und globalisierenden Grundsätze einzubetten, wurden am 27. Februar 2004 durch die Unterzeichnung des ›Deutsch-amerikanischen Bündnisses für das 21. Jahrhundert‹ durch Bundeskanzler Schröder und Präsident Bush in Washington bestätigt. Neben der Bestätigung der in München beschlossenen Massnahmen wird in diesem Abkommen folgendes festgehalten: »Wir müssen eine echte Partnerschaft aufbauen, die Europa und Amerika mit den Ländern des Nahen und Mittleren Ostens verbindet, um mit den Staaten und Völkern dieser Region in einem Rahmen zusammenarbeiten zu können, der die Erfüllung bestimmter Ziele und ein friedliches Nebeneinanderleben ermöglicht […].« Diese Aussagen passen sehr genau zu den Zielen der unter der Bush-Regierung lancierten Politik des ›Grossen Mittleren Ostens‹, die im Jahre 2006 in der Zeitschrift Foreign Affairs in einem Artikel von Richard Haass, dem Präsidenten des Council on Foreign Relations, in ›Neuer Mittlerer Osten‹ [New Middle East] umgetauft worden ist. Diese europäisch-amerikanische Zusammenarbeit ist um so bedeutungsvoller, als sie in den Arbeiten der Bertelsmann-Stiftung, die eine zweispurige Politik gegenüber Israel und der muslimischen Welt entwickelt hat, wieder aufgenommen worden ist. In einem ersten Schritt handelt es sich darum, im Rahmen des ›Deutsch-jüdischen Dialogs‹ Israel in die politische, wirtschaftliche und militärische euro-atlantische Konstruktion zu integrieren. Der jüdische Staat muss eine Säule des Judentums in Verbindung mit zwei anderen Säulen bilden: derjenigen des europäischen und derjenigen des amerikanischen Judentums. In einem zweiten Schritt kann diese Politik nur dann umgesetzt werden, wenn es gelingt, die muslimische Welt an die beschriebene geopolitische Konstruktion anzubinden. Das ist die wirkliche Bedeutung der Kronberger Gespräche, die seit 1995 die Plattform für Gespräche zwischen Euro-Amerikanern und muslimischen Eliten bilden, um letztere dazu zu bewegen, die euro-atlantischen politisch-philosophischen Grundsätze auf die internen Strukturen der nordafrikanischen und nahöstlichen Länder anzuwenden. Allerdings stossen diese Diskussionen wegen der Unzertrennbarkeit der weltlichen und religiösen Regeln im Islam auf grosse Schwierigkeiten. An diesem Punkt hat nun die amerikanische Regierung begonnen, offen Stellung zu nehmen.

Zweites Vatikanisches Konzil des Islams
Im Juni 2006 erschien in einem von Ralph Peters gezeichneten und in der amerikanischen ›Militärzeitung Armed Forces Journal‹ (AFJ) veröffentlichten Artikel mit dem Titel ›Blood Borders‹ eine Karte, die die Neuordnung des Nahen Ostens auf Grund ethnischer und religiöser Kriterien aufzeigt. Alle Länder dieser Region haben total veränderte Grenzen. Der Autor orientiert sich sehr stark an den Arbeiten des britischen Islam-Wissenschafters Bernard Lewis, der dem Obama-Berater Zbigniew Brzezinski nahesteht. Lewis ist der Schöpfer des Begriffs ›Clash of Civilisations‹, den Samuel Huntington mit Erfolg aufgriff. Für Bernard Lewis geht es darum, die islamische Welt zu ›balkanisieren‹, um dann Mini-Ölstaaten zu gründen, die leichter zu kontrollieren sind. Ein entsprechendes Umstrukturierungsmodell wurde unter dem Namen ›Crescent of Crisis‹ im Time Magazine im Januar 1979 vorgestellt. Diese komplette Umstrukturierung beruht auf dem Prinzip von ›teile und herrsche‹. Doch neben dem politisch-ökonomischen Bereich wird die muslimische Welt von den Globalisierungskräften auch in ihrem, in unseren materialistisch geprägten Ländern kaum bekannten, zentralsten Bereich angegriffen: die neue Karte zeigt eine revolutionäre Umgestaltung, nämlich einen die Städte Mekka und Medina umfassenden ›heiligen islamischen Staat‹ inmitten eines auseinandergerissenen Saudi-Arabiens, dessen Zerstörung fatale Auswirkungen auf die Weltwirtschaft (Versorgung mit Erdöl) und auf die Stabilität des Dollars haben könnte.

Ralf Peters beschreibt diese grundlegenden Veränderungen folgendermassen: »Die Hauptursache für die fehlenden Veränderungen in der muslimischen Welt liegt in der Behandlung von Mekka und Medina, die von der saudischen Familie als ihre Hochburg betrachtet werden. Die heiligen Stätten des Islams, die sich unter der Kontrolle der Staatspolizei eines der bigottesten und repressivsten Regimes der Welt befindet, haben es der saudischen Herrscherdynastie ermöglicht, ihren intoleranten und gleichzeitig disziplinierten wahhabitischen Glauben weit über ihre Grenzen hinaus zu verbreiten. […] Stellen Sie sich vor, wieviel besser sich die muslimische Welt fühlen würde, wenn Mekka und Medina von einem wechselnden Repräsentativrat, der sich aus Vertretern der verschiedenen islamischen Schulen und Bewegungen der Welt zusammensetzte, in einem heiligen islamischen Staat, einer Art muslimischem Super-Vatikan, regiert würden, einem Staat, in dem die Zukunft des islamischen Glaubens diskutiert statt willkürlich festgelegt würde.« Wenn man davon spricht, die muslimische Welt in die euro-atlantische Achse und die Grundsätze der neuen  Weltordnung zu integrieren, so wäre dies nur mit einer radikalen Veränderung der religiösen Bezüge möglich, was automatisch auch massive Umwälzungen im politischen, wirtschaftlichen, sozialen und psychologischen Bereich nach sich ziehen würde. Die Globalisierungskräfte wollen diese Taufe erzwingen, um die Herausbildung eines Pantheismus zu ermöglichen. Die Schaffung eines ›heiligen islamischen Staates‹ und eines ›wechselnden Repräsentativrates‹, der in der Lage wäre, die Religion von innen heraus zu verändern, entspricht der Einrichtung eines zweiten Vatikanischen Konzils des Islams. Zur Erinnerung: Da die Lehre der katholischen Kirche mit der Doktrin der Globalisierung unvereinbar war, wurde es nötig, eine umfassende Neubearbeitung (›aggiornamento‹) durch das zweite Vatikanische Konzil (1962–1965) in Angriff zu nehmen, um den Nachfolgern des heiligen Petrus zu ermöglichen, die katholische Lehre im Rahmen einer im Tempel der Vereinten Nationen gefeierten umgekehrten Agape der Globalisierungsideologie unterzuordnen. Dies wurde von Johannes XXIII. eindeutig bestätigt, der in seiner Enzyklika «Pacem in Terris» von 1963 an die Notwendigkeit einer «supranationalen oder globalen Macht» erinnerte, die ohne Gewalt errichtet ›die Schaffung einer juristisch-politischen Organisation der Weltgemeinschaft‹ erlaube. Diese Aussage griff Papst Benedikt XVI. in seiner Weihnachtsbotschaft 2005 wieder auf, indem er die Menschheit ermutigte, sich am ›Aufbau einer neuen Weltordnung‹ zu beteiligen. Dieser Papst bekräftigte sein Engagement in seiner Enzyklika ›Veritas in Caritate‹ im Jahr 2009, indem er zur Schaffung einer ›weltpolitischen Behörde‹ in Verbindung mit der UNO aufrief. Es ist der gleiche Vorgang, der nun die islamischen Länder erwartet, wenn die Pläne zur vollständigen Umstrukturierung der geographischen Zone von Marokko bis Afghanistan umgesetzt werden. Diese Politik des ›solve et coagula‹ – auflösen und neu formen – wird zwangsläufig zu Kämpfen zwischen Sunniten und Schiiten, zwischen Muslimen und Christen und zu einer brutalen Auseinandersetzung mit dem Zionismus führen. Aus diesem in Fusion begriffenen Magma, aus diesem durch die Globalisierungskräfte verursachten Chaos soll in der Theorie ein ›aufgeklärter Islam‹ hervorgehen, der dann in die Dogmen der Global Governance integriert werden kann.

Die Stunde der Wahrheit ist gekommen.
Die Urheber dieses Dramas mit unabsehbaren Folgen für Politik, Wirtschaft, Ressourcen und Menschenleben folgen buchstäblich den berühmten Versen in Goethes Gedicht ›Der Zauberlehrling‹, in dem dieser ausruft: »Die Geister, die ich rief, werd’ ich nun nicht los.«

1 Quelle: http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/56503   8. 9. 2006
Interview mit Dr. Pierre Hillard: Es ist zu befürchten, dass auf dem jetzt eingeschlagenen Weg sehr viel Blut fliessen wird; auszugsweise. Dr. Pierre Hillard – docteur en science politique – ist Spezialist für die deutsch-französischen Beziehungen und Autor mehrerer Publikationen über die Zerschlagung von Staaten nach ethnischen Kriterien. Zuletzt erschien 2010  »La décomposition des nations européennes. De l’Union euro-Atlantique à l’État mondial«, Éditions François-Xavier de Guibert, Paris; Hervorhebungen durch politonline
2 Quelle: http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=48   Zeit-Fragen Nr. 11 vom 25. 3. 11
Übersetzung durch Zeit-Fragen

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Eingereicht von Wilfried Gierden am 27. Mär 2011 – 17:51 Uhr

Yellow Cake, ein pulverförmiges Gemisch aus Uranverbindungen. Es ist der Ausgangsstoff für die Produktion von Brennstäben, welcher in Kernkraftwerken die zur Energiegewinnung erforderliche Wärme erzeugt. Wird derzeit bedingt durch den Super-GAU (ANM.: im KKW Fukushima 1, Japan), der laut Meinung vieler Experten bereits stattgefunden hat, von Kernenergie gesprochen, so liegt dabei der Fokus auf der eigentlichen Kernspaltung in Reaktoren. Durch die Spaltung der Atomkerne wird eine hohe Energie in Form von Wärme freigesetzt, die dazu genutzt wird, eine Turbine anzutreiben, die verbunden mit einem Generator den Strom erzeugt.

Doch die Stromerzeugung sind längst nicht alle Glieder in der gefährlichen und unberechenbaren Atom-Kette. In seinem Dokumentationsfilm „Yellow Cake – Die Lüge von der sauberen Energie“ zeigt Regisseur Joachim Tschirner in eindrucksvoller und ermahnender Weise, dass die Gewinnung des für die Kernkraft wichtigen Uranerzes, ein ebenso gefährliches wie unverantwortliches Glied in dieser Atom-Kette darstellt. Ganze Landstriche werden durch den Abbau des Uranerzes zerstört, verunstaltet und radioaktiv verseucht. Wer nun denkt, dass sei ganz weit von Deutschland weg, der irrt. Denn in Thüringen und Sachsen werden die stillgelegten Bergwerke der Wismut seit 1991 saniert und ein Ende ist noch nicht abzusehen. Die bisher eingeplanten mehr als sechs Milliarden Euro werden dabei wohl bei weitem nicht ausreichen. Ein Betrag, der ebenso wie die Endlagerung bei den Strompreisen keine Berücksichtigung findet und letztendlich von der Allgemeinheit getragen werden muss.

Am Montag, 21. März 2011 zeigte die Eifel-Film-Bühne in Hillesheim die 108 Minuten lange Dokumentation über die Gewinnung von Uranerz. Ausgehend von Sachsen und Thüringen in Deutschland geht die „Uranerz-Reise“ nach Namibia, Australien und Kanada. Anschließend an die Vorführung, luden Regisseur Joachim Tschirner und Fachbuchautor (“Störfall Atomkraft“) Karl-W. Koch zur Diskussion ein. Rund 200 interessierte Besucher nutzten das Angebot des kleinen Programmkinos in Hillesheim und beteiligten sich nach der Filmvorstellung rege am Gespräch mit Regisseur und Fachbuchautor. Eine gelungene Veranstaltung, welche – so ist zu hoffen – das Thema Kernenergie in der Gesellschaft weiter sensibilisieren wird.

Denn eins ist klar, die Kernenergie produziert nur für einen billigen Strom, nämlich für die Betreiber von Kernkraftwerken. Die Kosten für Gesundheit, Zerstörung von Natur- und Umwelt und die Endlagerung wird die Allgemeinheit durch Steuern oder andere Kosten tragen müssen und das noch für viele Generationen.

http://www.yellowcake-derfilm.de/index.php?id=52

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27. März 2011, von Arne Jungjohann
Die Atomlobby beschwichtigt dieser Tage, dass in den USA ein so starkes Erdbeben oder gar Tsunami wie in Japan unwahrscheinlich sei. Schaut man jedoch, wo AKWs in erdbebengefährdeten Zonen betrieben werden, entpuppen sich einige Meiler als tickende Zeitbomben. Zwei davon, San Onofre und Diabolo Canyon, stehen in Kalifornien.

Wie Reymer Klüver in der Süddeutschen Zeitung berichtet, liegt das kalifornische AKW San Onofre „auf halbem Weg zwischen der südkalifornischen Millionenstadt San Diego und der Megametropole Los Angeles. Mehr als sieben Millionen Menschen leben im Umkreis von nur 80 Kilometern, weit mehr als im selben Radius um Fukushima: Das ist der Stoff, aus dem Megakatastrophen sind.“ Drei sehr aktive Bruchlinien befinden sich in unmittelbarer Nähe: in 35, 70 und 90 Kilometern Entfernung, darunter der berüchtigte San-Andreas-Graben.

Kurios: Nur zwei Wochen vor dem japanischen Tsunami warnten zehn kalifornische Abgeordnete das US-Energieministerium davor, dass beide AKWs in ihrem Bundesstaat anfälliger für Erdbeben seien als bislang angenommen. Besonders die Anlage San Onofre sei entgegen der Angaben des Betreibers nicht gegen Erdbeben und Tsunamis gewappnet. (Übrigens ist auch dieser Reaktor ein Paradebeispiel für die finanziellen Abenteuer, in die Steuerzahler immer wieder von der Atomindustrie hineingerissen werden. Das Kraftwerk wurde 1968 mit 188 Millionen US$ veranschlagt. Am Ende, als die beiden Reaktorblöcke in den 80er Jahren endlich ans Netz gingen, summierten sich die Kosten auf 5,5 Milliarden US$. Alles bezahlt von kalifornischen Stromkunden und Steuerzahlern.)

Wie steht es also um die Sicherheitsstandards bei Erdbeben? Die Behörden des Bundesstaates Kalifornien hätten dazu zwar viel zu sagen, aber haben wenig zu entscheiden. Einmal mehr kommt hier die nationale Atomaufsichtsbehörde NRC ins Spiel. Sie legt die Sicherheitsstandards für Atomkraftwerke fest, überprüft deren Einhaltung und vergibt auf dieser Grundlage Betriebslizenzen. Als der Reaktor Diablo Canyon Mitte der 80er Jahre ans Netz ging, wurde ein Notfallplan im Falle eines Erdbebens nicht verlangt, wie Kris Kerham in der Huffington Post erläutert. Ein schweres Versäumnis der NRC, die sogar entsprechende Forderungen bekämpfte, dass ein solcher Erdbeben-Notfallplan verpflichtend für kalifornische Kraftwerke eingeführt wird. Es besteht also Nachholbedarf. Die NRC dürfe die Erdbebengefahr nicht länger ignorieren, fordert zum Beispiel der republikanische State Senator Sam Blakeslee, ein Geophysiker mit Schwerpunkt Erdbebenforschung.

Der Druck auf die NRC steigt, schärfere Sicherheitsstandards durchzusetzen. Dieser Tage hat die staatseigene Tennessee Valley Authority (TVA) ihre Pforten geöffnet, um Reportern Einblicke in den Betrieb eines Atomkraftwerkes in Alabama zu liefern. Ein bislang einmaliger Vorgang, der eine Flucht nach vorn gleich kommt, weil sich die kritischen Nachfragen zur atomfreundlichen NRC und den zu laschen Sicherheitsstandards häufen. Die Erdbebendebatte läuft inzwischen quer durch die USA, in Kalifornien, in New York State wie zuvor gebloggt, aber auch in South Carolina. Diese interaktive Karte zeigt, wo AKWs stehen und kürzlich Erdbeben gemessen wurden bzw. wo die 15 größten Erdbeben in der Geschichte der USA ganze Landstriche ins Wanken brachten. Das stärkste Erdbeben in ihrer Geschichte erlebten die USA pazifischen Nordwesten um 1700 als noch keine AKWs betrieben wurden. Die Zeiger der Richterskala wären bis auf 9,0 ausgeschlagen, also fast die gleiche Stärke wie das Beben vor der japanischen Küste.

Angst vor Beben in Kalifornien

von Daniel Huber – Erst bebte die Erde in Chile, dann in Neuseeland, schliesslich in Japan. Manche fürchten, nun sei Kalifornien an der Reihe. Dort ist ein Erdstoss überfällig.

Unter dem Titel «Das furchterregendste Erdbeben kommt erst noch» beschreibt der britische Journalist Simon Winchester im amerikanischen Magazin «Newsweek» ein äusserst beunruhigendes Szenario: Beben auf der einen Seite einer tektonischen Platte hätten oft Auswirkungen an deren anderem Ende. Auf das schwere Erdbeben der Stärke 8,8 auf der Momenten-Magnituden-Skala, das vor einem Jahr Chile erschütterte, seien im Februar der Erdstoss im neuseeländischen Christchurch (6,3) und kurz darauf das verheerende Beben in Japan (9,0) gefolgt. Dies könnte nun wiederum der Auslöser für ein Beben in San Francisco sein.

Tatsächlich ist ein Erdbeben in Kalifornien überfällig. Das bestätigt auch Dr. Donat Fäh vom Schweizerischen Erdbebendienst in Zürich. Doch der Experte warnt vor übereilten Schlussfolgerungen: «Man kann zwar nie etwas ausschliessen, aber bei dieser Sequenz wäre ich eher vorsichtig.» Fäh weist darauf hin, dass die Hauptverwerfung in Kalifornien, der San-Andreas-Graben, keine Subduktionszone ist wie jene, vor der Japan liegt. Der Inselstaat liegt nämlich auf der Eurasischen Platte, aber direkt östlich grenzen die Pazifische und die Philippinische Platte an. Diese beiden schwereren ozeanischen Platten schieben sich unendlich langsam unter die Eurasische Kontinentalplatte, wobei immer wieder gewaltige Spannungen entstehen, die sich dann in Erdstössen entladen.

Seitliche Verwerfung

Im Gegensatz dazu handelt es sich bei der San-Andreas-Verwerfung, die sich in Kalifornien über eine Distanz von über 1000 Kilometern erstreckt, um eine so genannte Transformstörung. Bei solchen Verwerfungen driften tektonische Platten – in diesem Fall die Nordamerikanische und die Pazifische Platte – seitlich aneinander vorbei. Auch solche Störungszonen sind erdbebengefährdet; doch hier sind die freigesetzten Energien in aller Regel geringer als bei Erdstössen in Subduktionszonen, wie Fäh betont. Die ganz grossen Erdbeben, die «9er», wie Fäh sagt, treten nahezu ausschliesslich in Subduktionszonen auf.

Zwar ist auch Kalifornien schon von verheerenden Erdbeben heimgesucht worden – in unguter Erinnerung ist zum Beispiel das Erdbeben von 1906, das San Francisco verwüstete. Jedoch erreichte auch dieser Erdstoss, bei dem sich die Platten ruckartig um mehrere Meter gegeneinander verschoben, lediglich eine Stärke von 7,8. Die Momenten-Magnituden-Skala ist allerdings nicht der einzige Faktor, der das Ausmass der Schäden eines Erdbebens bestimmt. Das Erdbeben von Christchurch beispielseise richtete enorme Schäden an, weil die Stadt auf einem Flussdelta erbaut wurde, wo der Untergrund bei einem Erdstoss extrem unstabil wird. Solche wasserhaltigen, sandigen Böden werden bei starken Erschütterungen gewissermassen verflüssigt. Noch wichtiger ist die Distanz des Erdbebenherds zur Oberfläche; je dichter er bei der Oberfläche liegt, desto schlimmer das Beben.

Fatale vierte Ecke?

Daher könnte auch ein Erdbeben von geringerer Magnitude als das Superbeben in Japan in Kalifornien gewaltige Schäden verursachen. Winchester sieht eben ein solches unmittelbar bevorstehen, wenn er argumentiert, dass an drei Ecken der Pazifischen Platte – Christchurch im Südwesten, Japan im Nordwesten und Chile im Südosten – innerhalb eines Jahres katastrophale Beben aufgetreten seien und jetzt nur noch die vierte Ecke – eben Kalifornien – nicht betroffen sei. Geophysiker teilen diese Auffassung jedoch nicht. Nathan Bangs vom University of Texas Institute for Geophysics sieht keine Belege dafür, dass zwischen den erwähnten Beben eine Verbindung besteht.

Zwar können Erdbeben tatsächlich andere Erdstösse auslösen, aber nur in einem räumlich bedeutend engeren Zusammenhang. Die Pazifische Platte ist jedoch die grösste tektonische Platte unseres Planeten; zwischen Japan und Kalifornien liegen tausende von Kilometern. Überdies liegt zwischen Chile – das Winchester ja ebenfalls aufzählt – und der Pazifischen Platte noch die Nazca-Platte.

Das heisst jedoch keineswegs, dass San Francisco und Los Angeles nichts zu befürchten haben. Das nächste Beben in Kalifornien kommt so sicher wie das Amen in der Kirche – einer Studie zufolge wird ein schwerer Erdstoss den US-Bundesstaat mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit innerhalb der nächsten 30 Jahre erschüttern, wie «Spiegel Online» bereits 2008 berichtete. In diesem Sinne dürfte Winchester mit seinem Titel Recht behalten.

http://www.20min.ch/wissen/news/story/Kommt-jetzt-das-grosse-Beben-in-San-Francisco–23227844

Quelle

http://klima-der-gerechtigkeit.de/2011/03/27/kalifornien-tickende-zeitbomben-atom-atomausstieg-usa-fukushima/

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