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Posts Tagged ‘Kernkraftwerk’


Eingereicht von Wilfried Gierden am 27. Mär 2011 – 17:51 Uhr

Yellow Cake, ein pulverförmiges Gemisch aus Uranverbindungen. Es ist der Ausgangsstoff für die Produktion von Brennstäben, welcher in Kernkraftwerken die zur Energiegewinnung erforderliche Wärme erzeugt. Wird derzeit bedingt durch den Super-GAU (ANM.: im KKW Fukushima 1, Japan), der laut Meinung vieler Experten bereits stattgefunden hat, von Kernenergie gesprochen, so liegt dabei der Fokus auf der eigentlichen Kernspaltung in Reaktoren. Durch die Spaltung der Atomkerne wird eine hohe Energie in Form von Wärme freigesetzt, die dazu genutzt wird, eine Turbine anzutreiben, die verbunden mit einem Generator den Strom erzeugt.

Doch die Stromerzeugung sind längst nicht alle Glieder in der gefährlichen und unberechenbaren Atom-Kette. In seinem Dokumentationsfilm „Yellow Cake – Die Lüge von der sauberen Energie“ zeigt Regisseur Joachim Tschirner in eindrucksvoller und ermahnender Weise, dass die Gewinnung des für die Kernkraft wichtigen Uranerzes, ein ebenso gefährliches wie unverantwortliches Glied in dieser Atom-Kette darstellt. Ganze Landstriche werden durch den Abbau des Uranerzes zerstört, verunstaltet und radioaktiv verseucht. Wer nun denkt, dass sei ganz weit von Deutschland weg, der irrt. Denn in Thüringen und Sachsen werden die stillgelegten Bergwerke der Wismut seit 1991 saniert und ein Ende ist noch nicht abzusehen. Die bisher eingeplanten mehr als sechs Milliarden Euro werden dabei wohl bei weitem nicht ausreichen. Ein Betrag, der ebenso wie die Endlagerung bei den Strompreisen keine Berücksichtigung findet und letztendlich von der Allgemeinheit getragen werden muss.

Am Montag, 21. März 2011 zeigte die Eifel-Film-Bühne in Hillesheim die 108 Minuten lange Dokumentation über die Gewinnung von Uranerz. Ausgehend von Sachsen und Thüringen in Deutschland geht die „Uranerz-Reise“ nach Namibia, Australien und Kanada. Anschließend an die Vorführung, luden Regisseur Joachim Tschirner und Fachbuchautor (“Störfall Atomkraft“) Karl-W. Koch zur Diskussion ein. Rund 200 interessierte Besucher nutzten das Angebot des kleinen Programmkinos in Hillesheim und beteiligten sich nach der Filmvorstellung rege am Gespräch mit Regisseur und Fachbuchautor. Eine gelungene Veranstaltung, welche – so ist zu hoffen – das Thema Kernenergie in der Gesellschaft weiter sensibilisieren wird.

Denn eins ist klar, die Kernenergie produziert nur für einen billigen Strom, nämlich für die Betreiber von Kernkraftwerken. Die Kosten für Gesundheit, Zerstörung von Natur- und Umwelt und die Endlagerung wird die Allgemeinheit durch Steuern oder andere Kosten tragen müssen und das noch für viele Generationen.

http://www.yellowcake-derfilm.de/index.php?id=52

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27. März 2011, von Arne Jungjohann
Die Atomlobby beschwichtigt dieser Tage, dass in den USA ein so starkes Erdbeben oder gar Tsunami wie in Japan unwahrscheinlich sei. Schaut man jedoch, wo AKWs in erdbebengefährdeten Zonen betrieben werden, entpuppen sich einige Meiler als tickende Zeitbomben. Zwei davon, San Onofre und Diabolo Canyon, stehen in Kalifornien.

Wie Reymer Klüver in der Süddeutschen Zeitung berichtet, liegt das kalifornische AKW San Onofre „auf halbem Weg zwischen der südkalifornischen Millionenstadt San Diego und der Megametropole Los Angeles. Mehr als sieben Millionen Menschen leben im Umkreis von nur 80 Kilometern, weit mehr als im selben Radius um Fukushima: Das ist der Stoff, aus dem Megakatastrophen sind.“ Drei sehr aktive Bruchlinien befinden sich in unmittelbarer Nähe: in 35, 70 und 90 Kilometern Entfernung, darunter der berüchtigte San-Andreas-Graben.

Kurios: Nur zwei Wochen vor dem japanischen Tsunami warnten zehn kalifornische Abgeordnete das US-Energieministerium davor, dass beide AKWs in ihrem Bundesstaat anfälliger für Erdbeben seien als bislang angenommen. Besonders die Anlage San Onofre sei entgegen der Angaben des Betreibers nicht gegen Erdbeben und Tsunamis gewappnet. (Übrigens ist auch dieser Reaktor ein Paradebeispiel für die finanziellen Abenteuer, in die Steuerzahler immer wieder von der Atomindustrie hineingerissen werden. Das Kraftwerk wurde 1968 mit 188 Millionen US$ veranschlagt. Am Ende, als die beiden Reaktorblöcke in den 80er Jahren endlich ans Netz gingen, summierten sich die Kosten auf 5,5 Milliarden US$. Alles bezahlt von kalifornischen Stromkunden und Steuerzahlern.)

Wie steht es also um die Sicherheitsstandards bei Erdbeben? Die Behörden des Bundesstaates Kalifornien hätten dazu zwar viel zu sagen, aber haben wenig zu entscheiden. Einmal mehr kommt hier die nationale Atomaufsichtsbehörde NRC ins Spiel. Sie legt die Sicherheitsstandards für Atomkraftwerke fest, überprüft deren Einhaltung und vergibt auf dieser Grundlage Betriebslizenzen. Als der Reaktor Diablo Canyon Mitte der 80er Jahre ans Netz ging, wurde ein Notfallplan im Falle eines Erdbebens nicht verlangt, wie Kris Kerham in der Huffington Post erläutert. Ein schweres Versäumnis der NRC, die sogar entsprechende Forderungen bekämpfte, dass ein solcher Erdbeben-Notfallplan verpflichtend für kalifornische Kraftwerke eingeführt wird. Es besteht also Nachholbedarf. Die NRC dürfe die Erdbebengefahr nicht länger ignorieren, fordert zum Beispiel der republikanische State Senator Sam Blakeslee, ein Geophysiker mit Schwerpunkt Erdbebenforschung.

Der Druck auf die NRC steigt, schärfere Sicherheitsstandards durchzusetzen. Dieser Tage hat die staatseigene Tennessee Valley Authority (TVA) ihre Pforten geöffnet, um Reportern Einblicke in den Betrieb eines Atomkraftwerkes in Alabama zu liefern. Ein bislang einmaliger Vorgang, der eine Flucht nach vorn gleich kommt, weil sich die kritischen Nachfragen zur atomfreundlichen NRC und den zu laschen Sicherheitsstandards häufen. Die Erdbebendebatte läuft inzwischen quer durch die USA, in Kalifornien, in New York State wie zuvor gebloggt, aber auch in South Carolina. Diese interaktive Karte zeigt, wo AKWs stehen und kürzlich Erdbeben gemessen wurden bzw. wo die 15 größten Erdbeben in der Geschichte der USA ganze Landstriche ins Wanken brachten. Das stärkste Erdbeben in ihrer Geschichte erlebten die USA pazifischen Nordwesten um 1700 als noch keine AKWs betrieben wurden. Die Zeiger der Richterskala wären bis auf 9,0 ausgeschlagen, also fast die gleiche Stärke wie das Beben vor der japanischen Küste.

Angst vor Beben in Kalifornien

von Daniel Huber – Erst bebte die Erde in Chile, dann in Neuseeland, schliesslich in Japan. Manche fürchten, nun sei Kalifornien an der Reihe. Dort ist ein Erdstoss überfällig.

Unter dem Titel «Das furchterregendste Erdbeben kommt erst noch» beschreibt der britische Journalist Simon Winchester im amerikanischen Magazin «Newsweek» ein äusserst beunruhigendes Szenario: Beben auf der einen Seite einer tektonischen Platte hätten oft Auswirkungen an deren anderem Ende. Auf das schwere Erdbeben der Stärke 8,8 auf der Momenten-Magnituden-Skala, das vor einem Jahr Chile erschütterte, seien im Februar der Erdstoss im neuseeländischen Christchurch (6,3) und kurz darauf das verheerende Beben in Japan (9,0) gefolgt. Dies könnte nun wiederum der Auslöser für ein Beben in San Francisco sein.

Tatsächlich ist ein Erdbeben in Kalifornien überfällig. Das bestätigt auch Dr. Donat Fäh vom Schweizerischen Erdbebendienst in Zürich. Doch der Experte warnt vor übereilten Schlussfolgerungen: «Man kann zwar nie etwas ausschliessen, aber bei dieser Sequenz wäre ich eher vorsichtig.» Fäh weist darauf hin, dass die Hauptverwerfung in Kalifornien, der San-Andreas-Graben, keine Subduktionszone ist wie jene, vor der Japan liegt. Der Inselstaat liegt nämlich auf der Eurasischen Platte, aber direkt östlich grenzen die Pazifische und die Philippinische Platte an. Diese beiden schwereren ozeanischen Platten schieben sich unendlich langsam unter die Eurasische Kontinentalplatte, wobei immer wieder gewaltige Spannungen entstehen, die sich dann in Erdstössen entladen.

Seitliche Verwerfung

Im Gegensatz dazu handelt es sich bei der San-Andreas-Verwerfung, die sich in Kalifornien über eine Distanz von über 1000 Kilometern erstreckt, um eine so genannte Transformstörung. Bei solchen Verwerfungen driften tektonische Platten – in diesem Fall die Nordamerikanische und die Pazifische Platte – seitlich aneinander vorbei. Auch solche Störungszonen sind erdbebengefährdet; doch hier sind die freigesetzten Energien in aller Regel geringer als bei Erdstössen in Subduktionszonen, wie Fäh betont. Die ganz grossen Erdbeben, die «9er», wie Fäh sagt, treten nahezu ausschliesslich in Subduktionszonen auf.

Zwar ist auch Kalifornien schon von verheerenden Erdbeben heimgesucht worden – in unguter Erinnerung ist zum Beispiel das Erdbeben von 1906, das San Francisco verwüstete. Jedoch erreichte auch dieser Erdstoss, bei dem sich die Platten ruckartig um mehrere Meter gegeneinander verschoben, lediglich eine Stärke von 7,8. Die Momenten-Magnituden-Skala ist allerdings nicht der einzige Faktor, der das Ausmass der Schäden eines Erdbebens bestimmt. Das Erdbeben von Christchurch beispielseise richtete enorme Schäden an, weil die Stadt auf einem Flussdelta erbaut wurde, wo der Untergrund bei einem Erdstoss extrem unstabil wird. Solche wasserhaltigen, sandigen Böden werden bei starken Erschütterungen gewissermassen verflüssigt. Noch wichtiger ist die Distanz des Erdbebenherds zur Oberfläche; je dichter er bei der Oberfläche liegt, desto schlimmer das Beben.

Fatale vierte Ecke?

Daher könnte auch ein Erdbeben von geringerer Magnitude als das Superbeben in Japan in Kalifornien gewaltige Schäden verursachen. Winchester sieht eben ein solches unmittelbar bevorstehen, wenn er argumentiert, dass an drei Ecken der Pazifischen Platte – Christchurch im Südwesten, Japan im Nordwesten und Chile im Südosten – innerhalb eines Jahres katastrophale Beben aufgetreten seien und jetzt nur noch die vierte Ecke – eben Kalifornien – nicht betroffen sei. Geophysiker teilen diese Auffassung jedoch nicht. Nathan Bangs vom University of Texas Institute for Geophysics sieht keine Belege dafür, dass zwischen den erwähnten Beben eine Verbindung besteht.

Zwar können Erdbeben tatsächlich andere Erdstösse auslösen, aber nur in einem räumlich bedeutend engeren Zusammenhang. Die Pazifische Platte ist jedoch die grösste tektonische Platte unseres Planeten; zwischen Japan und Kalifornien liegen tausende von Kilometern. Überdies liegt zwischen Chile – das Winchester ja ebenfalls aufzählt – und der Pazifischen Platte noch die Nazca-Platte.

Das heisst jedoch keineswegs, dass San Francisco und Los Angeles nichts zu befürchten haben. Das nächste Beben in Kalifornien kommt so sicher wie das Amen in der Kirche – einer Studie zufolge wird ein schwerer Erdstoss den US-Bundesstaat mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit innerhalb der nächsten 30 Jahre erschüttern, wie «Spiegel Online» bereits 2008 berichtete. In diesem Sinne dürfte Winchester mit seinem Titel Recht behalten.

http://www.20min.ch/wissen/news/story/Kommt-jetzt-das-grosse-Beben-in-San-Francisco–23227844

Quelle

http://klima-der-gerechtigkeit.de/2011/03/27/kalifornien-tickende-zeitbomben-atom-atomausstieg-usa-fukushima/

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Wie die Bundesregierung sauberen Strom aus Norwegen blockiert

REPORT MAINZ

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War ein Erdbeben schuld an der Reaktorkatastrophe? Tschernobyl ist wohl jedem ein Begriff. Die folgende Doku wurde einmalig 1998 ausgestrahlt. Folgt man den recherchierten Fakten und Aussagen von Wissenschaftler wird eines sehr deutlich, die offizielle Theorie über Tschernobyl ist nicht haltbar! Was sollte hier vertuscht werden?

War ein Erdbeben schuld an der Reaktorkatastrophe? Mittlerweile sind Unterlagen vom KGB bekannt, denen zufolge es unter Erwartung schwerer Strafen verboten war, die Wahrheit über die Reaktorkatastrophe zu veröffentlichen. Das war durchaus im Sinne der Atombetreiber – auch und vielleicht besonders aus anderen Ländern.
Wurde der Reaktortyp von Tschernobyl ein knappes Jahr vor dem Unfall noch von deutschen Fachleuten gelobt – der technische Standard sei dem hiesigen vergleichbar – galt plötzlich die Parole von der unsicheren sowjetischen (später der russischen) Atomtechnologie. Es handelt sich um kerntechnische Anlagen – deshalb soll hier keinesfalls auch nur einer davon eine sicherheitstechnische Absolution erteilt werden.
Der wahre Grund von Tschernobyl? Ein Film von Bente Milton.
Deutsche Fassung: Falk Wienecke, NDR/arte-Koproduktion. Erst-Sendung: Arte, 21.09.1998

Die Wahrheit über Tschernobyl und HAARP

Werner Altnickel, ehemaliger Greenpeace-Aktivist, zweimaliger Gewinner des Oldenburger Umweltschutzpreises und Träger des Deutschen Solarpreises 1997, ist wahrscheinlich Deutschlands bekanntester Aufklärer über Chemtrails. Er berichtet bei Uwe Behnken über seine Recherchen und die Entdeckung, daß die Tschernobyl-Reaktoren zum Star-Wars Programm der Sowjets benutzt wurden. Es sollten im Endausbau insgesamt 16 AKW`s zum Betrieb eines gigantischen, 150 Meter hohen Mikrowellen-Antennenfeldes von 35 Kilometern Durchmesser entstehen – vergleichbar mit der US-Haarp-Anlage in Alaska. Laut einem NDR/Arte Film von 1998 flog der Tschernobyl-Reaktor erst nach einem 20 sekündigen Erdbeben in die Luft, nachdem seltsame bläuliche Lichterscheinungen beobachtet wurden. Die wahren GAU-gründe wurden für geheim erklärt, und ein Zusammenhang mit der Strahlenwaffe sollte keinesfalls an die Öffentlichkeit kommen. Bilder von den Antennenanlagen waren zensiert. Schon am 200 jährigen US-Unabhängigkeitstag 1976 begannen die Sowjets mit ihrem skalaren „Woodpecker“-Interfero-Metersender, die USA elektronisch zu agitieren. (Ionosphären-Manipulation zur Wetterbeeinflussung, etc.)

Werner Altnickel im Interview – Gefahren von AKWs

Dünner als eine Eierschale

Atomindustrie begründet Castor-Widerstand

Fast pünktlich zum 15. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl stellte die Atomindustrie für mehrere AKW’s haarstäubende Anträge. Sie will die Leistung der Maschinen hochfahren. Das bedeutet eine erhebliche Zunahme der Gefährdung, da z.B. der Druck im Reaktorkern steigt und insgesamt die Anlagen stärker belastet werden. Die Unfallgefahr steigt dadurch überproportional, da die Anlagen dichter an die Belastungsgrenze kommen – und möglicherweise bereits darüber hinaus. Bei aller Propaganda und „Nonsens“-Argumentiererei sind die Anträge bereits aus Sicherheitsgesichtspunkten abzulehnen. Die Anträge sind ein deutliches Indiz, daß es der Atomindustrie nicht ums Abschalten der Anlagen geht und ging.

Die Atomkraftwerke sind quasi nicht versichert

Sollte es in der Bundesrepublik zu einer mit der von Tschernobyl vergleichbaren Katastrophe kommen, würde dies neben den gesundheitlichen Folgen für viele, wenn nicht alle Menschen in der BRD enorme wirtschaftliche Folgen haben. Die Internationale Vereinigung von Ärzten gegen den Atomtod IPPNW und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland BUND haben bereits 75.000 Unterschriften gesammelt, mit denen sich Menschen für eine ausreichende wenigstens finanzielle Versicherung der Atomindustrie für solche Katastrophen stark machen. Natürlich kostet das Geld. Sicher würden die Preise für den Atomstrom steigen. Es liegt hier ein Weg zu mehr Preisgerechtigkeit auf dem Strommarkt. Es ist nicht nachzuvollziehen, warum die Gesellschaft bereits die hohen Forschungskosten für die Atomindustrie trug, für die hohen Kosten der Atomtransporte aufkommen soll, und wenn es so richtig krachen sollte, sitzen die Menschen zudem im finanziellen Desaster? So viel ist sicher: Die Windenergie birgt in jeglicher Hinsicht geringeres Gefahrenpotential.

Wie unsicher sind AKW wirklich? Oder: Glasnost war das nicht!

Mittlerweile sind Unterlagen vom KGB bekannt, denen zufolge es unter Erwartung schwerer Strafen verboten war, die Wahrheit über die Reaktorkatastrophe zu veröffentlichen. Das war durchaus im Sinne der Atombetreiber – auch und vielleicht besonders aus anderen Ländern. Wurde der Reaktortyp von Tschernobyl ein knappes Jahr vor dem Unfall noch von deutschen Fachleuten gelobt – der technische Standard sei dem hiesigen vergleichbar – galt plötzlich die Parole von der unsicheren sowjetischen (später der russischen) Atomtechnologie. Es handelt sich um kerntechnische Anlagen – deshalb soll hier keinesfalls auch nur einer davon eine sicherheitstechnische Absolution erteilt werden.

Vor der Explosion bebte die Erde

Nach gesicherten Erkenntissen gab es unmittelbar vor der Explosion des Kernreaktors von Tschernobyl ein Erdbeben. Der Hauptstoß lag ca. 22 bis 23 Sekunden vor der Hauptexplosion des Reaktors. Dies wird von mehreren SeismologInnen bestätigt. Danach handelte es sich nicht um ein besonders starkes Erdbeben, dessen Epizentrum jedoch mitten im Gebäude lag. Bei der genauen Betrachtung der Gebäuderuinen lassen sich Hinweise auf massive horizontale Scherkräfte finden.

Der wahre Ablauf der Katastrophe?

Der Ablauf der Katastrophe könnte sich also so zugetragen haben: Durch den ersten größeren Erdstoß und die dabei auftretenden horizontalen Scherkräfte reißen viele der 1600 empfindlichen Kühlleitungen. Laut Betriebsanleitung des Kraftwerkes ist bereits die Beschädigung von 20 Leitungen als ernstzunehmender Unfall zu werten. Es kommt schlagartig zum Kühlmittelverlust. Da die Wärme nicht mehr abgeführt wird, verdampft das Wasser. Der Atomreaktor hat keine Moderation mehr, die atomare Kettenreaktion findet nur noch reduziert statt. (Mit Wasser als Moderator werden die „schnellen“ Neutronen soweit ausgebremst, daß Uran 235 gespalten werden kann.) Da jedoch die Hitze nicht mehr abgeführt wird, geht das Graphit in den gasförmigen Zustand über. Durch den Überdruck von Wasserdampf und Graphitgas birst der Reaktor.

Auch eine russisch-ukrainische Kommission kam 1996 zu dem Ergebnis, daß der Reaktorexplosion ein Erdbeben voranging. Dies zum Unwillen der Atombetreiber. Denn das stellt eine Unfallursache dar, die nicht nur russischen Kraftwerken widerfahren kann. Doch auf die vielfältigen wissenschaftlichen Hinweise auf die Erdbebengefährdung von Atomkraftwerken erfolgte keine Reaktion.

Das Erdbeben ist kein Zufall

Der ukrainische Geophysiker Viktor Omeltschenko erklärt, daß sich dort, wo das Kernkraftwerk Tschernobyl gebaut wurde, zwei riesige Bruchlinien von geradezu planetarischem Ausmaß treffen: Der südliche „Pripjat“-Bruch und die sogenannten „Teterow“-Linien. Nicht allein die Atomkraftwerke von Tschernobyl sind so riskant plaziert. Der litauische Seismologe Povilas Suveizdis untersucht die Beschaffenheit der Erdkruste bei dem gigantischen Kraftwerk Ignalina seit vielen Jahren. Seine Arbeitsgruppe fand eine große Anzahl von Bruchlinien in der Erkruste. Suveizdis: „Der Atommeiler steht direkt am brisanten Treffpunkt von drei ziemlich gewaltigen Schollen der Erdkruste. Genauer gesagt: Die „baltische Mulde“ aus dem Westen trifft hier auf den „masurisch-belorussischen Sattel“ aus dem Osten und auf den „lettischen Sattel“ aus dem Norden. Wo drei so riesige Stücke zusammentreffen – da bilden sie einen natürlichen Gefahrenherd.“

Atomkraftwerke gleichen Zeitbomben

Eine Kommentatorin formulierte dies für NDR und Arte so: „Tschernobyl ist beileibe nicht das einzige Atomkraftwerk, das einer Zeitbombe gleicht, weil es geologisch falsch plaziert wurde. Denn sämtliche Reaktoren wurden damals vor allem unter militärischen und strategischen Aspekten über das Land verteilt. … Für die geologischen Verhältnisse dort interessierte sich – niemand.

Die meisten AKW’s sind erdbebengefährdet

Wladimir Strachow vom Institut für Geophysik in Moskau: „Der ganze Ablauf der Katastrophe, die registrierte Aktivität in der Erdkruste sowie alle weiteren bekannt gewordenen Faktoren – alles spricht dafür, daß die Gefährdung durch Erdbeben viel weiter verbreitet sein könnte als man das bisher dachte. Und deshalb stellt sich nun eine geradezu lebenswichtige Aufgabe: Bei buchstäblich allen Atomkraftwerken auf dem Globus ist die geologische Situation zu prüfen, ist nach dem Erdbebenrisiko zu fahnden.

Denn schließlich existiert eine fatale Gesetzmäßigkeit, weil jedes Atomkraftwerk eine Menge Wasser für seine Kühlung braucht: Es wird irgendwo in der Nähe eines Flusses errichtet. Und Flüsse bevorzugen nun einmal geologische Bruchlinien. So führt die technisch einfache Lösung des Kühlwasserproblems fast automatisch dazu, daß Kraftwerke direkt neben geologische Bruchlinien gesetzt werden.“

Geheimhaltung gefährdet die Menschen – in jeglicher Hinsicht

Michail Tschatajew, dem die ersten Hinweise auf diesen Sachverhalt zu verdanken sind, arbeitete in einer militärischen seismologischen „Horchstation“. Die Meßergebnisse unterlagen also – vielleicht mehr noch als durch die Anweisungen des KGB – der Geheimhaltung. Aus Angst um sein Leben tauchte er unter. Er wäre nicht der erste Mensch, der durch Wissen um atomare Hintergründe hätte sein Leben lassen müssen. Bereits vor zwanzig Jahren kam die Amerikanerin Karen Silkwood ums Leben. In dem dokumentarischen Kriminalroman „Wer tötete Karen Silkwood“ (mit umfangreichem Dokumentationsteil) ist nachzulesen, daß die Atommafia bereit ist, über Leichen zu gehen.

Ignoranz gefährdet alles Leben

Viele Jahre sind seit der Explosion in Tschernobyl ins Land gegangen. Für die Folgen ist das eine sehr kurze Zeit. Denn es wurde das supergiftige und strahlende Plutonium freigesetzt. Atombombenbauer wissen Plutonium aufgrund der Waffenfähigkeit zu schätzen. Dieses hat eine Halbwertszeit von 24.000 Jahren. Wer weiß schon, daß erst nach zehn Halbwertszeiten die Aktivität auf ein Tausendstel gesunken ist? Bei den vermutlich freigesetzten Mengen von Plutonium bleiben selbst nach 240.000 Jahren noch tödliche Wirkungen für viele Lebewesen in der Welt.

Umso frevelhafter ist es, daß 15 Jahre ins Land gingen, ohne daß zumindest alle atomare Standorte auf ihre Erdbebensicherheit untersucht wurden. Sollte die Erde beispielsweise im Rheingraben rumoren, ist es für die Verhinderung einer Katastrophe vermutlich zu spät. Dabei sind die dortigen AKW’s länger im Betrieb und damit entsprechend radioaktiver als der Reaktor von Tschernobyl (Block 4 lief knapp zwei Jahre), außerdem sind sie größer. Das Atomei von Eselham – Unterweser ist von einer Betonkuppel mit 80 cm Dicke umgeben. Standard sind 2 m. Durch „Kompaktlagerung“ werden dort für Notfälle benötigte Kühlsysteme anderweitig belegt.

Dünner als eine Eierschale

Erdbeben gibt es nicht nur an Bruchlinien. Sie treten unerwartet auf. Die Erdkruste des flüssigen Erdenballs ist im Verhältnis dünner als die Schale eines Eies. Wie brüchig das ist, weiß eine jede. Warum soll die Erdkruste stabiler sein, wo doch bei der Erde nicht die ideale Eiform vorliegt und zudem gigantische astronomische Kräfte am Globus zerren.

Das Lied von der irdischen Unberechenbarkeit

Von der Unberechenbarkeit der Erde wissen SeismologInnen Lieder zu singen: Immerhin hapert es erheblich mit der Erdbebenvorhersage. Wenn die Trümmer darnieder liegen, wissen wir jedoch, warum das so ist und wie stark die Meßgeräte ausgeschlagen haben.

Gorleben ist überall

Bei der Auswahl von Gorleben als Standort für das atomare Klo der mehr sogenannten Republik – Robert Jungk sprach vom Atomstaat – hat die Geologie übrigens ebensowenig eine Rolle gespielt. Die Auswahl geschah nach politischen und geografischen Gesichtspunkten. Die damalige Randlage an der „Zonengrenze“ war ein wichtiger Faktor. Es gab nur eine geringe Bevölkerungsdichte. Außerdem lohnte sich eine Firmenansiedelung durch die staatliche und stattliche „Zonenrandförderung“. Berlin muß nach der Grenzöffnung wohl mehr aus Versehen näher gerückt sein.

Tödlichen Unfällen bei der geologischen Untersuchung des Salzstockes zum Trotz soll das Projekt durchgepaukt werden. Dabei sind die Unfälle auf die Instabilität des Salzes zurückzuführen. Der Erkundungsschacht konnte nach den Unfällen nur noch deshalb vorangetrieben werden, weil für das umgebende Salz eine riesige Kühlanlage installiert wurde, damit der Salzstock nicht bereits beim Erkunden wegfließt.

Weltweit keine Endlagerung

Die Tatsache, daß weltweit keine Endlagerungsstätte existiert, umriß der frühere Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen Kühn (der Präsi vor Rau) anfang der 80er Jahre so: „Mit der Atomenergie haben wir ein Flugzeug gestartet – aber wir haben keine Landebahn.“ Und diese ist weltweit weiterhin nicht in Sicht. Angesichts der geologischen Erkenntnisse ist das nicht verwunderlich. An einer Entsorgung, die diesen Namen verdiente, ist die Atomindustrie nicht interessiert.

Widerstand lohnt sich

Doch Widerstand bringt durchaus Erfolge. Die Bauern von Wyhl haben es vorgemacht. Seit 1984 gehen dort immer noch die Lichter aus, wie Alt-Nazi-Regierungspräsident Filbinger des Muschterländles in den 70ern prophezeite, würde das AKW nicht in Betrieb gehen. Ca. 200 AKW sollten die BRD „zieren“. Doch auch Ministerpräsident Albrecht mußte lernen, daß sich eine Wiederaufbereitungsanlage in Niedersachsen „politisch nicht durchsetzen läßt“. Versuchen wir, die Büchse der Pandorra wieder zu schließen. Wie die politischen Erfolge der jüngsten Castor-Proteste zeigen, ist noch einiges möglich.

Atomares Reiseland

Wie wichtig der Widerstand gegen die atomaren Transporte ist, mag mensch auch an den möglicherweise bereits zur Gesetzeskraft gereiften Plänen skrupelloser in Rußland erkennen, nach denen der Atommüll aus Europa dort gelagert werden soll – gegen Geld, versteht sich. Doch auch Rußland verfügt über kein Endlager.

Gerold Korbus

Quellen

http://www.stachel.de/01.05/5tsch.html

http://nutze-deine-freiheit.blogspot.com/2011/03/der-wahre-grund-von-tschernobyl.html

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16.03.2011 

Die Wissenschaft ist sich inzwischen einig: Es gibt keinen Schwellenwert, auch die niedrigsten Dosen können Schäden auslösen. Unterschieden wird zwischen zwei unterschiedlichen Szenarien. Einmal die akute Hochdosisstrahlung, der die Arbeiter und das Rettungspersonal am Reaktor ausgesetzt sind, zum anderen, die mindestens Jahrzehnte andauernde chronische Niedrigstrahlung, der die Bevölkerung wie auch das Rettungspersonal in der Umgebung der atomaren Katastrophe in Japan ausgesetzt ist.

Dabei ist zu berücksichtigen, dass das geographische Ausmaß, welche Gebiete von dem radioaktiven Fallout oder Wolke betroffen sind bzw. sein werden, noch längst nicht absehbar ist. Das gilt ebenfalls für die Strahlendosis und die Zusammensetzung der radioaktiven Spaltprodukte.

Mit Hochdosisstrahlung (Hochdosisexposition) haben wir es ab 0,5 Sievert (Sv) zu tun. Die getroffenen Zellen zeigen schwere Funktionsstörungen. Sie können sich nicht mehr teilen oder sterben sogar ab. Der Schweregrad der Sofortwirkungen hängt von der Strahlendosis ab. Die sofortigen Akutschäden des Organismus bei der akuten Strahlenkrankheit umfassen:
– Sofortige Schwächung des Immunsystems; Infekte
– Veränderung des Blutbildes und Blutung
– Schädigung des Magen-Darm-Traktes; Erbrechen
– Schädigung innerer Organe sowie des Zentralnervensystems

Akute Schäden (nach Minuten oder Stunden) oder subakute (nach Tagen oder Monaten) Sofortwirkungen beginnen ab 0,5 Sv (= 500 Millisievert) mit Übelkeit und Erbrechen. Zwischen 1 und 3 Sv (1000 – 3000 Millisievert) treten Blutungen und Schleimhautgeschwüre auf. Bei 5 Sv (5000 Millisievert) stirbt die Hälfte der Bestrahlten. Ab 10 Sv (10.000 Millisievert) besteht keine Überlebenschance.
Mit Niedrigstrahlung (Niedrigdosisexposition) haben wir es im Bereich von 0 bis 0,5 Sv (0 – 500 Millisievert) zu tun. Diese Problematik war in den vergangenen 25 Jahren Gegenstand von Untersuchungen in Folge der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl sowie beispielsweise auch von Studien an Beschäftigten in Atomanlagen. Mehr dazu: www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Atomenergie/ippnw_aktuell_24_web.pdf

Mögliche Krankheiten, die als Spätschäden infolge von Niedrigstrahlung entstehen, sind:
– Krebserkrankungen einschließlich Leukämien
– Genetische Schäden in den Folgegenerationen, schwere Fehlbildungen (u.a. Down-Syndrom, Totgeburten, Fehlgeburten, „fehlende Kinder“)
– zahlreiche mögliche Nicht-Krebserkrankungen (Herz-/Kreislaufschäden, Bluthochdruck, Diabetes, hirnorganische Veränderungen, Augenschäden, Infektionsanfälligkeit)

Hinweis: 1 Sievert (Sv) = 1000 Millisievert (mSv) = 1.000.000 Mikrosievert (µSv)

Kontakt: Dr. med. Angelika Claußen. Tel. 0521-15 22 13, Angelika Wilmen (Pressesprecherin),  Tel. 0162-205 79 43, Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW), Körtestr. 10, 10967 Berlin, www.ippnw.de, Email: ippnw[at]ippnw.de

Quelle

http://www.ippnw.de/startseite/artikel/e05adcd86f/wie-gefaehrlich-ist-radioaktive-stra.html

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16.03.11 14:00:29

Live aus Japan

Tag 5 nach dem Beben.
Ich bin immer noch in Tokyo and meine Familie – zumindest Frauen und Kinder – sind in Kōbe. Soweit, so gut.

Zur Lage:
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Die Leute – Ausländer wie Japaner – sind scheinbar in zwei Lager geteilt: Die, die mehr Angst vor den Nachbeben haben, und die, die mehr Angst vor dem AKW haben. Ich gehörte zur zweiten Gruppe, aber die kräftigen Beben gestern Abend (Yamanashi/Shizuoka) und heute mittag (Chiba) lassen mich auch momentan zur ersten Gruppe abdriften.
Was kann man zum AKW noch sagen. Alles ist schlimm, und nachdem auch die letzten Leute abgezogen wurden, wird es bestimmt nicht besser. Laut etlicher vertrauenerweckender Expertenberichte ist Tokyo wohl ziemlich sicher. Wetten abschliessen möchte ich darauf nicht, aber an irgend etwas muss man ja glauben.

Versorgung:
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Japan hat rund 30% seiner Raffinerien „verloren“ – sie sind entweder zerstört oder vorsichtshalber geschlossen. Das macht sich vor allem im Norden bemerkbar.
Der Strom wird in und um Tokyo nachwievor mehr oder weniger planmässig abgeschaltet, aber es herrscht viel Verwirrung darüber, da sich die Zeiten ständig ändern.
In den vergangenen Tagen kam man zudem problemlos ohne Heizung aus, aber ab heute gibt es einen Kälteeinbruch im gesamten Land, was die Lage vor allem im Norden, energietechnisch aber auch um Tokyo verschärfen lassen dürfte.
Immerhin bemühen sich fast alle, Energie zu sparen – verkürzte Öffnungszeiten und Teilbeleuchtung sind zwei populäre Massnahmen.
Wie es in meiner Stadt/Wohnung nun aussieht, weiss ich nicht, aber die Darstellung, ab Donnerstag wieder Wasser liefern zu können, wurde zurückgenommen und auf einen unbestimmten Termin verschoben.

Ach ja; Während es gestern noch nahezu unmöglich war, in einem Convenience Store hier in Ebisu etwas essbares zu finden, sah es heute wesentlich besser aus. Es gab Sachen – mehr als ich gedacht hatte. Bis zum Normalzustand ist es aber noch ein weiter Schritt, aber das ist erstmal zweitrangig.

Sonstiges
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Mittlerweile gab es schon die erste Spende eines treuen Lesers an mich. Vielen Dank! Sicher wird dieses Ereignis auch in unsere Haushaltskasse mehr oder weniger tiefe Löcher reissen, aber ich hoffe, zum jetzigen Zeitpunkt, dass wir schon damit fertig werden. Unter anderem deswegen bin ich ja auch noch in Tokyo.
Wer spenden möchte, dem würde ich deshalb lieber „Ärzte ohne Grenzen“ anempfehlen. Ich unterstütze die Organisation seit Jahren allmonatlich und glaube fest, dass die Organisation sehr, sehr viel leistet. Momentan sind sie übrigens auch im Erdbebengebiet in Japan aktiv. Und zwar noch lange nach dem THW. Das hätte man dort wirklich gut gebrauchen können.

Nebenbei:
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– Zu den Medien und Meldungen aus Deutschland äussere ich mich vorerst lieber nicht, denn Meldungen wie „Geigerzähler in Deutschland ausverkauft“ etc. machen mich kirre.
http://www.tabibito.de

 

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Update 16.3.2011 um 20.41 Uhr:

+++ Briten rufen alle Landsleute zur Flucht aus der Gefahrenzone in TOKIO auf ( bitte beachten Sie den Hintergrund – um 10.07 Uhr heute meldeten wir noch: Abgesprochene beruhigende Mitteilungen der US-Botschaft und vom GB-Handelsattachee in Tokio sollen weitere Panik vermeiden: Angeblich keine Gefahr in Tokio) +++

Update 16.3.2011 um 18.44 Uhr:

+++ Pazifikfisch könnte in Deutschland nach Angaben des Johann Heinrich von Thünen-Instituts (vTI), das nach dem Strahlenschutzvorsorgegesetz von 1986 als Leitstelle für die Überwachung der Umweltradioaktivität in Fischen und Fischereiprodukten zuständig ist, künftig möglicherweise als Risiko gelten. Das hängt ab von der weiter austretenden Radioaktivität und ob diese über dem Pazifik abregnet  +++

 

Update 16.3.2011 um 18.03 Uhr:

+++ Unbemannte US-Spionageflugzeuge im Einsatz (zudem wurde vor 15 Stunden eine amerikanische U-2 aus Südkorea abgezogen und in den Fukushima-Aufklärungseinsatz geschickt / hier Hintergrund zur U-2)  +++ Pentagon-Anordnung: US-Soldaten müssen jetzt mindestens 50 Meilen (80 km) Abstand zum Havarie-Reaktor halten +++  EU-Kommission empfiehlt jetzt allen EU-Staaten, Lebensmittel aus Japan auf Radioaktivität hin zu untersuchen ++ EU warnt vor Nuklear-Katastrophe in Japan, Reaktor „außer Kontrolle“ ++ Jetzt schon 25.000 Tote erwartet +++ Eiskälte im Norden des Landes quält die Überlebenden der Katastrophe (hier auch ein BBC-Bericht dazu) ++ in dieser Nacht werden wieder viele Überlebende in Ermangelung von Unterkünften und Decken auf den Straßen erfrieren ++ Nikkei-Ticker: Ein Reaktor außer Kontrolle ++ Mit zwei Armeeflugzeugen werden tschechische Bürger aus Japan ausgeflogen +++

Update 16.3.2011 um 16.31 Uhr:

++ Reaktor-Bruch in Fukushima verschlimmert Lage weiter +++ GAU für Feinschmecker in USA? Sushi-Restaurants haben Nachschub-Probleme ++ Polizei in Korea geht gegen jene vor, die Gerüchte über angeblich erhöhte radioaktive Werte im Land verbreiten +++

Update 16.3.2011 um 15.42 Uhr:

++ Auch in Kanada leckt ein Kernreaktor in der Provinz Ontario – 73.000 Liter radiokatives Wasser ausgelaufen +++ USA warnten vor Japan-Katastrophe schon 1990 ++ Dia-Vortrag: Radioaktivität in unserem täglichen Leben ++ Die Flucht der Banker aus Tokio ++

Update 16.3.2011 um 14.52 Uhr:

++ Frankreich wirft Japan vor, Wahrheit über Ausmaße der Nuklear-Katastrophe zu verschweigen +++

Update 16.3.2011 um 14.22 Uhr:

+++ Strahlung zu hoch: Militär-Hubschrauber können kein Wasser mehr in Reaktor ablassen ++ EU-Geheimdienste vergleichen zu erwartende Folgeabschätzung in Hinblick auf Fukushima mit einer nicht mehr zu vermeidenden „schmutzigen Bombe“ –  Folgen angeblich weitaus schlimmer als bei einem Terrorangriff mit einer „schmutzigen Bombe“ ++ Jene, die jetzt in Fukushima arbeiten, seien auf einem „Selbstmord-Kommando“ und wüssten das auch, es gibt demnach keine Strahlenschutzanzüge, die die Strahlung in Fukushima ausreichend abschirmen könnten  +++ Japaner lassen Fachleute aus Tschernobyl nicht ins Land ++

Update 16.3.2011 um 07.15 Uhr:

++ hier Strahlenwerte in Japan alle 10 Minuten (jap. Strahlenticker) +++ Rettungskräfte aus Australien und Neuseeland mussten dekontaminiert werden +++ Japan braucht Rettungssanitäter und Ärzte aus dem Ausland +++

Update 16.3.2011 um 06.35 Uhr:

+++ WikiLeaks-Dokumente enthüllen: Die japanische Regierung wurde 2008 von der Wiener Atombehörde IAEA darüber informiert, dass die Sicherheitsstandards an jap. Atomkraftwerken veraltet seien und ein Erdbeben zu einer Katastrophe führen könne +++ Japanische Reaktoren waren demnach nur auf Erdbeben bis zu einer Stärke von maximal 7,0 ausgelegt (das schwere Erdbeben hatte aber Stärke 9,0) +++ Die Japaner weigerten sich demnach, ihre Sicherheitsstandards zu verbessern +++ IAEA sprach in den WikiLeaks-Kabeln von Gefahr atomarer Verseuchung in Japan bei Erdbeben ab Stärke 6,5 +++

Update 16.3.2011 um 05.56 Uhr:

Worst Case Szenario ++ Frankreich fordert Franzosen zum Verlassen Japans auf +++ neue Explosionen in Fukushima ++  US-Mediziner empfehlen Westküstenbewöhnern Jod-Tabletten ++ Wind bläst erneut austretende Radioaktivität in Richtung US-Westküste ++ Run auf Jod-Tabletten in den USA ++ Japaner erwägen, Reaktor-Kühlung möglicherweise an US-Militärs abzugeben +++ Panik-Käufe in Tokio +++ Obdachlose Japaner schutzlos im (strahlenden ) Schnee +++ Chaos und Verwirrung ++

Update 15.3.2011 um 18.52 Uhr:

Wiener Atombehörde: Das Schlimmste kommt jetzt wohl erst noch ++ EU-Kommissar Oettinger spricht von „Apokalypse“ ++ Russischer Nuklearchef geht von sechs Kernschmelzen aus ++ Russischer Nuklearfachmann: Wiener Atombehörde hat total versagt ++ Atom-Alarm jetzt schon für 12 (!) Reaktoren ++ Japaner leiten radioaktiv verseuchtes Kühlwasser ins Meer ++ Radioaktivität in 2 Wochen in Europa ++ Verstrahlter Schnee in Japan +++  Auch Swiss Air überprüft Flugzeuge jetzt auf Strahlung ++ Scientific American: Das eingeleitete Seewasser zerstört jetzt den Kühlkreislauf noch schneller und führt zur radioaktiven Belastung des Meerwassers +++ US-Soldaten auf japanischen Militärbasen müssen in Häusern bleiben +++ Hasenfuß? Bundesumweltminister Röttgen verbot Live-Übertragung: Der Umweltausschuss des Bundestages hat die Live-TV-Übertragung der Befragung von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) vor dem Gremium verboten ++ Weil Deutschland nach der Abschaltung der Kernkraftwerke Kohlekraftwerke hochfahren muss, explodieren nun die Kohlepreise +++

Update 15.3.2011 um 16.19 Uhr:

++ Staatsbankrott und Schulden-Tsunami: Finanzielle Kernschmelze Japans +++ Flucht aus Tokio ++ Massenevakuierung unmöglich +++ Radioaktivität steigt weiter +++ Fachleute warnen vor steilem Anstieg der Krebserkrankungen +++ Hubschrauber sollen Wasser in havarierte Reaktoren spritzen +++  Wohin weht der radioaktive Wind? ++

http://info.kopp-verlag.de/index.html;jsessionid=DB55633FE1C576D6E9BF2F8733A5F9F5

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Update 15.3.2011 um 16.19 Uhr:

++ Staatsbankrott und Schulden-Tsunami: Finanzielle Kernschmelze Japans +++ Flucht aus Tokio ++ Massenevakuierung unmöglich +++ Radioaktivität steigt weiter +++ Fachleute warnen vor steilem Anstieg der Krebserkrankungen +++ Hubschrauber sollen Wasser in havarierte Reaktoren spritzen +++  Wohin weht der radioaktive Wind? ++

 

++ Japan Update ++ Tokio: Lautsprecherdurchsagen, Fenster geschlossen halten +++ Regierung wusste seit 2007 von der Gefahr +++ Nuklearkatastrophe nicht versichert +++ Gefahr für Kreuzfahrtpassagiere im Pazifik? ++
Redaktion

Update 15.3.2011 um 14.51 Uhr:

++ Österreich verlegt Botschaft von Tokio nach Osaka +++ Während Deutschland AKWs stillegt, baut Polen neue +++

Update 15.3.2011 um 14.08 Uhr:

USA fliegen weitere Atomexperten nach Japan +++ Die französische Nuklearsicherheitsbehörde sieht in Fukushima jetzt die atomare Katastrophenstufe 6 erreicht (Tschernobyl war am Ende Maximalstufe 7) ++ Immer mehr ausländische Journalisten, die vor wenigen Stunden noch den beschwichtigenden Propaganda-Regierungsangaben der Japaner vertrauten, fliehen nun aus Tokio ++ Die New York Times hat eine gute Animation zum atomaren GAU in Japan, die genau erklärt, was da eigentlich passiert +++ Lufthansa stellt Flüge nach Tokio ein +++ Für einen der noch verfügbaren Plätze in einem Flugzeug werden nun Horror-Preise verlangt +++

Update 15.3.2011 um 11.44 Uhr:

++ Obwohl Japan gerade jetzt die Häfen für eingehende Hilfslieferungen brauchte, sind viele Terminals und Häfen zerstört – Import und Export nicht möglich +++ Hier ein weiterer Überblick über den Zustand der Häfen ++ TIME-Hintergrund-Bericht: Welche Gefahr besteht tatsächlich in anderen asiatischen Ländern? ++

Update 15.3.2011 um 11.22 Uhr:

+++ Experten: Lebensmittel in der Region möglicherweise langfristig kontaminiert, Lebensmittelkrise droht ++ Plutonium in Reaktor-3 erhöht Atomgefahr +++ Run auf Jod-Pillen jetzt auch in Russland +++ US-Pazifikkommando erwägt für den Fall von Plutonium-Austritt Evakuierung der Misawa Air Base +++ es droht globale Rezession ++ Drohen weitere schwere Erdbeben? Echtzeit Erdbeben-Ticker weltweit +++ New York Times: Mögliche Atomkatastrophe ++ China bereitet sich auf steigende Radioaktivität vor ++

Update 15.3.2011 um 10.28 Uhr:

++ Israelischer Nuklearexperte erhebt schwere Vorwürfe gegen Japan: Das Gebiet könnte für tausende Jahre unbewohnbar werden! +++ Hintergrund: Im September 2010 waren die Japaner noch stolz darauf, in Fukushima Plutionium (MOX) einzusetzen – heute spielen sie es herunter, leugnen es sogar!!! +++ Deutschland: Gutachten (von 2008): AKW Biblis-B nicht ausreichend gegen durchschnittliche lokale Beben in Deutschland gesichert +++

Update 15.3.2011 um 09.42 Uhr:

+++ Russland bereitet Evakuierungen der Inselgruppen Kurilen und Sachalin vor +++ Kalifornien richtet Hotline ein für den Fall, dass die radioaktive Wolke die Westküste der USA erreicht +++ Nuklearer Alptraum? („nuclear nightmare„) +++  Nukleare Katastrophe möglich? +++

Update 14.3.2011 um 17.45 Uhr:

+++ Spekulanten treiben Preise für Hilfsgüter an den Börsen in die Höhe: Weil Japan auf absehbare Zeit dringend auf Lebensmittelimporte angewiesen ist, explodieren die Preise für Reis, Soja und Getreide +++

Update 14.3.2011 um 17.08 Uhr:

Strahlenwerte steigen DRAMATISCH an +++ Wiener Atombehörde IAEA geht jetzt intern davon aus, dass in den Havarie-Reaktoren wegen der Strahlung frühestens in fünf (!) Jahren mit den Aufräumarbeiten begonnen werden kann +++ interaktive Karte: drohender Super-GAU +++ Geheimdienstkreise: Großraum Tokio müsste jetzt DRINGEND evakuiert werden +++ Asiatische Länder kontrollieren Einfuhren aus Japan jetzt mit Geigerzählern +++ Schweizer Atomphysiker über die Situation in einigen Tagen: Dann beginnt das nächste Problem +++ Die Umweltorganisation Greenpeace befürchtet, dass durch die im japanischen Atomreaktor Fukushima 3 eingesetzten Plutonium-haltigen Brennstäbe, die Folgen eines Super-Gaus noch schlimmer sind als bisher angenommen.

Update 14.3.2011 um 16.48 Uhr:

+++ Preise für japanische Elektronik-(Ersatz)-Teile explodieren +++ ein Beispiel: Toshiba NAND Flash Memory steigen in 24 Stunden um 20 Prozent!!! +++ DRAM um 5 Prozent in 24 Std. +++ NOKIA Kurse fallen wegen Furcht vor fehlenden japanischen Elektronik-Teilen +++ RIA Novosti (Moskau) bereitet Russen auf Nachricht über drei Kernschmelzen in Japan vor +++

Update 14.3.2011 um 16.43 Uhr:

++ Weltweit kaufen Menschen Jod-Tabletten (etwa Run auf Jod-Tabletten in Finnland) ++ Experten warnen in Deutschland vor unüberlegter Einnahme von Jod-Tabletten ++  Japanische Regierung gibt Jod-Tabletten aus ++ Trotz aller Not: Keine Plünderungen in Japan +++

Update 14.3.2011 um 15.28 Uhr:

+++ NYT interaktive Karte zu den Erdbeben-Schäden +++ nochmals: radioaktive Partikel ziehen von Japan mit Windrichtung USA über Pazifik, Kreuzfahrt-Passagiere und Schiffsbesatzunbgen sollten sich im Pazifik nicht unnötig länger an Deck aufhalten +++ Japan-Katastrophe treibt Goldpreis in die Höhe +++  künftig Gefahr durch Import gebrauchter Fahrzeuge aus der näheren Umgebung von Japan: Luftfilter konzenrieren von sofort an auch geringe Mengen von Radioaktivität und speichern diese, gebrauchte Luftfilter (nicht nur PKW betreffend, auch Luftfilter in Flugzeugen der Region, Klimaanlagen etc. ) sind in der Umgebung von Japan ab sofort radioaktiver Sondermüll (weil eben auch geringe Radioaktivität in ihnen extrem stark konzentriert wird) +++

Update 14.3.2011 um 14.15 Uhr:

+++ Transkontinental-Internet-Kabel beschädigt +++ Es droht teilweiser Zusammenbruch des Internet beim nächsten schweren Beben +++ 21.41 Ortszeit sagt Tokios Regierungssprecher gerade: Kernschmelze in Fukushima-3 steht bevor, laut Kyodo-Nachrichtenagentur +++ Nächste Gefahr: Nord-Japan nach Überschwemmungen großflächig mit Ölrückständen aus Raffinerien, havarierten Schiffen und Tanks verseucht +++

Update 14.3.2011 um 13.20 Uhr:

+++ Geheimdienste: Amerikanische Botschaft evakuiert vor Ort nicht unbedingt benötigtes Führungspersonal über die Misawa Air Base, ein US-Militärstützpunkt im Norden Japans. Von dort aus bereiten die Amerikaner unter Ausschluß der EU und anderer Bündnispartner weitere Evakuierungen vor, vor allem Mitarbeiter von Geheimdiensten und US-Firmenleiter sollen unter Umgehung des überfüllten Tokioter Flughafens von hier ausgeflogen werden +++

Update 14.3.2011 um 13.06 Uhr:

+++ Japanische Regierung wurde 2007 von einem der führenden Wissenschaftler vor drohender Nuklearkatastrophe beim nächsten schweren Erdbeben vorgewarnt: Professor Ishibashi Katsuhiko von der Kobe University zeigte die unkalkulierbaren nuklearen Folgen eines Erdbebens für die japanischen AKWs auf und empfahl dringende Schritte, aber nichts passierte seither… +++ Aktuelle Reisewarnungen +++ Evakuierte westlich von Fukushima strahlenbelastet +++ Lautsprecher-Durchsagen in Tokio: Fenster ab sofort geschlossen halten +++ japanische Agentur warnt vor radioaktiver Wolke Richtung Tokio +++

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Als wäre nicht schon alles schlimm genug, gibt es bei den Horrormeldungen im Minutentakt Nachschlag. Besonders sind hier eine Lagerstätte für Brennstäbe und massive anhaltende Beben im Auge zu behalten. Droht womöglich ein weiteres verheerendes Beben? Die seismischen Aufzeichnungen lassen zumindest schlimmes befürchten. Es droht allerdings nicht nur geologisches Ungemach, auch im Finanzsektor ist einiges im Gange.

Die Liste der Beben bei Japan ist heftig und lang. Beschränkt man sich nur auf die Beben mit einer Stärke ab 5,0 bleibt immer noch eine beängstigende Menge über. Ansehen können Sie sich diese unter folgendem Link :

http://earthquake.usgs.gov/earthquakes/recenteqsww/Quakes/quakes_big.php

Selbst Experten befürchten ein verheerendes Nachbeben, wenn man dieses überhaupt als Nachbeben bezeichnen möchte. Schon jetzt ist beispielsweise die Wiederaufbereitungsanlage Rokkasho eine erhebliche Gefahr, hier einige Zeilen dazu aus dem Spiegel :

Die Naturkatastrophe hat auch eine weitere Atom-Anlage beschädigt. Im Erdbebengebiet wird auch die Wiederaufbereitungsanlage Rokkasho derzeit mit Notstrom gekühlt. “Hier liegen rund 3000 Tonnen hochradioaktiver abgebrannter Brennstoff”, sagte der Atomexperte Mycle Schneider. Das entspreche etwa der Menge an Brennstoff, die in 25 bis 30 Atomreaktoren gelagert wird. “Wenn die Brennstäbe nicht gekühlt werden, entzünden sie sich selbst”, erklärte Schneider.
[…]
Das japanische Atom-Informationsforum bestätigte am Freitag, dass auch die Anlage in Rokkasho mit Dieselgeneratoren betrieben werde. Die Notgeneratoren seien allerdings nicht darauf ausgelegt, langfristig zu laufen, sagte Schneider, der mehrere Dutzend Male als Atomexperte in Japan war. “Wenn so eine Wiederaufbereitungsanlage in Brand gerät, weil die Kühlung versagt, entweicht Radioaktivität.” [1]

Was, wenn ein weiteres Beben dort endgültig für Chaos sorgt? Im Augenblick ist Japan eine tickende Zeitbombe mit wahrlich schlimmen Risiken. Nicht nur vom geologischen Sektor geht eine massive Gefahr aus, auch die Finanzbranche birgt das Potential eines Tsunamis.

Japan will die Geldschleusen öffnen. Die BoJ hat schon so eine sehr lockere Geldpolitik an den Tag gelegt, jedoch gab man heute bekannt, dass dort mit einem erheblichen Nachschlag zu rechnen sei. Reuters meldet dazu folgendes :

Japanische Notenbank will Milliarden in Markt pumpen

Wie die Nachrichtenagentur Jiji am Samstag (MEZ) berichtete, sollen dem Geldmarkt mehrere Billionen Yen zur Verfügung gestellt werden. Dies sei die erste kurzfristige Operation dieser Art seit Mai vergangenen Jahres. Damals hatte die Bank von Japan zwei Billionen Yen (umgerechnet 17,1 Milliarden Euro) in die Märkte gepumpt, um die Belastungen durch die Schuldenkrise Griechenlands aufzufangen.[2]

Wie allseits bekannt ist, besitzt Japan erhebliche Posten an T-Bonds. Sollte Japan sich von erheblichen Teilen trennen, um den eigenen Absturz zu bremsen, dürfte das in Kombination mit den Meldungen der letzten Tage massive Auswirkungen auf den Dollar und die Börsen haben. Die Salami-Taktik der japanischen Regierung sorgt auf jeden Fall nicht für Vertrauen. Opferzahlen völlig unklar, Zustand der Reaktoren völlig unklar, Kernschmelze ja oder nein auch unklar, ein echtes Desaster.

Eben wurde gemeldet, dass in einem weiteren Kraftwerk der nukleare Notstand ausgerufen wurde.

Carpe diem

[1] http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,750459,00.html
[2] http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE72C00I20110313

Quelle

http://www.infokriegernews.de/wordpress/2011/03/13/japan-droht-noch-schlimmeres/

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