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Seit April 2004 gilt europaweit die Kennzeichnungspflicht für genetisch veränderte Lebensmittel, das sogenannte GenFood. Doch auch dieses Gesetz zur Kennzeichnung von GenFood lässt bei tierischen Nahrungsmitteln noch Schlupflöcher offen. GenFood ist keineswegs so unbedenklich, wie die Hersteller uns glauben machen wollen. Lesen Sie, warum Sie den Beschwichtigungen der GenFood-Industrie nicht trauen sollten.

GenFood – Lebensmittel nach Maß
Die moderne Gentechnik macht es möglich: Tomaten, die auch nach langem Transport nicht matschig werden, Maispflanzen, denen weder Kälte noch Schädlinge etwas anhaben können und Kartoffeln, mit „maßgeschneiderten“ Inhaltsstoffen für die Nahrungsmittelindustrie. Allein in den USA laufen zurzeit Untersuchungen mit 90 verschiedenen genetisch veränderten Pflanzen – sogenanntem GenFood.

„Gesundheitsfördernde“ Lebensmittel
Das neueste Ziel ist die Entwicklung von angeblich „gesundheitsfördernden“ Lebensmitteln. Kritiker sehen darin allerdings keinen Vorteil für den Verbraucher. Sie warnen vor der Gefahr, dass die neuen Produkte, ähnlich wie die beliebten „Light“-Produkte, dazu verführen, ungesunde Ernährungsgewohnheiten beizubehalten und eine Umstellung auf gesunde Vollwertkost zu verhindern.

GenFood – Gesundheitsrisiken keinesfalls ausgeschlossen
Da noch keine Langzeitstudien mit GenFood vorliegen, sind außerdem mögliche Risiken für Mensch und Umwelt nicht ausgeschlossen.

Diese Risiken der Gen-Manipulation bei GenFood sind zumindest denkbar:

* Schädliche Pflanzenstoffe werden in großen Mengen gebildet, z.B. Solanin in Kartoffeln.
* Die Pflanzen produzieren bislang unbekannte Giftstoffe.
* Die Gen-Pflanzen bilden neue Eiweißstoffe. Das kann für Nahrungsmittelallergiker gefährlich werden.
* Übertragung von Resistenzen gegen Antibiotika.

Die neue Kennzeichnungspflicht für GenFood
Ob ein Lebensmittel gentechnisch verändert wurde, können Sie ihm nicht ansehen. Sie können es auch nicht riechen oder schmecken. Auch deswegen lehnt die überwiegende Mehrheit der Deutschen das GenFood ab. Da aber der Handel mit GenFood weltweit ein Riesengeschäft ist, hat es auch bei uns still und leise Einzug in die Supermärkte gehalten. Das neue Gesetz legt fest, dass alle Lebensmittel, die genetisch veränderte Erbsubstanzen enthalten, sowie auch solche, die daraus gergestellt werden, gekennzeichnet werden müssen. Damit fallen jetzt z.B. Öle und Fertiggerichte nicht mehr wie bisher durch das Raster.

Doch Lebensmittel wie z.B. Eier und Fleisch, die von Tieren stammen, die mit gentechnisch manipuliertem Tierfutter gefüttert wurden, sind auch in Zukunft nicht kennzeichnungspflichtig. Auf diese Weise könnte GenFood doch noch „durch die Hintertür“ auf unserem Teller landen. Außerdem ist immer noch nicht geklärt, wie verhindert werden soll, dass zum Beispiel Pollen von gentechnisch veränderten Pflanzen durch den Wind oder die Bestäubung durch Bienen auf andere Felder übertragen werden. GenFood dürfte theoretisch nur in hermetisch abgeschlossenen Gewächshäusern erlaubt sein.

Fleisch aus dem Bio-Betrieb
Wenn Sie also beim Thema GenFood absolut sicher sein wollen, sollten Sie nur Fleisch und Eier aus garantiert kontolierten Bio-Betrieben kaufen. Bei allen anderen Lebensmitteln genügt das genaue Studium der Packungsaufschrift, um sich vor GenFood zu schützen.

quelle : Verlag für die Deutsche Wirtschaft

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