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Der heimische Anbau hinkt der Nachfrage bei Bio-Lebensmitteln hinterher. Die Hälfte der Bioware stammt nicht aus der Region sondern aus dem Ausland.

          Obst und Gemüse mit Bio-Label ist in Deutschland stark gefragt.

Obst und Gemüse mit Bio-Label ist in Deutschland stark gefragt.
Foto: Andreas Arnold

Zu wenig Angebot aus heimischer Produktion bremst hierzulande das Marktwachstum bei Bio-Lebensmitteln. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Münchner Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung.

„Die Verbraucher haben eindeutig eine Vorliebe für regional erzeugte Produkte“, schreibt Ifo-Experte Matthias Balz über die heimische Bio-Produktion. Die aber halte mit der steigenden Nachfrage immer weniger Schritt, weshalb 2010 schon die Hälfte der Bio-Ware aus dem Ausland importiert werden musste. Mangels Bio-Produkten aus deutschen Landen betrage der Marktanteil für Bio-Lebensmittel hierzulande nur knapp vier Prozent. Damit liege Deutschland im europäischen Mittelfeld, so die Studie.

In Ländern wie Dänemark, der Schweiz, Österreich oder Schweden werden pro Kopf teils mehr als doppelt so viel Bio-Lebensmittel verzehrt. Spanien, Schweden oder Tschechien würden zudem gezielt ihre Öko-Landwirtschaften fördern, um nach Deutschland zu exportieren. Deutsche Importe hätten sich binnen drei Jahren verdoppelt. „Dem Bio-Boom in Deutschland darf nicht seine regionale Basis und somit seine Glaubwürdigkeit abhandenkommen“, warnt Balz. Vor allem Zwiebeln, Ölsaaten, Frischgemüse, Getreide sowie Kartoffeln aus heimischer Bio-Produktion würden knapp.

Verschärft wird die Situation durch eine in Deutschland nach dem Dioxin-Skandal Anfang des Jahres sprunghaft gestiegene Nachfrage nach Bio-Ware. Das gelte vor allem für Eier, aber auch Geflügelfleisch. „Vor Ostern wird es einen Run auf Bio-Eier geben“, schätzt Balz. Verbraucher wollten sicher sein, dass sie keine verseuchten Frühstückseier essen.

Bio-Verbände schätzen zumindest für das erste Quartal prozentual zweistellige Wachstumsraten für den deutschen Bio-Markt. Voriges Jahr wurden hierzulande mit Bio-Lebensmitteln knapp sechs Milliarden Euro umgesetzt. Das ist eine Verdreifachung binnen zehn Jahren.

Getragen werde die deutsche Bio-Welle vor allem auch durch Kantinen und Gastronomie. Die Zahl gewerblicher Küchen mit Bio-Zertifikat habe sich binnen fünf Jahren fast vervierfacht. Kindergärten und Schulen seien zur Domäne für Bio-Caterer geworden.

Immer mehr Deutsche verbrächten zudem einen Bio-Urlaub mit entsprechender Ernährung. Um die wachsende Bio-Nachfrage zu befriedigen, müssten mehr Bauern auf Bio-Landwirtschaft umstellen, sagt Balz. Die entsprechende Förderung wurde bis zuletzt aber von der Politik zurückgefahren.

Quelle

http://www.fr-online.de/wirtschaft/bio-wird-langsam-knapp/-/1472780/8324982/-/index.html

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Der Dokumentarfilm „Hunger“ erzählt, wie Menschen, Gruppen und Organisationen darum ringen, eine der schlimmsten sozialen, politischen und ökonomischen Tragödien unserer Tage zu bewältigen: den Hunger in der Welt.

In fünf Ländern, oft jenseits der Grenzen von Zivilisation und menschenwürdiger Existenz, stellen Marcus Vetter (SWR) und Karin Steinberger (SZ) die Frage, warum bisher viele Konzepte von Entwicklungspolitik versagt haben. Von Haiti, wo die mittellosen Bauern mit den Zauberworten Freihandelspolitik und Strukturanpassung gelockt wurden, bis nach Kenia, wo die Eingeborenen wegen riesiger Blumenplantagen einen unbezahlbaren Preis für Wasser entrichten sollen.

Warum ist die Bekämpfung von Hunger so schwierig? Fakt ist: Es werden zehn Prozent mehr Lebensmittel produziert als man benötigt, um alle Menschen satt zu bekommen. Marcus Vetter und Karin Steinberger sind in fünf Ländern auf Spurensuche gewesen: Was sind die Gründe für Hunger?

Marcus Vetter (Buch und Regie) hat für seine Dokumentationen bereits zahlreiche Preise (u. a. Deutscher Fernsehpreis, Grimme-Preis) erhalten. Karin Steinberger (Autorin) arbeitet für die Süddeutsche Zeitung und wurde für ihre Reportagen mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem Medienpreis für Menschenrechte. Hergestellt wird der Dokumentarfilm „Hunger“ im Auftrag des Südwestrundfunks von der Eikon Südwest in Stuttgart, die mit Marcus Vetter und dem SWR bereits den vielfach ausgezeichneten Kinofilm „Das Herz von Jenin“ produziert hat. (Text & Quelle: ARD)

 

Quelle

http://nokturnaltimes.wordpress.com/2011/04/04/die-verlierer-im-kapitalismus-wie-der-hunger-die-afrikaner-nach-europa-treibt/

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Wie der Forscher Christian Opitz das perfekte Gedächtnis kreierte.

Neue Lernmethode aktiviert das volle Gehirnpotenzial

Wer wünscht sich das im Informationszeitalter nicht: Fremde Sprachen in Windeseile lernen, Fakten fürs Examen zwischen Frühstück und Mittagessen jederzeit abrufbar im Gehirn speichern oder den Inhalt eines Buches fotografisch im Gedächtnis fest halten? Der Berliner Gehirnforscher Christian Opitz hat eine Lernmethode entwickelt, die eine solche Gedächtnisleistung möglich machen soll. In einem fünftägigen Seminar bietet der 32-Jährige ein Gehirntraining unter anderem mit dem Ziel an, 25 000 Wörter statt wie bisher normal 600 Wörter pro Minute aufnehmen zu können. Opitz verspricht auch das Auflösen von Lernblockaden wie Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen.

Dem in den USA lebenden Ernährungswissenschaftler und Bestseller-Autor wird ein Intelligenzquotient von 196 auf einer Skala von 200 attestiert.

Herr Opitz, kann jeder ein fotografisches Gedächtnis entwickeln?

Jeder Mensch kann lernen, 100 Prozent seines Gehirnpotenzials zu nutzen und damit unglaublich schnell, effektiv und stressfrei lernen. Nach Studien der Harvard-Universität verwenden wir bisher gerade einmal zwischen zwei und vier Prozent davon. Mit der InfiniteMind-Methode können wir auch bisher brachliegende Zentren wie die Großhirnrinde aktivieren. In diesem „Cortex“ sind die höheren Leistungen des Menschen wie ein fotografisches Gedächtnis, innere Freiheit aber auch nahezu grenzenlose Potenziale für eine körperliche Regeneration angelegt. Ich kann versprechen, dass jeder seine Lesegeschwindigkeit zumindest verdoppeln kann – bereits während eines Seminars. Meine Methode ermöglicht die entspannte Informationsaufnahme von 25 000 Wörtern pro Minute innerhalb weniger Monate. Die ersten Wirkungen einer verbesserten Lernfähigkeit zeigen sich bereits unmittelbar nach dem Seminar. Durch die fortgesetzte Anwendung im Alltagsleben verbessert sich das Gedächtnis immer mehr, während gleichzeitig innere Konfliktmuster abgebaut werden.

Warum konnten wir diese enormen Fähigkeiten der Großhirnrinde bisher nicht so richtig anzapfen?

Der Grund liegt in der evolutionsgeschichtlich bedingten Interpretation des Gehirns vom Leben als einem ständigen Überlebenskampf. Das für das soziale Überleben, für Angriff und Verteidigung und unsere Emotionen zuständige Säugetiergehirn oder „Limbische System“ bekam bisher bei der Verteilung der neurologischen Energie – bestehend aus so genannten Neutrotransmittern, Vitalstoffen sowie elektrischer und feinstofflicher Kräfte – immer den Löwenanteil ab. Einen Großteil unserer Zeit werden wir von unbewussten Verhaltensmustern gesteuert, so als würden wir angegriffen und müssten innerhalb einer Herde unseren Platz verteidigen. Und dadurch stehen wir unter Dauerstress. Unserem limbischen System gefällt dies sogar ganz gut, da es eben so „gebaut“ ist. Das geht so weit, dass es immer nach „erfolgreichem“ Stress das Glückshormon Dopamin ausschüttet, sozusagen als Belohnung. Bei diesem Stress funktioniert das Gehirn nur mit einer Funktion: das Überleben zu sichern.

Wie können die höheren Anteile unseres Gehirns aktiviert werden?

Indem die neurologische Überaktivität des Säugetiergehirns in die Großhirnrinde umgeleitet wird, wie ich es auf meinem Seminar unterrichte. Über Wahrnehmungs- und Kommunikationsexperimente und sensomotorische Übungen sind schon innerhalb kürzester Zeit erstaunliche Gehirnleistungen möglich. Es gilt, Informationen visuell aufzunehmen und nicht – wie beim Lesen bislang üblich – mitzusprechen. Das zu Lernende muss plastisch und lebendig gemacht werden, damit die Informationen im Gehirn kein Fremdkörper bleiben. Es können in der Folge Stress- und Selbst-Sabotagemuster aufgelöst und innere Konflikte fundamental befreit werden. Das Lernsystem hilft sowohl bei Konzentrationsproblemen und anderen Lernstörungen als auch in der Heilung des Aufmerksamkeits-Defizit-Syndroms.

Was machen wir beim Lernen falsch?

Die Art, in der in unserem Schulsystem Informationen fürs Lernen aufbereitet werden, ist eine der schlimmsten Formen des Missbrauchs des menschlichen Gehirns. Es ist eine Form von Gewalt, die nicht nur unsere Lernfähigkeit, sondern unsere Entwicklung insgesamt massiv blockiert. Während beispielsweise Kinder bis zu fünf Jahren noch eine Lernfähigkeit von rund 300 Bits pro Tag haben, geht dieser Wert in den folgenden Jahren radikal nach unten. Lernen ist im Bildungssystem automatisch verbunden mit Anstrengung. Die Zeiten, als in den Klöstern das Lernen als Bußübung für Sünden üblich war, scheinen nicht vorbei zu sein. Wir müssen im Informationszeitalter immer mehr lernen, ohne dabei zu wissen, wie man richtig lernt. Die Anforderungen werden also größer, während wir nur einen Bruchteil unserer Lernfähigkeit beanspruchen. Das verstärkt nochmals die Stressmuster, die unser Gehirn bereits einschränken. Es ist, als würden wir versuchen, einen Weltrekord im 100-Meter-Lauf mit zusammengebundenen Beinen aufzustellen. In der Schule bekommen wir also ein Anti-Lernsystem vorgesetzt, ein kompensatorisches Lernen, das auf der Methode eines linearen Baustein-Wachstums fußt.

Wie sollen wir denn lernen, wenn nicht Schritt für Schritt?

Nur Chaos und Überforderung bringen Quantensprünge der Gehirnleistung hervor. Zu Beginn sicher ein frustrierender Zustand – doch genau dann ist es möglich, enorm weiterzukommen. Wenn das Gehirn völlig überwältigt ist, versucht es die Ordnung wieder herzustellen, indem es die Lücken mit dem Wissen ergänzt, welches ihm zur Verfügung steht. Stellen Sie sich vor, sie ziehen nach Mexiko und konfrontieren sich ununterbrochen mit der für sie fremden Sprache dort. Das Gehirn versucht sich automatisch anzupassen und ersetzt die Verstandes- und Sprachlücken durch unterbewusst Wahrgenommenes.

Woher kommt dieses Wissen?

Das neue Lernsystem beruht auf dem Prinzip des zeitlosen Gedächtnisses. Ich habe festgestellt, dass das Gedächtnis und die kreative Nutzung von Informationen sich nicht innerhalb der linearen Zeit abspielt. Die neuen Ergebnisse der Quantenphysik zeigen, dass Zeit letztendlich gleich und nicht-linear ist. Die Vorstellung vom Gedächtnis als einem Ort, an dem Informationen gespeichert und gesucht werden, ist demnach falsch. In Wirklichkeit wird das Gedächtnis in der Gegenwart aus dem virtuellen Potenzial aller Informationen der höheren Ordnung, also dem Urgrund des Seins kreiert. Dies ist der entscheidende Faktor für die volle Entfaltung von Lernvermögen und Kreativität des Gehirns.

Quelle: tagesspiegel.de

Christian Opitz wurde 1970 in Berlin geboren. Schon in seiner frühen Kindheit fiel er durch seine Hochbegabung und sein großes Interesse für Naturwissenschaft auf. Durch eigene Gesundheitsprobleme motiviert, wandte er sich bereits im Alter von 13 Jahren einem autodidaktischen Studium der Naturheilkunde und Ernährungslehre zu. 1990 begann er, seine Entdeckungen durch Vorträge, Seminare und Publikationen zu vermitteln. Er ist der Begründer des ganzheitlichen Lernsystems „Lernen wie ein Genie“ und der „Befreiten Ernährung“, welche die Quintessenz seiner 27-jährigen Forschung zum Thema Ernährung darstellt. Christian Opitz leitet international Seminare zu den Themen Gesundheit, Ernährung, ganzheitliches Lernen und spirituelles Erwachen.

Die aktuelle Neuerscheinung von Christian Opitz


Christian Opitz hat sein Konzept der Befreiten Ernährung erst 10 Jahre in der Praxis getestet, bevor er dieses Buch geschrieben hat. Die Befreite Ernährung hat schon vielen Menschen weltweit geholfen, das eigene Wohlbefinden zu steigern und eine dauerhaft gesunde Lebensweise zu entwickeln.
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