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Eingereicht von Wilfried Gierden am 27. Mär 2011 – 17:51 Uhr

Yellow Cake, ein pulverförmiges Gemisch aus Uranverbindungen. Es ist der Ausgangsstoff für die Produktion von Brennstäben, welcher in Kernkraftwerken die zur Energiegewinnung erforderliche Wärme erzeugt. Wird derzeit bedingt durch den Super-GAU (ANM.: im KKW Fukushima 1, Japan), der laut Meinung vieler Experten bereits stattgefunden hat, von Kernenergie gesprochen, so liegt dabei der Fokus auf der eigentlichen Kernspaltung in Reaktoren. Durch die Spaltung der Atomkerne wird eine hohe Energie in Form von Wärme freigesetzt, die dazu genutzt wird, eine Turbine anzutreiben, die verbunden mit einem Generator den Strom erzeugt.

Doch die Stromerzeugung sind längst nicht alle Glieder in der gefährlichen und unberechenbaren Atom-Kette. In seinem Dokumentationsfilm „Yellow Cake – Die Lüge von der sauberen Energie“ zeigt Regisseur Joachim Tschirner in eindrucksvoller und ermahnender Weise, dass die Gewinnung des für die Kernkraft wichtigen Uranerzes, ein ebenso gefährliches wie unverantwortliches Glied in dieser Atom-Kette darstellt. Ganze Landstriche werden durch den Abbau des Uranerzes zerstört, verunstaltet und radioaktiv verseucht. Wer nun denkt, dass sei ganz weit von Deutschland weg, der irrt. Denn in Thüringen und Sachsen werden die stillgelegten Bergwerke der Wismut seit 1991 saniert und ein Ende ist noch nicht abzusehen. Die bisher eingeplanten mehr als sechs Milliarden Euro werden dabei wohl bei weitem nicht ausreichen. Ein Betrag, der ebenso wie die Endlagerung bei den Strompreisen keine Berücksichtigung findet und letztendlich von der Allgemeinheit getragen werden muss.

Am Montag, 21. März 2011 zeigte die Eifel-Film-Bühne in Hillesheim die 108 Minuten lange Dokumentation über die Gewinnung von Uranerz. Ausgehend von Sachsen und Thüringen in Deutschland geht die „Uranerz-Reise“ nach Namibia, Australien und Kanada. Anschließend an die Vorführung, luden Regisseur Joachim Tschirner und Fachbuchautor (“Störfall Atomkraft“) Karl-W. Koch zur Diskussion ein. Rund 200 interessierte Besucher nutzten das Angebot des kleinen Programmkinos in Hillesheim und beteiligten sich nach der Filmvorstellung rege am Gespräch mit Regisseur und Fachbuchautor. Eine gelungene Veranstaltung, welche – so ist zu hoffen – das Thema Kernenergie in der Gesellschaft weiter sensibilisieren wird.

Denn eins ist klar, die Kernenergie produziert nur für einen billigen Strom, nämlich für die Betreiber von Kernkraftwerken. Die Kosten für Gesundheit, Zerstörung von Natur- und Umwelt und die Endlagerung wird die Allgemeinheit durch Steuern oder andere Kosten tragen müssen und das noch für viele Generationen.

http://www.yellowcake-derfilm.de/index.php?id=52

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