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Das spanische Arbeitsministerium berichtete heute für den Monat März einen Anstieg der registrierten Arbeitslosen von +34’406 bzw. von +0,8% zum Vormonat, auf 4,333669 Millionen Spaniern ohne Jobs. Diese Zahl markierte ein neues Hoch, auch wenn sich die Dynamik des Anstiegs im März abschwächte. Bemerkenswerter Weise verloren 15’000 Spanier aus Dienstleistungssektor ihren Job, gefolgt von 7’500 Jobs aus der Landwirtschaft, der “Rest” ging auf die Industrie und das Baugewerbe, welche die Masse des Stellenabbaus bereits hinter sich gelassen haben.

 

Die Entwicklung der registrierten Arbeitslosen in Spanien seit Januar 2002 im Chart. Im März 2011 betrug der Anstieg der Arbeitslosen auf 4,33 Millionen zum Jahresdurchschnitt 2002 +111,5%!

Von den 34’406 neuen Arbeitslosen im März 2011 waren 12’830 unter 25 Jahre. Insgesamt waren im März 2011 offiziell 483’251 registrierte Jugendliche unter 25 Jahre ohne Job. Nach den letzten Daten von Eurostat betrug im Februar 2011 die Jugendarbeitslosigkeit in Spanien skandalöse 43,5%! Die gesamte Arbeitslosenquote betrug laut Eurostat im Februar 20,5%! Dies war dies höchste Arbeitslosenquote in der EU27 und sie lag mehr als doppelt so hoch wie im Durchschnitt der EU27 (9,5%). In der Eurozone lag die durchschnittliche Quote bei 9,9%.

In Spanien selbst wird die Erwerbslosenquote nur quartalsweise vom spanischen Statistikamt INE veröffentlicht, zuletzt für Q4 2010 mit 20,33%. Bei den heutigen Zahlen des spanischen Arbeitsministeriums handelt es sich um die registrierten Arbeitslosen mit Anspruch auf Arbeitslosenunterstützung.

Auch sonst wandelt Spanien auf den Spuren der Griechen und Portugiesen. Das staatliche Instituto de Credito Oficial (ICO) berichtete von einem Einbruch des spanischen Verbrauchervertrauens von 73,4 Punkten im Februar auf 68,3 Punkte im März 2011. Die Konsumentenerwartungen sind von hoher Verbraucherpreisinflation (CPI) mit +3,6% zuletzt im Februar und von kräftig sinkenden Realeinkommen gebeutelt.

In Q4 2010 sank die Summe der realen (preisbereinigten) spanischen Arbeitnehmerentgelte um relevante -4,2% zum Vorjahresquartal! Die kräftige Schrumpfung der realen Arbeitnehmerentgelte in Spanien scheint die Light-Version des Griechenland-Style zu sein, wo aberwitzige Austeritätsmaßnahmen zu einer Schrumpfung der realen Arbeitnehmerentgelte in Q4 2010 von -10,24% im Vergleich zum Vorjahresquartal führten, mit all den destruktiven Auswirkungen auf die Konjunktur!

Ähnliche destruktive Auswirkungen auf die Konjunktur kann man auch in Spanien beobachten, so berichtete die spanische Car Manufacturer’s Association (Anfac) am letzten Freitag von einem Einbruch der PKW-Neuzulassungen im März 2011 von satten -29,1% zum Vorjahresmonat! Die realwirtschaftliche Schere zwischen der Südperipherie der Eurozone und Deutschland wird immer atemberaubender.

Quellen: Redtrabaja.es/spanisches Arbeitsministerium, Datenbank

http://www.querschuesse.de/spaniens-arbeitslosenzahlen-auf-rekord/

 

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